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Kategorie: Sportlich

Rasender Reporter

Die Königinetappe steht an – Zeit für eine Erkundungsfahrt!

Nachdem letztes Jahr schon Mario K. den Mont Ventoux erkletterte, nahm auch Webmaster Christoph gerade die Strapazen der kahlen Rampen der Provence auf sich, die heute den Profi-Femmes blühen: Die wird ja langsam zur at-internen Hausstrecke! Für Christoph ging es abends von Malaucène aus in den Sonnenuntergang, und dann in aller Frühe von Bedoin und von Sault…

…bis zur letzten Auffahrt komplett alleine – wow Hilfsausdruck – bis die beiden Mitradlerinnen kamen und ihn den Anstieg von Sault „begleiteten“. Eine immer voraus, dann etwas wartend, ihre Freundin locker gut 200 Meter wieder an ihm vorbeischiebend. Dieses Spiel lief dann in Dauerschleife die gesamten 20km bis zum Gipfel, selbst die 20% an der finalen Rampe…

…was heute bei den Profis sicher nicht so laufen wird. Das war dem glückshormongefluteten Christoph aber piepe: „Ein echtes Highlight meiner zügig verblassenden Radsportkarriere“. Letzteres ist sicher übertrieben, aber Ersteres zuuu schön! Noch ist hier gar nichts vorbei, das ist anderen vorbehalten…

Und alle so: arrrrgggghhhh…

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Was für ein Glück, dass gerade Tour de France Femmes ist, wo Lorena Wiebes zwei Tage lang alles in Grund und Boden sprintete, um dann heute 18 Minuten nach der Überraschungssiegerin Sigrid Haugset ins Ziel zu rollen, die (schwierige Zahl:) 88 Kilometer lang solo fuhr und sogar Verfolgerin Lotte Kopecky keine Aufholchance ließ. Hjertelig til lykke zum Maillot Jaune nach Norwegen! Was für suspensereiche Aussichten auf die letzten 6 Etappen, denn die ganze Range an all den großen Favoritinnen hat nun rund 2 Minuten Rückstand, liegt aber ganz nah beieinander.

Mon Dieu, le Mont Ventoux!

Nächste Premiere bei der Tour de France Femmes, die heute endlich beginnt: auf der 7. Etappe am 7. August geht es erstmals hinauf auf den kahlen Riesen der Provence.

Erstmal aber ein flacherer Einstieg in die Große Schleife 2026 nach dem Grand Départ heute in Lausanne. Die ARD (mit Handy-Kalender zur Tour!) steigt gegen 15.55 Uhr mit der Live-Übertragung ein und wird zumindest auch die „wichtigsten Etappen“ in Echtzeit senden. Bei Eurosport gibt’s alle Livebilder. Geht doch!

Während unklar ist, wo da womöglich noch Brände lodern auf einzelnen Etappen, freuen sich Fahrerinnen und Expert*innen auf die beste Frauen-Tour ever. Die Liste der Favoritinnen ist länger als je zuvor, die mediale Aufmerksamkeit so groß wie selten. Und die Freude erstmal auf 9 Tage von Lausanne nach Nizza, mit nahezu 19.000 Höhenmetern inclusive.

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Und so sehen die neun Renn-Tage aus:

1. August: 1. Etappe | flach
Lausanne -> Lausanne / 138 km
2. August: 2. Etappe | flach
Aigle -> Genf / 147.9 km
3. August: 3. Etappe | wellig
Genf -> Poligny / 156.5 km
4. August:  4. Etappe | Einzelzeitfahren
Gevrey-Chambertin -> Dijon / 21 km
5. August: 5. Etappe | wellig
Mâcon -> Belleville-en-Beaujolais / 140 km
6. August: 6. Etappe | wellig
Montbrison -> Tournon-sur-Rhône / 153.4 km
7. August: 7. Etappe | Bergetappe
La Voulte-sur-Rhône -> Mont Ventoux / 146.8 km
8. August: 8. Etappe | flach
Sisteron -> Nizza / 171.9 km
9. August: 9. Etappe | Bergetappe
Nizza -> Nizza / 99.2 km

Kona Ouroboros: Graveln bis in die entlegensten Weltwinkel

In gleich vier Varianten präsentiert Kona das Gravel-Bike „Ouroboros“ – aber am allerschönsten ist es, gemeinsam alle Komponenten so zusammenzustellen, dass genau das Fahrrad das Licht der weiten Welt erblickt, womit jedes Abenteuer so eines wird, das keine bösen Überraschungen, sondern so viel komfortreiche Entdeckungen wie möglich erlaubt.

Das Ouroboros nennt Kona selbst einen „Verwandlungskünstler“ – wildnis-ready und robust dank jahrzehntelanger MTB-Erfahrung, schnell und dennoch wendig rennlenkernd selbst auf Singletrails. Nicht zuletzt durch den für ein Gravelrad flacheren Lenkwinkel von 69,5°, wodurch das Gewicht aufs Vorderrad so dosiert ist, dass all die Agilität kommod bleibt. Und in unserer individuellen Konfiguration sorgt nicht zuletzt der Deda-Auflieger dafür, auch viele Tage lang selbst auf gegenwindigen Straßen zu rennen, ohne zu schnell zu ermüden. Selbst mit ausreichend Gepäck – denn das Ouroboros hat 1001 Möglichkeiten, modern Bike Packing am Rahmen selbst (mit fünf Befestigungspunkten) mit dem leichtgewichtigen Gepäckträger Tubus Fly aufs Klassischste zu erweitern. Bis in die entlegensten Weltwinkel hinein.

Kona OuroborosGravel Bike im individuellen Aufbau

  • Kona Ouroboros Aluminium-Rahmen
  • Vorbau: Deda Zero 2
  • Lenker: Deda Gravel 100
  • Deda-Aufleger Parabolica Uno
  • Steuersatz: Stronglight mit Carbon-Kappe
  • Schaltung: Sram XPLR Force AXS 1×13 incl. Blips
  • Xpedo Ambix Kombipedale
  • Carbon-Sattelstütze von Ritchey 31,6 mm (auf den Fotos noch von Ergotec)
  • Gravel-Sattel SQLab
  • Laufradsatz: Aerycs mit SON
  • Bereifung: Tufo Speedero HD 44mm, tubeless ready
  • Gepäckträger: Tubus Fly
  • Sks-Schutzblechset
  • SON Schutzblechrücklicht Schwarz/Rot

Autsch

So schön es ist, in Gelb zu fahren – so schlimm eben auch, wenn bei der Abfahrt (die Monsieur Pogacar mit streckenweise 107 km/h anging) das Hinterrad vom Kollegen Anders Johannessen im Weg ist und alle Hoffnungen und Nichtschmerzen auf dem pyrenäenfranzösischen Asphalt enden: mehrere Rippenbrüche, Gehirn erschüttert, Tour de France adieu. Beste Besserung, Træen! God bedring, Torstein! Das sturzgeplagte Team ist am reinen Mitleiden!

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Titan Pogacar lässt derweil alle stehen und kannibalt sich erstmals eindrucksvoll an die Spitze des Feldes via Col d’Aspin und Tourmalet-Strapazen – ein lächelnder Überflieger als Gegenentwurf zum schwer kämpfenden Vingegaard, dem demütigen Youngster Paul Seixas und dem doppelkapitänrollengeplagten Meckerbüdel Evenepoel. Befürchtung 22 Minuten Vorsprung in Paris ma sagen. Pffff…

Brest oder Barcelona – Hauptsache Grand Départ!

Man stelle sich vor, die Rennradprofis von heute würden sich am Samstag im Overtourism-Hotspot Barcelona unters Festivitäten-Volk beim Grand Départ der Tour de France mischen und den Klängen der katalanischen Gaitas lauschen und dabei so rilassante und gentile drein- und ausschauen wie noch Fausto Coppi und Gino Bartali es taten beim Tour-Start am 27. Juni 1952 in Brest. Undenkbar, ganz einfach.

Aber selbst im zufallsminimierten 2026, in ihrer so übermenschlich technisierten, keimfreien, ernährungs- und trainingsplanerisch perfektionierten und aufs Höchste überraschungsärmeren Version ist und bleibt die Tour de France nun mal …äh… die Tour de France. Punktum!
Vom 4. bis 26. Juli geht es also diesmal für die Männer in 21 Etappen über insgesamt 3.333 Kilometer und 54.450 Höhenmeter von Barcelona bis nach Paris. Mann inne Tünn! Obwohl: Im Jahre 1952 bei Coppis Gesamtsieg und Bartalis 4. Platz waren es 4.898 Kilometer in 23 Etappen – und die allerletzte am 19. Juli führte von Vichy nach Paris. Über 354 Kilometer. Unfassbar, ganz einfach.


Und dennoch: Ärgern wir uns nicht über all die Stunden, die wir in den drei Wochen ab Samstag vor dem Fernseher statt im Freibad verbringen werden, gefangen zwischen Faszination und Widerwillen angesichts einer Show, von der wir zu Recht argwöhnen, sie werfe leistungsmedizinsportlich hergerichtete Menschen dem Spektakel zum Fressen vor. Mit einer Streckenführung, die zwar nicht mehr viel mit den überlangen Etappen von 1952 zu tun hat, aber dennoch strotzt vor Zumutungen: Ganz zum Schluss nochmal der doppelte Alpe d’Huez samt Galibier?! Da hätte selbst Alpe-d’Huez-Tour-Etappen-1952er-Premiere-Obsieger Coppi sanft das weise Haupt zu einem tadelnden Schütteln geneigt. Na gut, und dann wäre er vermutlich trotzdem los- und raufgefahren, mit wessen Hilfe auch immer.

Wout a shame

Im April noch sagte der lebenslang verletzungsgeplagte Wout van Aert mit seinen inzwischen 31 Lenzen über Karriereende ja/nein: „I mainly hope that later on I can experience the same as now. (…) Doing what I love and not feeling like I’m working, but hopefully being home more often.“ Und nun fehlt er in der Form seines Lebens beim Rennen des Jahres und muss ab dem 4. Juli drei laaaange Tour-Wochen zu Hause bzw. in der Reha verbringen und dabei zugucken, dass sein entzündeter Trainingsunfallellenbogen heilt und wie das Peloton ab dem 4. Juli die Große Schleife fährt. Ohne ihn. Da wird sein Team aber dicke Backen machen! Wout van Aert ist nämlich richtig toll. Und das fanden seine Kollegen auch schon 2023, als die Tour für ihn vor Etappe 18 vorbei war, weil er nach Hause reiste, um bei der Geburt von Jerome dabei zu sein. Und Besuch bekam von Floh Vingegaard – den das ganz schön sympatischer machte und der nun ganz ohne Silberrücken Wout versuchen muss, Tadej in die Suppe zu spucken. Das wird mitnichten babyeierleicht. Und ist zum Schreien gemein! Van harte beterschap, Sweet-Aert!

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Alto, alto, alto

Beim Giro Donne steht heute die Königinnenetappe an: hinauf auf den Colle delle Finestre, über Schotter und auf der Jagd nach Anna van der Breggen, die trotz Sturzes im Maglia Rosa blieb und Demi Vollering und Antonia Niedermaier (!) bisher auf die beiden anderen Podiumsplätze verweisen konnte.

Und endlich mal gute Nachrichten: Nur drei Wochen nach der Vuelta Femenina gleich wieder den Giro Donne fahren? Daraus wird im nächsten Jahr endlich nix mehr.

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Ganz von allein ist die UCI allerdings nicht drauf gekommen, dafür brauchte es sicher den offenen Brandbrief (Vision for a Stronger Future for Women’s Cycling), der sie Anfang Mai von The Cyclists’ Alliance (TCA) erreichte und in dem die Fahrerinnenvertretung unter vielem anderen zu Recht die Taktung der Rennen beklagt und die Terminierung der Vuelta Femenina in den Herbst gefordert hatte, analog zu den Männern. Dafür also: check! Ob sich die UCI aber mit den anderen Forderungen (ein paar davon hier) beschäftigen wird: ähem.

Calabria magica

Was für Aussichten für den Giro d’Italia 2026: Nach schon vielen Küstenkilometern gestern startet die 5. Etappe heute im kalabrischen Praia a Mare direkt am Thyrrhenischen Meer. Wunderwunderschön nicht nur von Süden

…sondern auch von Norden gesehen ein Traum von monti e mare, fast unwirklich wie gemalt, ob nun auf dem Fahrrad oder im bagno. Einfach nur seufz.

Aus Rot wird Rosa

Während heute die Vuelta Femenina in die asturischen Berge fährt, wo sich morgen schon entscheiden wird, wie lang die 12 Sekunden Rückstand von Franziska Koch auf Lotte Kopecky im roten Trikot letztlich wirklich sind…

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…geht es schon los mit dem nächsten spettacolo: Der 109. Giro d’Italia startet heute! Diesmal in Bulgarien, bis es nach 3 Etappen und einem Reiseruhetag am Dienstag im kalabrischen Catanzaro einheimisch wird. Noch bis zum 31. Mai regiert dann also wieder Rosa: Lo adoriamo!!!