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Kategorie: Allgemein

Und es ward Lichtgold

Sehr viele Menschen mit sehr viel Fahrradsachverstand behaupten regelmäßig, die Farbe eines Fahrrades sei doch nun wirklich zweitrangig, gemessen an der Bedeutung von Material, Ausstattung, Gesamtidee. Und natürlich stimmt das alles und ist rein rational unmöglich zu kontern – aber andererseits: Dass ich heute noch weiße Fahrräder liebe, hat viel mit dem tief empfundenen, frühen Neid auf den Nachbarsjungen mit den Wuschelhaaren zu tun, dessen Name mir längst entfiel, dessen weißes Fahrrad mit den grünen Applikationen und den Puscheln am Lenker ich aber nie vergessen werde.
Emotionen, Baby! Die frappante Ad-hoc-Wirkung von Colorität! Die universelle Sprache der Farbe! Unmittelbarer kann ein Fahrrad doch an allem Sachverstand vorbeigefühlt nicht wirken. Deshalb sei hier mal die breite Palette an Farben von „Böttcher“ gewürdigt. Allein schon, was die aufpreislosen Varianten angeht, in matt oder glänzend – die reine Vielfalt:

Und deshalb sei hier außerdem mal ein aktuelles Edelmetall-Exemplar gewürdigt, das wir gerade zusammenstellten: Ein Trekkingrad in Anglaise-Form, das Böttcher Safari in reinem Lichtgold, mit silberergänzender Ausstattung in strahlendem Zusammenspiel:

Das Safari ist wie immer bei Böttcher nicht nur konfigurierbar, was die Farbe des Stahlrahmens angeht, sondern auch hinsichtlich aller Komponenten. Und das ist hier gesamteindrücklich glänzend gelungen!

Trekkingrad Böttcher Safari Anglaise in Lichtgold

Trekkingrad Böttcher Safari Anglaise in individueller Konfiguration

  • emblemfreier Cromolly-Stahlrahmen in Anglaise-Form
  • Farbe: Lichtgold (pulverbeschichtet)
  • 1-1/8-Zoll Vorbau gesteckt (höhenverstellbar)
  • Shimano Nexus 8-Gang-Nabenschaltung mit Freilauf
  • B&M Scheinwerfer Lumotec IQ-XS N plus (80 Lux)
  • silberfarbene Alu-Schutzbleche
  • silberfarbener Alu-Gepäckträger Standwell
  • silber polierte Alu-Felgen Ryde Zac 2000
  • Bereifung: Schwalbe Marathon

Veritable Vitess-Varianten

Zweimal Scotts Allround-Urban-Fahrrad „Vitess“ in Trapezform – zweimal leichter Alu-Rahmen mit starrer Alu-Gabel, zweimal wendiges und quicklebendiges Fahren samt aufrechterem, bequemem Sitzen mit anpassbarer Position durch den verstellbaren Vorbau, dazu straßen- und tourentauglich mit Schutzblechen und plietschem Gepäckträger mit Snapit-System für komplikationslos Korb rauf und runter. Und der leichtläufigere Nabendynamo sorgt auch an nun kürzer werdenden Tagen auch im Stand noch für satte Beleuchtung.
Beim Antrieb gehen die Vitess-Schwestern ihren eigenen Weg:
Das Vitess 15 ist mit einer Shimano-Nexus-Nabenschaltung (mit 8 Gängen) unterwegs, die mit einem Gates-Riemen angetrieben wird – gut gegen Witterung und Verschleiß geschützt und damit reich an Wartungsarmut.

Scott Vitess 15 mit Nabenschaltung und Riemenantrieb

  • leichter Alurahmen ultra lite AL-6061
  • Farbe: „Silk Blue“
  • starre Alugabel
  • verstellbarer Vorbau
  • Shimano Nexus SG-C6001 8-Gang-Nabenschaltung
  • Riemen: Gates CDN 118T
  • Shimano-Scheibenbremsen BR-MT200, 2 Kolben
  • LED-Beleuchtung mit Nabendynamo und Standlichtfunktion
    -> vorne: Trelock LS805ST mit 60 Lux
    -> hinten: AXA Juno Steady
  • Racktime-Gepäckträger SNAPIT 2.0 (Traglast: 25 kg)
  • Schwalbe Marathon Performance-Reifen GreenGuard
  • kostet 1.399 Euro


Beim Vitess 25 bietet die Shimano Acera mit 2×8 Gängen etliche und feinere Abstufungen mehr, ist jedoch eine klassische Kettenschaltung. Die Beleuchtung vorne ist auf 45 Lux begrenzt (statt 60 wie beim Vitess 15) und die Bereifung ist keine Marathon-Ausführung – das zusammen sorgt dann eben auch für einen aparten Preis bei so viel Allround-Komfort.

Scott Vitess 25 mit Kettenschaltung

  • leichter Alurahmen ultra lite AL-6061
  • Farbe: „Dogwood Pink“
  • starre Alugabel
  • verstellbarer Vorbau
  • Shimano 2×8-Gang-Kettenschaltung Acera RD-M3020
  • Shimano-Scheibenbremsen BR-MT200, 2 Kolben
  • LED-Beleuchtung mit Nabendynamo und Standlichtfunktion
    -> vorne: AXA NXT45 mit 45 Lux
    -> hinten: AXA Juno Steady
  • Racktime-Gepäckträger SNAPIT 2.0 (Traglast: 25 kg)
  • Schwalbe-Reifen Energizer Active Plus
  • kostet 999 Euro

Scott Vitess 25 als 2027er-Modell: aktuelles Urban-Fahrrad mit 16-Gang-Kettenschaltung

Woo-hoo, was’n Wout!

Mühsam nährt sich, wer ein Rockstar werden will – wer weiß das besser als der alte Fuchs Wout van Aert??

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Van harte gefeliciteerd zum 32. Geburtstag! Und zu zwei Vuelta-Etappensiegen! Und zum offiziellen grünen Sprinttrikot! Und zum Gewinn vom informellen, aber heiß begehrten Premio a la combatividad! Und überhaupt:
Love is in the air für den 15. September!

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Dickes C again: das neue Colnago V4

Der neue Streich aus der Klassikerschmiede: Das Colnago V4 aus 2026, designt vom selben Team, das auch die V4Rs-Modelle für den Profirennradsport entwickelt hat. Mit einem Monocoque-Rahmen, desse Carbon-Layup und Geometrie noch einmal aerodynamisch und fahrpraktisch verbessert wurde. Das kürzere Steuerrohr und die dafür längere Gabel machen diesen Allrounder noch intuitiver fahrbar. Ein Rad, das raus will, statt dekorativ an der Wand zu hängen. Das war als 2025er in Himmelhellblau ja schon schön – aber jetzt allein schon dieses Rot: einfach anspringend. Auffordernd. Ansteckend. Blaumachen is nich!

Rennrad Colnago V4 – glänzend!

  • Monocoque Carbonrahmen aus Colnagos V4-Serie
  • Rahmenhöhe: 53cm
  • in schillerglänzendem Rot alias VDRD
  • Lenker-Vorbau-Einheit Colnago CC.01 aus Carbon
    mit integrierter Kabelführung
  • Carbon-Gabel
  • dank konkaver Kettenstreben mit bis zu 30mm-Reifen fahrbar
  • elektronische Schaltung von Shimano: 105 R7170 Di2 Disc
  • mit 2×12 Gängen
  • Übersetzung: 50-34 zu 11-34
  • Carbon-Sattelstütze
  • Carbon-Laufräder Vision SC 45 Disc
  • Bremsen: Shimano 105 R7170
  • Reifen: Pirelli P7 Sport (Breite: 28 mm)
  • kostet 5.200 Euro

La Vuelta: Klettern, klettern, klettern

Gigantismus Hilfsausdruck: Die letzte Grand Tour dieses Jahres steht an, und diese Vuelta a España wurde sicher nicht von einem Sprinter entworfen – rund 58.000 Höhenmeter auf 3.275 Kilometern in 21 Tagen, und das zu Beginn in Monaco und dem französischen Südwesten mit Andorra-Abstecher, bevor es von Spaniens Osten immer weiter gen Südwesten geht, wo es all die bergigen Karggegenden zu bewältigen gilt, in denen noch dazu die Temperaturen den Bergziegen und Classement-Spezis gleichermaßen die schnellen Beine und besten Taktiktricks zu dehydrieren drohen…

La Vuelta a España startet in Monaco und windet sich sehr bergereich durch den Süden und Südosten Spaniens mit Ausflügen nach Frankreich und Andorra
La Vuelta a España 2026: nix Norden! (© Bild: https://www.lavuelta.es/en/overall-route)

Das große Klettern potenziert sich nochmal an den letzten beiden Tagen: La etapa reina in der Sierra Nevada am 12. September – und el gran final am letzten Tag hat sich den Namen redlich verdient: Rauf zur majestätischen Alhambra über die Anstiege der Altstadt Granadas, bis dann beim río Genil flussendlich Schluss ist. Wer auch immer dann immer noch dabei sein sollte, zumal ganz vorne: ¡Felicidades!

La Vuelta de España endet 2026 in Granada und erklettert dabei auch die majestätische Alhambra, die über der Stadt thront
Blick von der Alhambra über Granada: El gran final am 13. September (Bild: Francisco Rodriguez, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons)

Alle Etappen mit Kurzbeschreibungen finden sich bei radsport-news.com – und Eurosport, wo es wieder Livebilder auch mit ohne Bezahlen gibt, lässt uns jeden Tag per Animation nachvollziehen:

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Gravelnd ins Abenteuer rennen – mit dem Basso Palta III

Da seufzen Oldschooler zu Recht, dass die erst ein paar Jahre alte Kategorie „Gravelbike“ gerade noch weiter ausdifferenziert wird: Soll es Adventure sein? Oder doch lieber mehr Race? Offroad oder Asphalt? Baumwurzelholprig oder teerglatt? Basso lässt sich von solchen Branchen-Hypes wenig nervös machen. Denn Basso hat das Palta! Und das ist in der nunmehr dritten Generation noch authentisch universeller graveliger, als es schon das Palta II war.

Der in Italien handgefertigte Carbon-Rahmen ist nochmal leichter geworden (unter 1 Kilo in Größe M) und hat nun ein integriertes Stauchfach mit Carbon-Abdeckung im Unterrohr, die Reifenfreiheit wurde auf bis zu 52 mm vorne und 50 mm hinten erweitert, und das UDH-Schaltauge macht nicht nur das Ersatzteilbeschaffen und das Umrüsten auf andere Schaltkomponenten leichter, sondern ist so konzipiert, dass es sich bei Malaisen nach hinten wegdreht. Was Diversifizier-Spezis als „von allem ein bisschen“ vorkommt, ist bei Bassos Palta III gut durchdachte Methode: Wer sich für ein Gravel-Rad entscheidet, soll nicht dazu gezwungen werden, in Extremen zu denken.

Wer sich aufs Graveln einlässt, will gerade für längere Touren mehr Gepäck-Lösungen als bei einem klassischen Rennrad und auch in unwegsamerem Gelände nicht auf Komfort und Bodenfreiheit verzichten – aber möchte eben auch auf Straßenpassagen schneller unterwegs sein, als es ein dafür konzipiertes Offroad-Hardtail erlauben würde. Mit der aerodynamischen Optimierung des Palta-III-Rahmens hat Basso zwar den Renn-Gedanken ausgebaut, aber dabei Ausflüge ins Abenteuer abseits best ausgebauter Radreisestrecken mitgedacht. Wo andere sich in eine hoch spezialisierte Nische reinkonzipieren, sagt Basso: als ob! Fahr los, probiere aus, konfiguriere individuell – tu es einfach!

neues Gravelbike: das Basso Palta III

  • neu designter Carbon-Rahmen (hier: in XL)
  • mit integriertem Staufach
  • Lackierung: Carbon Chrome
  • UDH-fähig
  • Carbon-Gabel Palta III
  • elektronische Schaltung von Shimano: GRX Di2 825 (2×12 Gänge)
  • Bremsen: Shimano GRX 825
  • Fulcrum Soniq Carbon-Laufräder
  • Lenkervorbaueinheitet Levita
  • Bassos 3B-Klemmsystem der zweiten Generation
  • superleichter Trinkflaschenhalter von Basso

Hello again

Wir sind wieder da und hatten Sonne im Gepäck… Kommt rum! Wir freuen uns!

John Buono

Gestern noch beim Giro weltweit im TV…

…heute schon wieder am Stärken für die nächste Bergetappe…

…die essatamente jetzt beginnt, wenn auch „nur“ zu dritt (;

Jippie, andiamo!

Sonnige Grüße – Euer Team von at

Vuelta Femenina 2026: einmal durch Españas Nordwesten

Nach dem Sensationserfolg bei Paris–Roubaix fährt Franziska Koch auch bei der heute in Galicien gestarteten Spanien-Rundfahrt ganz vorne mit…

…Platz 3 auf Etappe 1 bedeutet dank Zwischensprintsieg Gleichstand im Gesamtclassement mit Erstetappensiegerin Noemi Rüegg, die sich im Bergaufsprint klar durchsetzen konnte.

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Bis Samstag noch läuft La Vuelta Femenina – und bei Eurosport 1 gibt es immerhin ein paar Free-TV-Slots. Am allerspannendsten am Freitag und eben Samstag, wenn Asturiens Bergankünfte schocken und locken: Etappe 6 endet in Les Praeres de Nava (12,9 % auf 3,9 km), und am 9. Mai geht die Rundfahrt mit der 7. Etappe auf dem Angliru zu Ende, wo es 12,4 km mit 9,7% Steigung zu bewältigen gilt. ¡Caramba!

Da is Musike drin

Auf zum vorletzten Monument des noch jungen Jahres: Bei Liège-Bastogne-Liège verabschiedet sich der Fahrrad-Zirkus am Sonntag vom belgischen Herz der Ardennenklassiker. Und Roubaix-Roi Wout van Sweet-Aert (Daumen sind gedrückt!) wird wieder angreifen, um das letztjährige Podium von „La Doyenne“ durcheinanderzuwirbeln…

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…während die Handmade-in-Italy-Connaisseure dabei vergeblich darauf hoffen werden, Pogi auf dem brandneuesten Fatto-a-mano-in-Italia-Streich seines Ausstatters pedalieren zu sehen.
Das gerade vorgestellte Colnago C72 ist eben kein profirennendes Y1 und soll in komfortablerer und Alles-inklusive-Manier eher ambitionierte Überall-Tourende schmücken. Entweder als eines von 3000 in Italien handgefertigten bici da corsa…

…oder sogar als eines von nur 72 manufakturierten Sondermodellen „Colnago C72 La Scala“, erinnernd an Milanos legendäres Opernhaus, errichtet anno 1778 und damit immerhin 114 Jahre älter als Lüttich-Bastogne-Lüttich, übrigens:

Ästhetisch reinste Augenweiden (Hilfsausdruck), monetär gesehen echte Herausforderungen: als „Normal“-Modell erhältlich ab 14.200€, im La-Scala-Look ab 23.800€.
Also ab auf die Schatzsuche und das Sparschwein füllen…