Van harte gefeliciteerdzum 32. Geburtstag! Und zu zwei Vuelta-Etappensiegen! Und zum offiziellen grünen Sprinttrikot! Und zum Gewinn vom informellen, aber heiß begehrten Premio a la combatividad! Und überhaupt: Love is in the air für den 15. September!
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Nachdem letztes Jahr schon Mario K. den Mont Ventoux erkletterte, nahm auch Webmaster Christoph gerade die Strapazen der kahlen Rampen der Provence auf sich, die heute den Profi-Femmes blühen: Die wird ja langsam zur at-internen Hausstrecke! Für Christoph ging es abends von Malaucène aus in den Sonnenuntergang, und dann in aller Frühe von Bedoin und von Sault…
…bis zur letzten Auffahrt komplett alleine – wow Hilfsausdruck – bis die beiden Mitradlerinnen kamen und ihn den Anstieg von Sault „begleiteten“. Eine immer voraus, dann etwas wartend, ihre Freundin locker gut 200 Meter wieder an ihm vorbeischiebend. Dieses Spiel lief dann in Dauerschleife die gesamten 20km bis zum Gipfel, selbst die 20% an der finalen Rampe…
…was heute bei den Profis sicher nicht so laufen wird. Das war dem glückshormongefluteten Christoph aber piepe: „Ein echtes Highlight meiner zügig verblassenden Radsportkarriere“. Letzteres ist sicher übertrieben, aber Ersteres zuuu schön! Noch ist hier gar nichts vorbei, das ist anderen vorbehalten…
Man stelle sich vor, die Rennradprofis von heute würden sich am Samstag im Overtourism-Hotspot Barcelona unters Festivitäten-Volk beim Grand Départ der Tour de France mischen und den Klängen der katalanischen Gaitas lauschen und dabei so rilassante und gentile drein- und ausschauen wie noch Fausto Coppi und Gino Bartali es taten beim Tour-Start am 27. Juni 1952in Brest. Undenkbar, ganz einfach.
Fausto und Gino in der Bretagne: Grand Départ mit Musike drin anno 1952 (Foto: public domain via Wikimedia Commons; Quelle: Miroir Sprint du 27/06/1952)
Aber selbst im zufallsminimierten 2026, in ihrer so übermenschlich technisierten, keimfreien, ernährungs- und trainingsplanerisch perfektionierten und aufs Höchste überraschungsärmeren Version ist und bleibt die Tour de France nun mal …äh… die Tour de France. Punktum! Vom 4. bis 26. Juli geht es also diesmal für die Männer in 21 Etappenüber insgesamt 3.333 Kilometer und 54.450 Höhenmeter von Barcelona bis nach Paris. Mann inne Tünn! Obwohl: Im Jahre 1952 bei Coppis Gesamtsieg und Bartalis 4. Platz waren es 4.898 Kilometer in 23 Etappen – und die allerletzte am 19. Juli führte von Vichy nach Paris. Über 354 Kilometer. Unfassbar, ganz einfach.
Und dennoch: Ärgern wir uns nicht über all die Stunden, die wir in den drei Wochen ab Samstag vor dem Fernseher statt im Freibad verbringen werden, gefangen zwischen Faszination und Widerwillen angesichts einer Show, von der wir zu Recht argwöhnen, sie werfe leistungsmedizinsportlich hergerichtete Menschen dem Spektakel zum Fressen vor. Mit einer Streckenführung, die zwar nicht mehr viel mit den überlangen Etappen von 1952 zu tun hat, aber dennoch strotzt vor Zumutungen: Ganz zum Schluss nochmal der doppelte Alpe d’Huez samt Galibier?! Da hätte selbst Alpe-d’Huez-Tour-Etappen-1952er-Premiere-Obsieger Coppi sanft das weise Haupt zu einem tadelnden Schütteln geneigt. Na gut, und dann wäre er vermutlich trotzdem los- und raufgefahren, mit wessen Hilfe auch immer.
…ist ja sogar noch Luft nach oben, was Verschnellerung und Alltagsverzauberung angeht:
Da war Scott selbst viiiiiel zurückhaltender mit offiziellen Angaben:
Jaaaa, na claro, bisschen schief: einmal Labor mit internem Vergleich und einmal Praxistest mit Contest „alte Bergzeige“ gegen „mein brandneues Aero-Bike“ – aber es zählt eben das, was auf der Straße passiert. In echt also, mit diesem pfeilschnellen Gefühl von bis zum Sonnenuntergang. Wundervoll! Ride on, Mr. K.!!
Schon das Colnago V4 konnte seine Rasanz nur mühsam verbergen, aber das Nachfolgemodell Colnago V5Rs hat nicht nur einen nahezu 150 Gramm leichteren Carbon-Rahmen, sondern wurde auch insgesamt auf Aerosuperdynamik hin mit einer schmaleren Frontfläche neu konstruiert. Das macht Bergziegen genauso glücklich wie Windkantenbrecher. Oder um es etwas alltagsferner, aber von Colnago offiziell dürchgerechnet auszudrücken: bei 50 km/h spart das rund 9 Watt Leistung!
Auch dies klassisch schwarze Bici da corsa hat seine bunte Design-Geschichte: Mit CFD-Simulation(Computational Fluid Dynamics) wurden Luftstromverhältnisse im Windkanal gemessen und uns farblich dargestelltauf Colnagos V5Rs-Seiten:
Puuuuh, aus Versehen nur ein paar Minuten der noch immer online stehenden Live-Übertragung der Cycling-E-Sports-WM von neulich in einer Mehrzweckhalle in Abu Dhabi geguckt, wo auch Pensionär Peter Sagan vorbeischaute (Antiwerbung Hilfsausdruck), weil die Süddeutsche mir den Seriensieger/-podiumserkletterer Jason Osborne näherbrachte – das ist ja wirklich g.r.a.u.s.e.l.i.g. Also Respekt und Sport bestimmt auch und alles, aber ganz ehrlich. Indoor-Cycling vorm Blue Screen mit Avataren auf Monitoren, und dann gucken da Leute zu und drumrum lockt Saudi-Arabien mit ohne Radfahrende?? Schnell damit beruhigt, dass am Wochende endlich der Cyclocross-Weltcup losgeht, mit wirklich draußen und mühseligem Gelände, ein bisschen No-Pro-Atmo öfter wegen all der verfrorenen Quatschfans, die viel schlechtes Bier trinken und sich mit schiefen Gesängen und Quatschselfies warmhalten – und das alles in einer echten Welt und zum Anfassen. Und das war früher schon besser! Toll.
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Da passt man mal ein paar Jahre nicht ganz so gut auf und hat wenig Kontakt miteinander – und dann flattatert eine Mail mit Bildern ins Postfach. Und die macht glücklich!
Eben noch zusammen bei „Steili“ alles von BMX bis City-Rad geschraubt und verkauft – und rund 30 Jahre später steht Mario K. mit seinem Rennrad auf dem Mont Ventoux!! Und schreibt: „Ohne deine ansteckende Begeisterung für den Radsport wäre es vermutlich nie dazu gekommen.“ Wundervoll. Danke!! Aber vor allem und viel wichtiger noch: Chapeauchapeauchapeau!!
Und am 22. Juli lehnt sich Mario dann gaaaanz weit nach vorne zum Bildschirm hin, wenn die Tour-de-France-Entourage sich an die 171,5 km von Montpellier bis auf den kahlen Riesen der Provence macht. Und kennt jeden miesen Anstieg, all die atemberaubenden Ausblicke und jedes miese Kieselchen. So eine tolle Vorstellung!!
Nach Kundenwunsch konfiguriert und aus Heide in die Beckergrube geliefert: das Reiserad von Captain Future – ein Böttcher Evolution Pinion GRX Overlander. Mit Pinion-Getriebe P1.18 in Kombination mit einer Shimano GRX Dropbar Schaltung als brandneues „PinShim“-System ohne zusätzlichen Kabelsatz, weil Einbausätze die Pinion direkt ansteuern! Und obwohl es in die Welt hinaus will, steckt allerlei Lokales drin: Entwickelt von Böttcher in Heide mit Anregungen vom bloggenden Bikepacker Martin Moschek aus Halstenbek, ausgestattet mit dem Weltneuheit-System von PinShim aus Elmshorn, dazu GCX Terra Laufräder von Aerycs aus Hamburg. Wie Martin Moschek diese Konfiguration als Erst-Tester fand, lässt sich hier ausführlich nachlesen. Obwohl er ein echter Gravel-Fanboy ist, überzeugte ihn die Rückbesinnung auf die klassische Reiserad-Randonneur-Idee, gepaart mit den technischen Möglichkeiten von morgen. In British Racing Green von Schleswig-Holstein ins Globale, ob im Gelände, durch holprige Gassen oder auf glattem Asphalt. Komfortabel, durchdacht, klassisch schön modern en route.