Archiv für die Kategorie „Foto Love Story“

Ihre Majestät

Ihre Majestät der Stelvio bei at Fahrräder - Passo dello Stelvio beim Granfondo Stelvio Santini 2022
Keine Worte (Foto: Granfondo Stelvio Santini, Fotograf Tiziano Ballabio)

Der Stelvio alias Stilfser Joch – höchster Gebirgspass in Italien, mit einer stattlichen Höhe von mehr als 2750 Metern und 48 Haarnadelkurven die „Königin der Alpenpässe“. Die Straße, auf der sommers etliche Radsportveranstaltungen stattfinden, wurde ab 1820 angelegt und nach mehr als fünf Jahren im Oktober 1825 eingeweiht; dafür hatten in den Sommermonaten täglich bis zu 2000 Arbeiter geschuftet.

Ihre Majestät der Stelvio bei at Fahrräder - Passo dello Stelvio beim Granfondo Stelvio Santini 2022
Immer an der Wand lang (Foto: Granfondo Stelvio Santini, Fotograf Tiziano Ballabio)

Am 12. Juni 2022 wird zum 10. Mal der Granfondo Stelvio Santini für Amateur*innen ausgefahren, bei dem drei Strecken auswählbar sind. Allerdings hat es auch die kurze in sich: auf 60 Kilometern immerhin fast 2.000 Höhenmeter! Allen drei Strecken gemeinsam ist die Abfahrt von Bormio und die Ziellinie auf dem Passo dello Stelvio.
Da kann man zwischendurch schon mal Hunger kriegen.

Ihre Majestät der Stelvio bei at Fahrräder - Passo dello Stelvio beim Granfondo Stelvio Santini
Buon appetito (Foto: Granfondo Stelvio Santini, Fotograf Tiziano Ballabio)

Was Gary Fisher sagt

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Und allen, deren postmodernes Vokabular etwas eingerostet ist, hilft bedeutungonline.de: „Ein Moonshot ist ein ehrgeiziges, bahnbrechendes Projekt, bei dem ungewöhnlich innovative Ideen umgesetzt werden. Die Vorhaben sind visionär und lassen kurzfristig weder eine Rentabilität noch einen Nutzen erwarten. In den meisten Fällen lässt sich keine vollständige Untersuchung potenzieller Risiken erkennen.“ Freuen wir uns also auf langfristige Rentabilität und ewig währenden Nutzen!

Allein schon, wie sich das schon schön liest: Settimana Internazionale Coppi e Bartali!!

Coppi und Bartali 1940-1943 auf einem Bild eines laut wikimedia commons unbekannten Autors (Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Coppi_Bartali_1940.jpg)
Coppi und Bartali zwischen 1940 und 1943, von unbekannt abgelichtet (Quelle: Wikimedia Commons)

Fünf Tage mit dem Rad rennen im Zeichen von Fausto und Gino: Gestern war es für 2022 vorbei damit – und am Ende war nicht der stets zu Scherzen aufgelegte Paolo Bettini (hihi, das waren noch Zeiten!), sondern der ja ohnehin auch viel jüngere Ire Eddie Dunbar vorne. Und der sagte immerhin vor ein paar Jahren schon: „I won’t quit cycling till I’ve won the Tour de France.“ Na denn man denn!

Paolo Bettini 2006 beim Zeitfahren der Settimana Internazionale Coppi e Bartali - Autor Author Enrico Siboni at Italian Wikipedia
Signore Bettini 2006 beim Zeitfahren der Settimana – orangefarbene Streifen NICHT original übrigens (Autor: Enrico Siboni at Wikipedia – Quelle und Lizenz)

Selten schön

Feierabend, nix vor – und du stöberst dich also so durch alles Zweirädrige der Online-Kleinanzeigen und stolperst irgendwann verdutzt: Was? Ist? Das? Ein ganzes Konvolut an Spezialgefährten, und dann noch in alt. Und dann kannst du nicht anders und hast auf einmal zum Beispiel so eine Schönheit im Laden stehen:

Ein Fahrrad für Radball oder Radpolo also. Und beides ist hier in der norddeutschen Tiefebene eben das Gegenteil von verbreitet. Immerhin für Männer aber organisiert die UCI immerhin im 2er-Radball (hier die Regeln in kurz) offizielle Weltwettkämpfe. Zuletzt im Oktober 2021 in Stuttgart, bei den UCI Indoor Cycling World Championships. Der offizielle Youtube-Beitrag zum Finale (Schweiz vs. Deutschland) hat denn auch ausreichend Trend-Appeal:

Etwas realistischer (gerade für Sechtstagerennenconnaisseusen) wird es, wenn ein bisschen Hintergrund-Atmo eingespielt wird. Ich sach ma „Wie heißt die Mutter von Niki Lauda???!!!“…

Aber gut: Abseits von Riesenmehrzweckhallen ist sicher weniger Spektakel und mehr Nur-Sport. Auch von Frauen übrigens, die inzwischen auch radballieren dürfen, wenn auch nicht in einer eigenen Ober- oder gar Bundesliga. Dafür gibt es doch Radpolo! Das ist der UCI zwar offiziell nicht wettkampfwürdig genug, hat aber eine eigene Bundesliga, die nur aus Frauen-Teams besteht. Radpolo-Männer sind seit zehn Jahren geduldet, treten aber (ebenso wie gemischte Teams) nur beim sog. Bundespokal an. Als traditionelle Hallenradsportarten sind Radball und Radpolo weiterhin geschlechtsgetrennt.

Außerhalb der Hallen geht es weniger traditionsbewusst zu; eine rosa Brause war zuletzt sogar versucht, Hardcourt Bike Polo zur Trendsportart hochzumerchandisen. Dabei gab es das doch alles schon: paar Leute (allerlei Geschlechts zuweilen) auf Rädern draußen, Ball dazu, paar Linien und Tore: go. So anno 1898 in Paris, damals als Tri Polo auf drei Rädern. Und auf Eis.

At Fahrräder aus Lübeck mit Radball und Radpolo
Foto von Jules Beau : „Tri-polo, Palais de glace“, zwischen 1898 et 1899

Und nur zwei, drei Jahre später präsentierte „Liebig“ das Sammelkarten-Set Numero 490: „Fahrradspiele“. Da fleucht doch schon ein wohltemperierter Hauch hipsteriger Bikekurieroutdoorkultur durch die gut gekleidete Szenerie!

At Fahrräder aus Lübeck mit Radball und Radpolo

Jedenfalls in der Tat schade, dass beide Rad- solche Randsportarten sind. Ja, klar: technisch anspruchsvoll, körperlich so anstrengend wie verletzungsträchtig, Spiel-Gerät voraussetzungsvoll, Spiel-Plätze rar, Zugucken eher nur im niveaureicheren Stadium verlockend. Diesdas. Aber schon massig Stil und großer Sport, das alles. Und dann halt diese Räder wie gemalt. Für vor- und rückwärts und alles.

Ende August schon was vor??

Ein paar Plätze sind wohl noch frei für das radwandernde Rennen Further („ein ausgeklügeltes und grausames Experiment der Performance-Kunst“??) vom 26.-29. August: Da geht es auf und unterm Rad kreuz und querfeldein durch die mächtigen und mächtig unterschätzten Pyrenäen. Soooo schön da!!! Further-Macher und Neu-Local Camille MacMillan hat versucht, dem Spiegel seine Faszination jenseits vom alpinen in your face zu erklären, nicht zuletzt in Bildern:

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Yo: volles Haus!

Trotz Lieferkrise: Volles Haus bei at Fahrräder, Deinem Fahrradladen in Lübeck in der Innenstadt. Rechtzeitig zum Jahresschluss stehen viele tolle Räder von Grecos, Basso, Böttcher, Scott, Kona, Bergamont, Contoura und so und alles bei uns. Vor ein paar Wochen mussten wir noch bibbern, ob überhaupt was ankommt – und nu diese schöne Bescherung. Prima!

Trotz Lieferkrise: Volles Haus bei at Fahrräder, Deinem Fahrradladen in Lübeck in der Innenstadt
Ich kann mich gar nicht entscheiden, …
Trotz Lieferkrise: Volles Haus bei at Fahrräder, Deinem Fahrradladen in Lübeck in der Innenstadt
… ist alles so schön bunt hier!

Apropos Berge

Was tun, wenn das fragile italienische Rennrad einfach nicht für die raueren Trails der kalifornischen Hills taugt? Man nehme einen Oldschool-Cruiser, der zwar für Beachpeople gemacht, aber auch rough enough für die Berge ist…

Apopos Berge – die Klunkers als erste Mountainbikes, mit F.W. Schwinns Fahrrad-Patent von 1939 (bei „at Fahrräder“, deinem Fahrradladen in Lübeck)
Ging später auch für mountains statt fürn beach: Frank W. Schwinns ornamentaler Fahrrad-Style von anno 1939 (©: Schwinn, F. W. U.S. Patent 115,942, 1939)

…und starte das Customizing – zackbumm das Mountainbike erfunden. „Away from the cops, the cars and the concrete“ rockten und rollten seit Mitte der 1960er lauter zuerst namenlose, dann immer populär werdende „Klunkers“ durch die Botanik. Joe Breeze und Charles Kelly, aber auch Gary „the Fish“ Fisher machten später sogar Geld aus ihrem Hobby – allerdings erst, nachdem sie Downhill und Cross-Country noch hippiehaft ganz unbusinessmäßig in langhaarig zelebrierten und dauergrinsend an den Hängen des Mount Tamalpais abhingen:

Und was machen Breeze und Kelly heute so? Sie kuratieren das Marin Museum of Bicycling, machen Bücher, verkaufen Rahmen, hegen und pflegen ihre alten Trikots. Hamse sich verdient.

Feier-Abend

Endlich Urlaub mit ohne Radsport im Hinterkopf, endlich raus aus dem Sturz-Verletzung-Reha-Aufbau-Reinhau-Teufelskreis – und endlichendlichendlich nicht mehr „Panzerwagen“ heißen: prima Aussichten für das dank eines unstoppbaren Frauen-Trios final vergoldete Karriereende in Flandern! Möge Tony Martin es genießen.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Heimlich, still und leise…

…wurde dieser Friedrich Hegge doch tatsächlich im strömenden Regen von Kiel mal eben Triathlon-Landesmeister seiner Altersklasse über die Sprint-Distanz – wowwowwow!!!!!
Das ganze at-Team freut sich sehr und ist stolz, das Trikot zu zieren!!!

Fotos: privat

Und bei den Kieler Nachrichten gibt’s noch ein paar Impressionen mehr.

Alter Schwede

Gustaf Håkansson war zwar kein Eisenmann, aber ein „Stahl-Opa“. Und er kannte schon vor 70 Jahren den Weg zum Flow: „Ich halte mein Blut durch ständige Körperbewegung in einem gleichmäßigen und schnellen Kreislauf“ – klingt so einfach wie frappant.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Anschrift

at Fahrräder
Beckergrube 63
23552 Lübeck

Tel. : 04 51 – 798 22 68

Öffnungszeiten

Beratung, Reparatur, Verkauf:

Mo. + Mi. – Fr. 10.00 – 14.00 und 14.30 – 19.00 Uhr

Di. 10.00 – 14.00 Uhr (nachmittags geschlossen)

Samstag 10.00 – 14.00 Uhr

Archiv