Archiv für die Kategorie „Stadtplanung“

Nicht, dass es heißt, wir hätten nicht Bescheid gesagt…

Nun also auch bei Fahrrädern nicht nur die inzwischen üblichen Lieferkettenunterbrechungen, späten Lieferungen, Aufschläge für Logistik undundund: Chipmangel. Für uns aber gilt: Sie waren lange bestellt – und kamen tatsächlich an, die brandfrischen E-Bikes – mit Chips und allem! Wer also auf der Suche nach einem motorisierten Lastenrad sucht und es zu gerne überhaupt noch kriegen möchte: rumkommen und probefahren. Zum Beispiel das Bergamont E-Cargoville LT Edition von 2022 als neuesten Zugang der at-Familie: .

Bergamont E-Cargoville LT Edition von 2022 bei at Fahrräder in Lübeck

Macht’n schlanken Fuß!

Bergamont E-Cargoville LT Edition von 2022 bei at Fahrräder in Lübeck

Was Bergamont sagt: zuverlässiger, solider Alleskönner. Ergänzt also: stabil! 190 Kilo sind insgesamt erlaubt – bei 37,2 Kilo Fahrrad also viel Rest. Zum Beispiel für bis zu 2 Kindersitze inklusive Mensch/en! Selbst bei voller Beladung souverän und komfortabel unterwegs, mit robustem Cargo-Rahmen und tiefem Schwerpunkt. Und für noch längere Touren ist ein zusätzlicher Akku nachrüstbar.

Bergamont E-Cargoville LT Edition von 2022

  • multifunktionaler E-Cargo Longtail-Rahmen: 26″, lite AL-6061 Rohrsatz, Heavy-Duty Gepäckträger vorne und langer Gepäckträger hinten
  • Bosch-Motor: Bosch Performance Line Cruise, 3. Generation, 250 W, 36 V
  • Akku: Bosch PowerPack, covered, 36 V Li Ion, 500 Wh
  • Schaltung: Shimano XT/Deore 1×12-Kettenschaltung mit breiter Gangabstufung
  • Gabel: BGM verstärkte CrMo-Starrgabel, Tapered
  • hydraulische Scheibenbremse Shimano BR-MT420BreMagura MT30
  • mehr Ergonomie durch Syncros Capilano Trekking Sattel mit Memory Foam und Ergon GP10 Schraubgriffe
  • Vorbau: BGM Cargo, einstellbar
  • praktisches und erweiterbares Trägersystem vorne und hinten: BGM custom Carrier, mit Atran AVS-System & Easy Fit Window für Thule Yepp (hinten)
  • deshalb Montage von bis zu zwei Thule Yepp Kindersitzen möglich!
  • stabiler, faltbarer Zweibein-Hauptständer für sicheres Abstellen
  • komfortabler Schwalbe Super Moto-X Reifen mit Greenguard
  • LED-Beleuchtung: vorne B&M Myc, 50 Lux, hinten B&M Toplight 2 C
  • Farbe: mattes Anthracite
  • Gewicht: 37,2 Kilo
  • zulässiges Systemgewicht: 190 Kilo
  • kostet 3.999 Euro

Wer hat’s erfunden?

Okay, man wundert sich schon, welche hohen Kosten für neue oder zu sanierende Fahrradwege so aufgerufen werden… Aber abgesehen von der Notwendigkeit vons Janze: Dass neuerdings Überlegungen auftauchen, die Radfahrenden an diesen staatlichen Ausgaben zu beteiligen, wie ja auch Auto-Leute über Steuern u.a. für den Straßenbau zur Kasse gebeten werden, ist absurd! Schön und argumentativ unterfüttert nachzulesen bei spiegel.de anlässlich des Vorstoßes in der Schweiz, wo eine von 45 Politiker*innen unterstützte Gesetzesinitiative gerade anpeilt, Radelnde mit Hilfe einer Fahrrad-Vignette an den Infrastrukturkosten für den Veloverkehr zu beteiligen.

Ein paar Stichworte:
Steuern sind nicht zweckgebunden, auch nicht Kfz- und Energiesteuer – Steuern gehen an den Bund, die Radwege bauen und betreuen die jeweiligen Bundesländer – die Energiesteuer auf Sprit wird zwar kommunal verteilt, fließt aber in große Infrastruktur-Vorhaben (Radwege zählen bei aller Aufwendigkeit selten dazu) – 2022 werden von 18 Milliarden (!) Euro, die laut Bundeshaushalt der Verkehrsinfrastruktur insgesamt dienen, 17 Milliarden zur Hälfte Straßen und Schienen, rund 1 Milliarde ist für Wasserstraßen eingeplant; errechne den Rest… – auch die 2020 bis 2023 bereitgestellten knapp 1,5 Milliarden Euro für die Fahrradförderung des nehmen sich daneben bescheiden aus!
Spiegel-Autor Jürgen Pander weiß außerdem: „Nach Ansicht mancher Fachleute wären wohl ohnehin Zuschüsse für Radfahrer eher angezeigt als Abgaben“. Schon 2019 wies nämlich eine schwedische Studie nach, dass jeder Kilometer, der mit dem Auto zurückgelegt wird, „gesellschaftliche Kosten – etwa durch Unfälle, Schadstoffausstoß, Lärmbelastung – von rund 11 Cent verursacht“. Viel, viel besser und auf der Haben-Seite steht das Radfahren da: Pro Kilometer entsteht ein „gesellschaftlicher Gewinn von 18 Cent“! (Für jeden Zu-Fuß-Kilometer wurde dar ein Plus von 37 Cent errechnet).
Und wieso das alles? Ich zitiere: „Fahrradfahren und Zufußgehen seien erheblich umweltschonender, platzsparender, gesünder – und mithin vorteilhafter für die Gesellschaft insgesamt.“
Und jetzt kommst du!

Kompakt und kantig: Das QiO EINS A-8 ist da!

Der nigelnagelneue Spross der Hoya-Schmiede ist gelandet: statt Kompakträder anderer Hersteller zu vertreiben, hat Hartje eine eigene Marke dafür entwickelt. Die QiO-Kompakträder gibt’s in 5 Modellen und in 8 Farben – bei uns steht ein „QiO EINS A-8“ in elegantem Lead Metal, das durch den kantigen Rahmen so robust wie eigenwillig wirkt. Lenker, Sattel & Pedale sind zackbumm einfaltbar. Spart Platz, geht ab, macht Spaß!

aus klein mach noch kleiner… (Quelle: Hartje)

QiO EINS A-8 – Kompaktrad mit Power

  • Rahmen: QiO Bosch Alu-Rahmen mit Alu-Gabel
  • Rahmengröße: One size, nämlich 47 cm
  • Schaltung: 8 Gänge, Shimano Nexus, mit Rücktritt
  • Bremsen: Scheibenbremsen TRP HD-EU817
  • Motor: Bosch Active Line Mittelmotor, 40 Nm, 36 V, 250 W
  • Akku: Bosch PowerPack 400 Wh
  • Gepäckträger: eigens entwickelter QiO MIK-HD Systemträger
  • Farbe: Lead Metal
  • zulässiges Gesamtgewicht: 140 Kilo
  • kostet 2.899€
Neu bei at Fahrräder, Deinem Fahrradladen in Lübeck: das Q

Downtown

Jaaaa, die ganze gesponserte Radvideoszene nervt – aber hier geht es wenigstens nicht um die rosa Brause eines Multimillionärs, sondern über die kolumbianische Version einer Pop-up-Bikelane. Anschnallen! Es geht bergab!

Da geht doch noch was

Nicht E-Autos werden die Verkehrswende zum Guten bringen – Öffis und Fahrräder sind die Lösung! Immerhin etwa ein Fünftel der in Deutschland anfallenden Treibhausgasemissionen stammen aus dem Verkehr, insbesondere aus dem „MIV“, dem „motorisierten Individualverkehr“. Und obwohl gefühlt seit Jahren tausendmal so viele Leute auf dem Rad unterwegs sind, hat sich laut aktuellem Energiewendebarometer 2021 der KfW-Bank der Anteil an Fahrradfahrten nur minimal erhöht: von 6,2% anno 2002 auf 6,4% in 2017. Öffis kletterten zwar auf einen Anteil von 18,8% (2002: 14,2%) – aber knapp 75% der Strecken werden im MIV bewältigt.
Um mal die Dimensionen klarzumachen: Im selben Zeitraum stieg die Summe der im MIV mehr zurückgelegten „Personenkilometer“ um 10%. 43 Millionen Fahrzeuge legten anno 2017 also 240 Millionen Personenkilometer mehr zurück als 15 Jahre zuvor. 2020 lag die Auto-Mensch-Quote in Deutschland bei schon 580 zu 1000, das sind durchschnittlich rund 1,14 Pkw pro Privathaushalt…

© wal_172619 bei Pixabay
Untypisch – aber schööön! (Bild: wal_172619 bei Pixabay)

Dass nun nicht alle Menschen vom Auto auf Rad oder Bus/Bahn umsteigen können und müssen, ist klar. Das lässt sich auch nicht durch mehr und bessere Radwege, regelmäßige (Land) und günstigere (Stadt) Öffi-Linienführung oder E-Bikes für alle erreichen. Aber dass die Fraktion der renitenten Auto-Maniacs laut der aktuellen „Verkehrswende“-Studie mehr als ein Drittel ausmacht: mindestens erstaunlich! Und trotzdem titelte der Spiegel dazu „Fahrrad statt Auto – auch auf dem Land möglich“. Denn immerhin knapp 66% der Befragten gaben an, sich einen Wechsel von Chaise auf Drahtesel vorstellen zu können, und da ist es auch egal, ob sie auf dem platteren Land oder in städtischeren Gegenden wohnen. Was es dazu brauchte:


Ergebnisse der Verkehrswende-Umfrage der KfW bei at Fahrräder, deinem Fahrradladen in Lübeck
Zitat aus der KfW-Auswertung zur Verkehrswende

Das ließe sich doch mal schön auf die Agenda der neuen Regierung packen – die muss nun schließlich ganz ohne die Expertise eines Andreas Scheuer auskommen und lässt angesichts des koalitionsinternen Werte-Spielraums insbesondere zwischen Gelb und Grün ohnehin eher ein verkehrspolitisches Taktieren befürchten. Also: Die KfW hat immerhin 4000 Leute gefragt, das ist mehr als repräsentativ. Und sie weiß auch: in der Regel gering besetzte Pkw bleiben energetisch ineffizient, ob mit oder ohne Akku. Hingegen stößt ein Nahverkehrsbus pro Personenkilometer immerhin nur rund die Hälfte der Pkw-Treibhausgasemissionen aus. Sogar ein Pedelec verbraucht laut einer Studie vom Umweltbundesamt (UBA) für eine Strecke von 10 km nur so viel Energie, wie es braucht, um 0,7 Liter Wasser bei Raumtemperatur zum Kochen zu bringen. Die zur Stromerzeugung anfallenden Luftschadstoffe betragen noch dazu nur ein Bruchteil dessen, was Verbrennungsmotoren ausstoßen. Und die Akkus? Sie belasten das Klima laut UBA in der Herstellung und Entsorgung mit 22-30kg CO2-Äquivalenten (CO2eq). Vergleicht man das mit 21,5kg CO2eq pro 100 km aus eingesparten Pkw-Kilometern, sind im Vergleich zum Verbrenner bereits nach 100 Pedelec-Kilometern die Treibhausgasemissionen des Akkus beglichen. (Das Akku-Rohstoff-Dilemma bleibt natürlich bestehen, aber bei der CO2eq-Rechnung unbeachtet)
So. Und ein Fahrrad mit ohne Motor? Belastet das Klima-Konto ausschließlich dann, wenn es hergestellt, und in ungleich geringerem Maße, wenn es ggf. entsorgt wird. Dazwischen liegt ein Fahrradleben in reiner Klimaneutralität, gefüllt mit frischer Luft, guter Laune, gefütterten Muskeln, gestärktem Herz-Kreislauf-System, unmittelbarem Erleben von Landschaft und Leuten, Unabhängigkeit von Fahrplan und/oder Parkplatzsuche, wachsender Zuneigung – und wettergerechtem Kleiderwechsel ma sagen. Die perfekte Verbindung von Vernunft und verliebt. So nämlich!

Carlos Daniel on Wunderstock
Besser geht’s doch gar nicht (Bild: Carlos Daniel bei Wunderstock)

Geht langsam los…

At Fahrräder freut sich über das Fahrradparkhaus am Bahnhof! Wird zwar lange nicht für alle Räder reichen, deren Besitzer:innen sich jetzt schon um die Abstellbügel prügeln müssen, aber immerhin: Nur noch drei Jahre, dann werden wenigstens 500 von ihnen warm und trocken und ungeklaut im Parkhaus stehen können. Umsonst leider nicht, aber wohl für 100 Euro jährlich bzw. einen Euro pro Tag.

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Wahlfreiheit

Was haben sie gelacht über die Lastenradbezuschussungsdebatte und sie schon zum Veggie-Day-Desaster hochgeschrieben, die Polit- und Glossen-Profis… Aber was, wenn die Zukunft des Fahrrades denn doch kein Gedöns, sondern für manche sogar eine auch wahlentscheidende Frage ist?

Wahlfreiheit am Sonntag zur Zukunft des Fahrrades, mit einem Bild aus Gaeta von N. Kossel für At Fahrräder, deinen Fahrradladen aus Lübeck in der Innenstadt

Dann lohnt für Sonntag eben auch ein Blick auf das, was sich die aktuell im Bundestag vertretenen Parteien so Konkretes für den individuellen Verkehr auf 2 bis 4 Rädern vorstellen:

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Freie Fahrt! Also bald! Bestimmt vielleicht!

Bis 2030 will Andreas Scheuer aus Deutsch- ein Fahrradland machen. Viel Glück wünscht „Der Spiegel“, gewohnt wohltemperiert abgewogen schreibt zeit.de drüber – etliche Zweifel hat die SZ. Und wer nur will ihr das verdenken??? Sicher nicht die taz – O-Ton: „Gut gebrüllt, Scheuer!“. Wir sind gespannt aufs Echo.

Wo nochma sind da genau all die Räder der Zukunft eingeplant??? (Bild von Valentin Baciu auf Pixabay)

Und es geht doch: Einen unter Schalke! Oder: Willst Du Lübeck oben sehen…

…lies nicht die neue Fahrradklima-Umfrage und ihre Ergebnisse bei Städten zwischen 200.000 und 500.000 Leuten:

Screenshot der Studie von https://fahrradklima-test.adfc.de (Link zum Städte-Ranking)

Der ADFC hat im letzten Spätherbst und Frühwinter 2020 nach zwei Jahren wieder die Fahrradfahrsituation abgefragt; diesmal bei insgesamt 230.000 Menschen in 1.024 Städten und Gemeinden. Die dabei ermittelte „Fahrradfreundlichkeit“ wurde in einer Spanne von 1 bis 6 bewertet und liegt deutschlandweit bei 3,9 – genau wie 2018. Keine Verbesserung also und weiterhin knapp vor „ausreichend“.

Lübeck steht mit einer 4,30 sogar noch schlechter da als der Durchschnitt. Und das sind die Fragen, die hier von 1.238 Leuten beantwortet wurden:

Screenshot der Studie von https://fahrradklima-test.adfc.de (Link zum pdf, S. 34)

Und so sehen die konkreten Durchschnittsbewertungen für Lübeck aus:

Screenshot der Studie von https://fahrradklima-test.adfc.de (Link zum pdf, S. 1)


Schneller durch die Stadt…

…auf Strecken zwischen einem und 4,5 Kilometern: nur mit dem Rad! Weil das Umweltbundesamt halt Bescheid weiß (:

https://www.umweltbundesamt.de/bild/wegevergleich-von-tuer-zu-tuer-im-stadtverkehr

Anschrift

at Fahrräder
Beckergrube 63
23552 Lübeck

Tel. : 04 51 – 798 22 68

Öffnungszeiten

Beratung, Reparatur, Verkauf:

Mo. + Mi. – Fr. 10.00 – 14.00 und 14.30 – 19.00 Uhr

Di. 10.00 – 14.00 Uhr (nachmittags geschlossen)

Samstag 10.00 – 14.00 Uhr

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