Archiv für die Kategorie „Technik“

„Haben wir nicht, können wir auch nicht bestellen…“

…ist aber eine gute Sache. Unter diese Kategorie fällt folgendes Produkt: Der GPS-Tracker von INVOXIA. Was mich bisher von so einem Teil abgehalten hat war die Notwendigkeit, einer extra SIM-Karte und die damit verbundenen Kosten. Außerdem würde ich den Sender gerne im Rahmen versenken etc. Bei einem Stadtrad von 1500€ aufwärts oder bei Rädern mit emotionalem Wert sind die 150€ sicher gut investiert :-)

Reifendruck – mal wieder…

Kürzlich sagte mir einer der besten Schrauber der Stadt: „Da kannst du schreiben, was du willst. Breitere Reifen mit weniger Druck sind langsamer, das kann ich deutlich spüren. Habe ich ausprobiert…“

Meine Antwort: „Gefühle haben da Schweigepflicht. Es mag sich langsamer anfühlen, aber in gemessenen Watt ist es leichter/schneller. je rauher der Untergrund umso stärker trifft das zu.“

Jetzt hat Jan Heine (Bike Quarterly | Compass Cycles) diese Faktenlage noch einmal in einem Blogbeitrag dargestellt.

Ich bleibe also dabei: Fahrt breitere Reifen mit weniger Druck! Komfort und Speed schließen sich nicht aus, Komfort ist speed!

Fertig mit der Bereifung

Wer im Winter nicht neben schlechtgelaunten Tropfnasen im Bus sitzen möchte, der sollte sich rechtzeitig Gedanken machen. Denn (so Helmchens Erfahrung) bis -9° Celsius sind Radfahrten unter einer Stunde locker zu absolvieren. Natürlich muss man etwas aufrüsten. Handschuhe, Schal/Bandana und Schuhe sollten vorhanden sein. Am besten in Windfest, und ggf. in Schichten (Überschuhe etc.). Soweit logisch. Was ist aber mit der Bereifung? Man will ja nicht bei jedem kleinsten Glatteis die Segel streichen, oder Weihnachten mit Gips abhängen! Daher hier 2 Produktempfehlungen:

  1. Der „CONTINENTAL TOP CONTACT WINTER II PREMIUM“ für etwas Schnee/Schneematsch
  2. Der „MARATHON WINTER PLUS“ für echte Frauen/Männer

Ersterer sorgt, dank Lamellenprofil, für guten Halt bei Schnee und matschigem Winterwetter, und letzterer lässt, dank Spikes, keine Wünsche offen.

Im Selbsttest: DT Swiss Laufräder

In der Brevet-Saison dieses Jahr habe ich viel über die passende Ausstattung nachgedacht. Besonders die Lösung der Licht- und Stromversorgung (Navigation/Telefon) war immer wieder unbefriedigend. Mein Setup mit Lupine und 2 Powerbanks hat mich zwar auch beim 600er nicht im Stich gelassen, hat aber gleichzeitig mehrere Schwächen.

  1. In der Nacht, bei schlechter Straße, hätte man gerne zusätzlich Helmlicht
  2. Powerbank und Handy zur Navigation passen nicht gut zu langen Regenphasen
  3. Keine Redundanz (nichts darf ausfallen)

Diese Probleme – kombiniert mit der Tatsache, dass Schlechtwettereinsätze die Rennlaufräder abnutzt – hat mich dazu gebracht, einen Laufradsatz für Brevets und die dunkle Jahreszeit zusammenzustellen. Wichtig dabei: Lichtmontage innerhalb 10min, Nabendynamo, breitere Felge, Haltbarkeit, Gewicht. Und, ganz wichtig, die Laufräder sollten bei möglichen Pannen gut selbst zu reparieren sein. Meine Wahl fiel auf folgendes Setup:

DT Swiss Laufräder für den Randonneur

Nach etwa 500 Testkilometern kann ich sagen: Mission accomplished! Die breiteren Felgen lassen meine 25mm Reifen wie 28er aussehen (Komfort ist alles). Über Licht denkt man nicht mehr nach, und im Wald etc. schaltet man die Lupine dazu. Handy wird tagsüber aufgeladen (siehe https://at-fahrraeder.de/im-selbsttest-usb-werk-von-buschmueller/), und kann sogar bei Lichtbetrieb etwas mitversorgt werden. Allerdings: Für lange Touren (Stichwort Redundanz) ist das mit der Navigation per Handy noch nicht ideal. Dazu später mehr…

Kabelführung nicht beachten!

Umwerfendes großes Schaltwerk…

Wer sich bei der letzten Tour gefragt hat, was für einen Klunker der Romain Bardet da am Schaltauge trägt, der bekommt hier die Antwort:

Das Teil kostet ne Menge und bringt, in Watt gemessen kaum Vorteile – aber pure Vernunft darf niemals siegen! Der beste Radladen der Welt empfielt aber eher: Schaltung richtig einstellen und Kette regelmäßig reinigen. Das spart auf Dauer ne Menge Watt und Moneten…

EXAKT – LOOK POWERED BY SRM

Neues aus der Welt der Power Meter Pedale:

 

Im Selbsttest: USB-Werk von Busch+Müller

In Zeiten von Komoot und Strava fährt man gerne mit dem Smartphone als Radcomputer. Wenn da nicht das ewige Problem mit der Stromversorgung wäre! Für Touren unter drei Stunden klappt es ja auch so, aber wehe man ist länger unterwegs, oder schon mit 50% Akkuladung losgefahren… Wer keinen Nabendynamo am Rad hat, der muss auf die Versorgung per Power-Bank setzen. Das wiederum bringt nervige Verkabelung und mangelnde Befestigungsmöglichkeiten mit sich. Wer wiederum auf Nabendynamos setzt ist auch noch nicht am Ziel! Erstens benötigen Smartphones eine stabile Spannungsversorgung damit sie nicht immer zwischen ‚laden‘ und ’nicht laden‘ schwanken, und zweitens muss die Zeit an der Ampel oder Kreuzung vernünftig überbrückt werden.

Dieses Problem löst das USB-Werk von Busch+Müller. Es fungiert als Pufferakku zwischen Smartphone und Nabendynamo. In der Praxis sieht das so aus: Man läd zunächst den Pufferakku auf, indem man die ersten 15min der Tour (ohne Licht) Energie in den Akku pumpt. Dann kann man das Handy anstecken und bekommt regelmäßig Strom aufs Gerät. Kleine Stopps bis 2 Minuten kann der Pufferakku überbrücken. Je nachdem welches Lampenset man fährt kann man selbst bei angeschaltetem Licht das Telefon noch laden solange dieses stromsparend eingestellt ist. In meiner Versuchsanordnung mit iPhone 6, SONdeluxe und IQ-X funktioniert das einwandfrei. Ist man in schwierigem Gelände unterwegs, oder hat viele kleine Stopps in der Stadt, dann hilft es, den Stromverbrauch per Flugmodus zu reduzieren. bei längeren Touren läd man problemlos das Handy auf bzw. verzögert das Entladen bei Nachtfahrten.

Für mich ist das Teil auf langen Fahrten eine echte Hilfe. Ein Problem weniger über das man nachdenken muss. Und natürlich läd das USB-Werk nicht nur Smartphones sondern alles, was man per USB anschließen kann. Garmins, Wahoos you name it…

It’s Magnic!

Für mich sind Inductionsbetriebene Lampen nach wie vor die Zukunft der Radbeleuchtung. Kein Widerstand, keine leeren Batterien. Allerdings nichts für Carbon und Alufelgen. Diese Lösung finde ich schon nicht schlecht. Nur: warum wurde die Kickstarter-Kampagne abgebrochen?

Helium?

Nach dem letzten Beitrag wird der eine oder andere sich vielleicht überlegt haben, dass Helium in breiteren Reifen eine besonders gute Idee sei. Das stimmt theoretisch! Bei 25mm Reifenbreite und 7,5 Bar käme man auf eine Gewichtsreduzierung von knapp 9 Gramm pro Laufrad – je nach Sichtweise ist das jetzt viel oder wenig.

Der Haken an der Sache ist, dass die Molekülgröße von Helium deutlich geringer ist als die von Sauerstoff oder Stickstoff. Das Helium strömt also aus dem Reifen. Das ließe sich verhindern, indem man die Schläuche  mit Folie (ähnlich wie die der Luftballons auf dem Altstadtfest) ummantelt. Aber die wiegt ja wieder, und es würde ja auch knistern… So, Technikwoche abgeschlossen.

P.S. Zum Beitrag vom 7.7. gibt es ein kleines Update. Braucht jemand noch ein Tretlager und ne Kurbelgarnitur?

Komfort vs. Trennscheibe?

Quasi als Anschluss an den Letzten Artikel wird nun nun die Frage aufgeworfen, mit welcher Reifenbreite man am besten unterwegs ist. Alte Hasen rollen jetzt mit den Augen, aber für uns Normalos ist es immer noch erstaunlich: Bei einem Testdruck von 8 Bar laufen breitere Reifen schneller als dünnere – und das bei höherem Komfort und besserer Pannensicherheit!

Hierzu gibt es einen guten Artikel im Netz, den man wie folgt zuspitzen kann: Wir Durchschnittsradler mit sportlichem Anstrich sollten 25mm mit 7,5 Bar fahren…

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