Archiv für die Kategorie „Randonneur/Brevet“

Paris-Brest-Paris 2019 – Qualifikation 400km

Letzten Samstag die 400km für die Operation PBP abgespult. Das Wetter und die Beine wieder besser als erwartet. Mein Kompagnon mit akuter Stirnhöhlenentzündung ist aber der eigentliche Held des Tages. Andere lassen sich für weniger krank schreiben, er fährt erstmal 400km…

Paris-Brest-Paris 2019 – Qualifikation 300km

Am Samstag war der 300er fällig. Wir haben die Tour unter das Motto „Brevetstyle“ gestellt. Parole: Schnitt nicht über 26km/h und volles Gepäck.

Das war schlau, denn erstens hatten wir so noch Sinn für ein Bier 70km vor Ende, und zweitens haben sich so am Setup etliche kleinere Mängel herausgestellt. Speichern klimpern, Kabelbruch, falscher Vorbau, you name it…

Mecklenburger Seen Runde 2019

Im Mai ist es wieder soweit. Die beliebte Mecklenburger Seen Runde mit ihren 300 wunderschönen Kilometern startet am 24. Mai – in einem Monat. Also nicht lange schnacken und anmelden!

Paris-Brest-Paris 2019 – Qualifikation 200km

Am Sonntag hat das Project PBP19 nun richtig Fahrt aufgenommen. Fazit: Stromversorgung immer noch anfällig. Zu schnell gefahren. Knie muckt auf…

TRANSCIMBRICA März 2019

Seit dem 9.3. um 00:01h sind ein paar wetterresistente Randonneure bei der Transcimbrica, einer Langstreckenfahrt von Hamburg nach Skagen (und zurück!), unterwegs. Mit von der Partie einer meiner Brevet- und Early-Bird-Kollegen Gerald H. aus B. Ich drücke also extra fest die Daumen und erhole mich (immer noch) von den laschen 44km Gegenwind (~80km/h) vom Freitag. Ich würde nicht tauschen wollen, obwohl die Strecke wirklich schön ist, und sogar Elemente unserer Ostertour aufweist….

Wer will, kann die Fahrer auch per Tracking verfolgen. So wie es aussieht hat es Gerald relativ eilig… :-)

Paris-Brest-Paris 2019 – Vorbereitung

Im letzten Jahr hat sich der Webmaster den Superrandonneur vorgenommen. Mission Accomplished.  Gestern hat Lord Helmchen nun seine Vorregistrierung für Paris-Brest-Paris 2019 bestätigt bekommen. Es wird also ernst, und sollte keine Katastrophe eintreten, dann stehen wir am 18. August an der Startlinie. Gut vorbereitet, aber dennoch ohne Ahnung, was genau die nächsten 75-90 Stunden auf uns wartet…

Apropos Vorbereitung: So ein Unternehmen ist ja für einen normalen Radfahrer ziemlich respekteinflößend. Daher habe ich auch einiges unternommen, damit das unvermeidliche Leiden so gering wie möglich gehalten wird.

Das Training:

Ich war bis Januar 2018 ein ganz normaler Durchschnittsrennradler. Je nach Laune und Wetterlage kamen da 3000-6000km über das Jahr zusammen. Für PBP war klar, ich muss lernen, lange im Sattel zu sitzen und  meine Kräfte richtig einzuteilen.

Ich bin also vom Januar an (relativ stur) mindestens 150km pro Woche gefahren. Meistens aufgeteilt auf 2 Touren, und nur Kilometer gerechnet, die man im Trikot verbringt. So bin ich im letzten Jahr rund 10200km gefahren. Wichtig ist es, bei jedem Wetter zu fahren da man nur so genügend Infos bekommt, welche Kleidung bei welchem Wetter hilft, und wie sich das Material allgemein verhält. Ab wann sind die Taschen durch? Kann ich nach stundenlanger Nässe noch das GPS bedienen? Brauche ich extra wasserabweisende Handschuhe oder Stulpen? Sehe ich noch genug durch die nasse Brille? Usw…

Das Rad:

Die Vernunft würde einen Randonneur vorschreiben. Auf dem hätte man mehr Komfort und bessere Halterungen für Taschen und Schutzbleche. Aus reiner Nostalgie fahre ich PBP aber mit meinem geliebten Wechsel Renner. Ich habe nur einen anderen Sattel (Brooks), Laufräder mit Nabendynamo und grösserer Maulweite, Licht und Schutzbleche bestellt. So habe ich etwas mehr Komfort (26mm Bereifung) und muss nicht über Licht nachdenken. Die Schutzbleche halten gut was ab – vor allem für den Hintermann…

Sitzposition/Kondition:

Es ist generell wichtig, wie man auf dem Rad sitzt. Bei Strecken über 10 Stunden kann die Sitzposition aber entscheiden, ob man noch frisch ist, Schmerzen hat, oder abbrechen muss. Ich bin früher einfach losgefahren, hatte nach 80km meist leichte Rückenschmerzen und nach 150km stärkere Rücken und Nackenschmerzen. Das war okay. Schmerzen gehören halt dazu, dachte ich. Beim Brevet kann man das aber nicht brauchen. Daher war ich einmal beim Bikefitting und habe Sitzposition und Vorbau verändert. Mir hat das ne Menge gebracht.

Und weil die bei der Diagnose so nett sind wurde gleich noch eine Leistungsdiagnostik erstellt. Es kann einfach nicht schaden, wenn man sieht, wo der Körper noch etwas lernen kann. Aus der Erinnerung – und Laienhaft formuliert – war bei mir das Ergebnis, dass sich der Punkt an dem der der Körper die Energie nicht mehr aus den Fettreserven, sondern aus dem Kohlehydratspeicher holt durch gezieltes Training nach hinten verschieben lässt. Zudem kann man durch das Trainieren der Essenszufuhr auch den maximalen Kohlehydratspeicher ausweiten. Wer diese Daten von sich kennt, der kann relativ genau ausrechnen, bei welcher Belastung er über welchen Zeitraum wieviel Nahrung braucht. In wie weit sich mein Training ausgezahlt hat sehe ich dann bei der kommenden Diagnostik.

Ich kann aber jetzt schon ganz klar sagen, dass das Training im Bereich von ~130bpm und ~140W (bei mir die Stelle, an der die Kurve langsam absackte) spürbar etwas gebracht hat. Zudem bin ich morgendliche Kilometer (bis 2,5std) immer nüchtern gefahren.

Erfahrung:

Ich habe bei den ersten Brevets den alten Hasen Löcher in den Bauch gefragt und dabei viele gute Infos bekommen. Was macht man gegen einfrierende Flaschen? Welches Werkzeug/Ersatzteil muss unbedingt mit? Wie teilt man sich das Essen/Schlafen ein? Am Ende muss man aber seine Erfahrung selbst machen und entscheiden, was für einen funktioniert. Bis heute habe ich mir folgende Erfahrungen notiert:

  • Komfort ist Geschwindigkeit (gilt spätestens ab 300km)
  • Regelmäßig das Richtige essen (und nicht zu viel)
  • Mehrere kleine Taschen am Rad verteilt sind praktischer als eine „Große“
  • Gute Kleidung hilft enorm. (Scheint mir bei schlechtem Wetter wichtiger als das Rad)
  • Nachts ist eine Lampe am Helm Gold wert
  • Nachts allein ist nicht gut für den Kopf
  • Nicht hinten verstecken, sondern in der Gruppe auch mal vorne fahren (gilt ganz allgemein und gehört zum guten Ton)
  • Und das Wichtigste: Es geht immer noch weiter. Hast du eine Krise, dann mach ne Pause, lass die anderen fahren, leg dich ggf. ne Runde ins Gras oder fahr ruhig weiter. Irgendwann kommt man wieder, und das Tal ist überwunden…

 

 

Was fahren Randonneure auf ner Kaffefahrt?

Im Selbsttest: DT Swiss Laufräder

In der Brevet-Saison dieses Jahr habe ich viel über die passende Ausstattung nachgedacht. Besonders die Lösung der Licht- und Stromversorgung (Navigation/Telefon) war immer wieder unbefriedigend. Mein Setup mit Lupine und 2 Powerbanks hat mich zwar auch beim 600er nicht im Stich gelassen, hat aber gleichzeitig mehrere Schwächen.

  1. In der Nacht, bei schlechter Straße, hätte man gerne zusätzlich Helmlicht
  2. Powerbank und Handy zur Navigation passen nicht gut zu langen Regenphasen
  3. Keine Redundanz (nichts darf ausfallen)

Diese Probleme – kombiniert mit der Tatsache, dass Schlechtwettereinsätze die Rennlaufräder abnutzt – hat mich dazu gebracht, einen Laufradsatz für Brevets und die dunkle Jahreszeit zusammenzustellen. Wichtig dabei: Lichtmontage innerhalb 10min, Nabendynamo, breitere Felge, Haltbarkeit, Gewicht. Und, ganz wichtig, die Laufräder sollten bei möglichen Pannen gut selbst zu reparieren sein. Meine Wahl fiel auf folgendes Setup:

DT Swiss Laufräder für den Randonneur

Nach etwa 500 Testkilometern kann ich sagen: Mission accomplished! Die breiteren Felgen lassen meine 25mm Reifen wie 28er aussehen (Komfort ist alles). Über Licht denkt man nicht mehr nach, und im Wald etc. schaltet man die Lupine dazu. Handy wird tagsüber aufgeladen (siehe https://at-fahrraeder.de/im-selbsttest-usb-werk-von-buschmueller/), und kann sogar bei Lichtbetrieb etwas mitversorgt werden. Allerdings: Für lange Touren (Stichwort Redundanz) ist das mit der Navigation per Handy noch nicht ideal. Dazu später mehr…

Kabelführung nicht beachten!

B-Rocken!!

Wer noch frei ist am 14.07. der sollte sich mal folgende Sternfahrt ansehen: http://www.b-rocken.net. Neben der kleinen Radfahrt (z.B. Potsdam-Brocken) tut man auch noch etwas für den guten Zweck! Dem Webmaster juckt es schon gewaltig in den Fingern/Beinen… Der Webmaster hat sich angemeldet und geht mit gutem Beispiel voran.

600km Brevet ARA BB

Es ist vollbracht, Helmchen hat gestern seine erste Brevet-Serie absolviert. Mission accomplished! Es ging einmal von Berlin über den Darß und wieder zurück. 600km sind ein ganz anderer Schnack als die 400km! Alles bis 400km kann man gut an einem Tag fahren. Aber die Nacht dann weiter durchfahren, das zehrt schon etwas an Kopf und Körper… Daher hört hier vorerst der Bericht auch auf. Ich muss mich auf Essen, Ausruhen und noch mehr Essen konzentrieren. …100 Nudelportionen später:

Das Prozedere ist, nach den ersten drei Brevets, weitestgehend Routine. Man kann gut abschätzen, welche Klamotten man mitnimmt, und was nur unnötiger Ballast ist. Ich hatte mir diesmal sogar den Luxus gegönnt und einmal Baselayer & Trikot zum Wechseln mitgenommen – trotzdem reichte die Satteltasche und der neue ‚CarryAll Bag‘ am Lenker locker aus für

  • Armlinge
  • Beinlinge
  • Regenjacke
  • Wechseltrikot & Baselayer
  • 1 extra Trinkflasche voll Maltodextrin
  • 7 Riegel, 7 Gel
  • Ersatzmantel
  • Ersatzschlauch
  • kleines Tool
  • 2 Powerbanks (für Navigation per iPhone)
  • Warnweste
  • Langfingerhandschuhe (für die Nacht)
  • Taschentücher (Feuchttücher wären besser)
  • Kleine Sonnencreme
  • Reifenheber (Nicht nur zum Reifen heben zu gebrauchen!)
  • Flickzeug
  • Kleines Drahtschloss

7h morgens ging es also wie immer los. Ron, Dominik und ich, als Neulinge auf den 600km, haben beschlossen einfach nach unserem Gefühl zu fahren. Das bedeutete: Wir fahren in dem Tempo, wie wir auch eine lockere Trainingsrunde angehen würden.

Der Hinweg, also die ersten 280km auf den Darß waren zäh. Eine Grippe  im Vorfeld, eine aktuelle Ohrenentzündung und etwas Gegenwind sind halt keine idealen Zutaten für so eine Unternehmung. Trotzdem hatten wir einen Durchschnitt von 28km/h bis zum Darß.

Auf dem Rückweg wurden Rainer, Alexander und Hans-Udo zu unseren Weggefährten. Ohne deren Rat und Tat wäre vieles sicher schwerer geworden. Besonders ein Kettenriss mitten in der Nacht im Wald bei gleichzeitiger Mückeninvasion wäre ohne Rainer und Ron für mich zum Desaster geworden! Unter der Beobachtung und Anleitung der Gruppe habe ich dann die sandige Kette auch noch vergessen richtig durch die Führung der oberen Umlenkrolle zu fädeln – Ein Klops, der mir etwas peinlich war, und meine Auswahl an Gängen auf 2 reduzierte…

Um 11:07h waren wir im Ziel und Lasagne und Bier eine angemessene Belohnung. Für mich das Schönste an diesem Brevet war der Zusammenhalt, der während der Tour in dieser ja zufällig entstandenen Zweckgemeinschaft entsteht. Anfangs krümelt jeder vor sich hin, dann entstehen zufällig Grüppchen in denen jeder mal die Führung übernimmt, aber sonst nicht viel kommuniziert wird. Und irgendwann ist man eine Gemeinschaft, in der keiner mehr zurückgelassen wird.  Man kann es ganz kitschig sagen: das gemeinsame Erleben und Bewältigen dieser Aufgabe verbindet enorm.

Was habe ich für die kommenden Brevets 2019 gelernt?

  • Die Beleuchtung sollte aus Licht am Rad und am Helm bestehen. Letztere schaltet man dann bei Bedarf hinzu. Die Lupine Piko mit Bluetooth-Schalter bietet sich da an.
  • Ein Nabendynamo ist hilfreich
  • Ersatzkettenglied und entsprechendes Werkzeug ist Pflicht
  • Kurz vor der Nacht eine Trinkflasche mit Kaffee füllen lassen kann nicht schaden.
  • Die Straßenverhältnisse sind teilweise schlecht, und die Tour lang. Sitzcreme, ein guter Sattel (Brooks) und min. 25mm Bereifung sind ratsam. Ebenso ganz allgemeines Training des Oberkörpers und der Nackenmuskulatur…

Was kommt als Nächstes? Natürlich Paris-Brest-Paris im kommenden Jahr! Das ist die logische Konsequenz :-)

Sale!
Jetzt fast ganz neu:
Unsere SCHNÄPPCHENECKE!
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Tel. : 04 51 – 798 22 68

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Mo. – Fr. 10.00 – 19.00 Uhr,
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