Am 30. Juni ist es soweit: Der Giro d’Italia Donne 2023 startet! Als Vorgeschmack hier knapp fünf Minuten La Vuelta Feminina, bei der die Haudeginnen zeigten, was die Rookies noch lernen müssen, um große Rundfahrten für sich zu entscheiden. In Italia gibt’s die nächste Gelegenheit. Vorfreude!
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Los geht es morgens auf der Piazza del Plebiscito, dann zack erstmal Richtung Vesuvio und drum herum, weiter nach Sorrento auf die Halbinsel der Legenden – und zurück in die Stadt des Lichts, wieder am Vulkan vorbei und am Wasser lang ins Ziel. Bellissimo!!! Auch wenn die schmalen und unvergesslichen Gassen der Altstadt…
Am 6. Mai: la Grande Partenza der Männer in den Abruzzen als erster Abschnitt – und dann warten 20 weitere Etappen, bis am 28. Mai ein Rom-Rundkurs die 106. Ausgabe des Giro d’Italia beenden wird. Neben dem Forum Romanum und damit ganz in der Nähe des Kolosseums. Kolossal!
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Vor fast genau 43 Jahren, am 24. April 1980 nämlich, erlebte die Radsportwelt das ungemütlichste, forderndste, kurzum ekligste Liège-Bastogne-Liège aller Zeiten: Im Schnee und bei niedrigen Temperaturen kamen von 174 gestarteten Fahrern letztlich nur 21 ins Ziel. Mit fast zehn Minuten Vorsprung war Bernard Hinault damals der Erste, der sich zum Aufwärmen nach drinnen flüchten durfte. Ohne Regenjacke fuhr er damals der Kälte davon – und halt auch allen anderen. Der Dank: Champion der ersten und letzten Austragung von Neige-Bastogne-Neige („Schnee-Bastogne-Schnee“) – und der Verlust des Gefühls in den letzten beiden Gliedern seiner beiden Zeigefinger, wohl durch Erfrierungen. Aua!
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Liège-Bastogne-Liège hat viele Geschichten geschrieben, und Demi Vollering und Tadej Pogacar könnten am Sonntag ihre ganz eigenen vervollständigen, denn mit einem Sieg hätten beide alle Ardennen-Klassiker des Jahres 2023 gewonnen! Start der Frauen ist um 8.40h, die Männer folgen ab 10.30h. Alles live zu verfolgen bei Eurosport: ab 11.15h die Frauen, ab 15h die Männer. Und das Wetter hat wohl ein Einsehen; es ist zwar Regen angesagt, aber bei 13 Grad lässt sich La Doyenne viel kommoder ertragen.
Am Sonntag geht es weiter im Klassiker-Modus: mit dem Amstel Gold Race 2023 – schade zwar, dass sich die Begleitfahrzeuge so sehr gewandelt haben…
Gerhard Friedrich „Gerrie“ Knetemannalias de Kneet beim Finish anno 1974, featuring Peugeotmodellliebe (Bild: Public domain photograph – 1974 by The Algemeen Nederlandsch Fotobureau/ANeFo)
Aber nicht nur bei Regenwetter die perfekte Sonntagsbeschäftigung: Eurosport überträgt ab 13h, erst die Ladies, dann die Men. Mit Cauberglegendenschleife und einmal alles.
Sonntag Doppelrennen!!! (Download-Quelle des Bildes: https://www.amstel.nl/amstelgoldrace/wedstrijd/wedstrijd-heren/wedstrijdinformatie-amstel-gold-race)
Bis Sonntag noch läuft parallel zu Tirreno–Adriatico, dem italienischen Rennen zwischen den Meeren, die 81. französische Ausgabe des frühlingshaften Radfernfahrtklassikers: Paris – Nice als Rennen zur Sonne in 8 Etappen mit insgesamt 1.201,1 Kilometers.
Paris-Nice – da geht es lang! (von Marianne Casamance bei wikimedia Commons – Lizenz)
Und weil es dafür einen Song gibt, der von einer Band aus der Picardie kreiert wurde, die sich als punks à vélo sans roulettes seit 2009 systematisch durch die Radfahrgeschichte schrammeln, wollen wir der Welt Les Poulidoors nicht vorenthalten! Und vielleicht sogar nicht zum letzten Mal… Weil: Liebe zum Fahrrad und zur einfachen Musik – so geht das!
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Noch eine Woche, dann gibt’s Sand, Schlamm, Sand, womöglich Schnee, Sand, Berge, Sand, Kurven, Sand, Matsch, Sand oder gar Eisrillen satt bei der Cyclocross-WM in Hoogerheide. Yessss!
Rund um dieses Weihnachten sollte Zeit genug für allerlei Entdeckungen sein: Zum Beispiel, dass Belgier*innen nicht nur Weltklasse auf zwei Rädern, sondern öfter auch des stilsicheren Musiksachverstands sind. Wie nämlich Stromae – okay, Anagramm von Maestro und deshalb nicht gerade unbescheiden – mit dem auch live mit kleinem Besteck orchestrierten „Alors on danse“ ein Welthit in die Discos kam, der hypnotisch und angeschrägt genug ist, um trotzdem ein Lieblingslied zu sein. Hier ab Minute 8.04 beim Tiny Desk Concert am 5. Dezember 2022, mit Zöpfen und Kappen und Bäuchlein und alles:
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Und wenn Ihr dann schon mal da seid: unbedingt durchs ganze Programm stöbern! Perlen über Perlen, viele Winternachmittage lang mag man sich da durch Konzerte klicken und sich Hoffnungen machen, dass nicht alles verloren ist. Musik!!!! Genießt das Restjahr!