Geschlossen wir öffnen heute um 10 Uhr heute keine Reparaturen

Kategorie: Termine

Mon Dieu, le Mont Ventoux!

Nächste Premiere bei der Tour de France Femmes, die heute endlich beginnt: auf der 7. Etappe am 7. August geht es erstmals hinauf auf den kahlen Riesen der Provence.

Erstmal aber ein flacherer Einstieg in die Große Schleife 2026 nach dem Grand Départ heute in Lausanne. Die ARD (mit Handy-Kalender zur Tour!) steigt gegen 15.55 Uhr mit der Live-Übertragung ein und wird zumindest auch die „wichtigsten Etappen“ in Echtzeit senden. Bei Eurosport gibt’s alle Livebilder. Geht doch!

Während unklar ist, wo da womöglich noch Brände lodern auf einzelnen Etappen, freuen sich Fahrerinnen und Expert*innen auf die beste Frauen-Tour ever. Die Liste der Favoritinnen ist länger als je zuvor, die mediale Aufmerksamkeit so groß wie selten. Und die Freude erstmal auf 9 Tage von Lausanne nach Nizza, mit nahezu 19.000 Höhenmetern inclusive.

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Und so sehen die neun Renn-Tage aus:

1. August: 1. Etappe | flach
Lausanne -> Lausanne / 138 km
2. August: 2. Etappe | flach
Aigle -> Genf / 147.9 km
3. August: 3. Etappe | wellig
Genf -> Poligny / 156.5 km
4. August:  4. Etappe | Einzelzeitfahren
Gevrey-Chambertin -> Dijon / 21 km
5. August: 5. Etappe | wellig
Mâcon -> Belleville-en-Beaujolais / 140 km
6. August: 6. Etappe | wellig
Montbrison -> Tournon-sur-Rhône / 153.4 km
7. August: 7. Etappe | Bergetappe
La Voulte-sur-Rhône -> Mont Ventoux / 146.8 km
8. August: 8. Etappe | flach
Sisteron -> Nizza / 171.9 km
9. August: 9. Etappe | Bergetappe
Nizza -> Nizza / 99.2 km

Brest oder Barcelona – Hauptsache Grand Départ!

Man stelle sich vor, die Rennradprofis von heute würden sich am Samstag im Overtourism-Hotspot Barcelona unters Festivitäten-Volk beim Grand Départ der Tour de France mischen und den Klängen der katalanischen Gaitas lauschen und dabei so rilassante und gentile drein- und ausschauen wie noch Fausto Coppi und Gino Bartali es taten beim Tour-Start am 27. Juni 1952 in Brest. Undenkbar, ganz einfach.

Aber selbst im zufallsminimierten 2026, in ihrer so übermenschlich technisierten, keimfreien, ernährungs- und trainingsplanerisch perfektionierten und aufs Höchste überraschungsärmeren Version ist und bleibt die Tour de France nun mal …äh… die Tour de France. Punktum!
Vom 4. bis 26. Juli geht es also diesmal für die Männer in 21 Etappen über insgesamt 3.333 Kilometer und 54.450 Höhenmeter von Barcelona bis nach Paris. Mann inne Tünn! Obwohl: Im Jahre 1952 bei Coppis Gesamtsieg und Bartalis 4. Platz waren es 4.898 Kilometer in 23 Etappen – und die allerletzte am 19. Juli führte von Vichy nach Paris. Über 354 Kilometer. Unfassbar, ganz einfach.


Und dennoch: Ärgern wir uns nicht über all die Stunden, die wir in den drei Wochen ab Samstag vor dem Fernseher statt im Freibad verbringen werden, gefangen zwischen Faszination und Widerwillen angesichts einer Show, von der wir zu Recht argwöhnen, sie werfe leistungsmedizinsportlich hergerichtete Menschen dem Spektakel zum Fressen vor. Mit einer Streckenführung, die zwar nicht mehr viel mit den überlangen Etappen von 1952 zu tun hat, aber dennoch strotzt vor Zumutungen: Ganz zum Schluss nochmal der doppelte Alpe d’Huez samt Galibier?! Da hätte selbst Alpe-d’Huez-Tour-Etappen-1952er-Premiere-Obsieger Coppi sanft das weise Haupt zu einem tadelnden Schütteln geneigt. Na gut, und dann wäre er vermutlich trotzdem los- und raufgefahren, mit wessen Hilfe auch immer.

Alto, alto, alto

Beim Giro Donne steht heute die Königinnenetappe an: hinauf auf den Colle delle Finestre, über Schotter und auf der Jagd nach Anna van der Breggen, die trotz Sturzes im Maglia Rosa blieb und Demi Vollering und Antonia Niedermaier (!) bisher auf die beiden anderen Podiumsplätze verweisen konnte.

Und endlich mal gute Nachrichten: Nur drei Wochen nach der Vuelta Femenina gleich wieder den Giro Donne fahren? Daraus wird im nächsten Jahr endlich nix mehr.

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Ganz von allein ist die UCI allerdings nicht drauf gekommen, dafür brauchte es sicher den offenen Brandbrief (Vision for a Stronger Future for Women’s Cycling), der sie Anfang Mai von The Cyclists’ Alliance (TCA) erreichte und in dem die Fahrerinnenvertretung unter vielem anderen zu Recht die Taktung der Rennen beklagt und die Terminierung der Vuelta Femenina in den Herbst gefordert hatte, analog zu den Männern. Dafür also: check! Ob sich die UCI aber mit den anderen Forderungen (ein paar davon hier) beschäftigen wird: ähem.

Betriebsferien!

Apropos Giro – die Gelegenheit dürfen wir nicht verpassen: Wir werden live dabei sein. Und weil ohne Team kein at, bleibt der Laden rund um Pfingsten für den gemeinsamen Ausflug geschlossen!

Letzter Öffnungstag ist Montag, der 18. Mai.
Und ab Mittwoch, dem 27. Mai, sind wir wieder da.

Natürlich wird nicht nur beim Radsport zugeguckt, schließlich müssen die Berge erklettert und alle Aussichten genossen werden. Ein Praxistest für Fahrer…

…und Material. Denn womöglich darf auch die neueste Maschin mit, die rund um Lübeck bisher weniger Glück brachte, aber vielleicht hat das Colnago Y1Rs ja auch einfach nur Heimweh?? Dann dürfte das a casa ja bestens klappen!

Aus Rot wird Rosa

Während heute die Vuelta Femenina in die asturischen Berge fährt, wo sich morgen schon entscheiden wird, wie lang die 12 Sekunden Rückstand von Franziska Koch auf Lotte Kopecky im roten Trikot letztlich wirklich sind…

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…geht es schon los mit dem nächsten spettacolo: Der 109. Giro d’Italia startet heute! Diesmal in Bulgarien, bis es nach 3 Etappen und einem Reiseruhetag am Dienstag im kalabrischen Catanzaro einheimisch wird. Noch bis zum 31. Mai regiert dann also wieder Rosa: Lo adoriamo!!!

Doppel-Höllen-Sonntag

Die erst sechste Ausgabe des Frauen-Rennens Paris–Roubaix Femmes startet endlich erstmals auch am traditionellen Sonntag, und es gibt gleich mehrere Favoritinnen, die das Fehlen von Flandern-Königin Demi Vollering als Beflügelung über die anstehenden, anstrengenden Kopfsteinpflasterpassagen nutzen wollen. Nicht zuletzt Lucinda Brand, die schlechtes cyclocrossiges Geläuf wahrlich so gewohnt ist wie Marianne Vos

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Bei den Männern tun alle so, als ginge es nur um Mathieu van der Poel, der als Erster vier Mal in Reihe die „Hölle des Nordens“ auf Platz Eins überstehen will, und um Tadej Pogacar, dem ausgerechnet Paris-Roubaix noch fehlt auf seinem Monumente-Bingozettel… Aber van Aert ahne man da mal mit!

Zu bestaunen sind beide Rennen am Sonntag im Frei-Fernsehen bei Eurosport 1: Die Männer in live ab 10.30h (Rennstart 10.50h in Compiègne, Ankunft gegen 16.30h), bei den Frauen (Rennstart 14.35h in Denian) steigen wir um 17h live ein und sehen immerhin das Finale (Übertragung bis 18.45h). Das wird lang! Und wohl etwas weniger matschig, zumindest für den Sonntag selbst sind nämlich eher so 13 Grad und vor allem keine Schauer angesagt.

Die Hauptsache allerdings, mal abgesehen von Gewittern, Gewinnen und diesdas: dass die Strecke löcherlos präpariert wird. Euer Ernst?? Perkele!!

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La Primavera

Am Samstag also: zum 117. Mal Milano–Sanremo der Männer. Und zum zweiten Mal für Frauen, wenn auch in echt als Genova-Sanremo, geographisch korrekt. Da wird es endlich wirklich bitte Longo Borghini im Kraftakt oder wieder Wiebes im Sprint, um mal ins Blaue hinein zu spoilern…
Bei den Männern aber gilt: Weil Pogi es fünfmal versuchte, aber fünfmal scheiterte, soll es nun also beim sechsten Mal klappen. Weil: Strade Bianche ging ja auch gerade gut und leger und diesdas – wie sich schon bei der Streckenerkundung abzeichnete…

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Der Eddy allerdings, mit dem Pogacar sich vermutlich nicht ganz ungewollt stets vergleichen lassen muss, erfuhr sich schlappe sieben Siege bei diesem jeweils ersten Monument des Jahres: 1966, 1967, 1969, 1971, 1972, 1975 und 1976, vor genau 50 Jahren also. Ein paar Tipps hatte De kannibaal noch (Attacke erst am Poggio, sonst wird man womöglich eingeholt), denn für Merckx ist schon lange klar: „Er ist mein Erbe. Er ist auch ein Killer auf dem Rad“. Denn man tau, Tadej!

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Vom Cyclocross direktemang in den Frühling

Aus ist es mit der Cyclocross-Saison 2025/2026, schluchz! Nun müssen wir uns also nach dem Internationale Sluitingsprijs Oostmalle vom Samstag (Glückwunsch an Niels Vandeputte und Inge van der Heyden!) denn auch für viele Monate von einem Urtypus des Radsportfans verabschieden: the „belgian cyclocross fan“. Genauso schlicht wie umfassend nennt sich dieses Bild der tausend Worte

Aber bevor wir die sommerliche Kurve zum Garnelenbrötchen-Edelevent der Tour de France kriegen…

…steht ja erstmal als Eröffnung der Frühlingseintagesklassiker der Omloop Nieuwsblad an: am 28. Februar. Und auch da und beim Rest des illustren bis monumentalen Frühjahrsprogramms werden statt der Wohnmobil-Crémant-Fraktion an den Alpenhängen wieder jede Menge zwar bierselige, aber bei aller handfesten Art offensichtlich eher offenherzig mitjubelnde Belgien-Tifosi dabei sein, wenn es wieder heißt: „Opgepast, de renners zijn in aantocht!“.

Und damit hier nix verpasst wird oder die Anreise geplant werden kann:
Hier die ganze lange Liste!
Allein schon diese Namen, sie zergehen im Munde!

Frühjahrsklassiker & Monumente, ob für Frauen (F) oder Männer (M)

  • 28. Februar: Omloop Nieuwsblad (F & M)
  • 07. März: Strade Bianche (F & M)
  • 15. März: Trofeo Alfredo Binda (F)
  • 21. März: Mailand-Sanremo (F & M)
  • 25. März: Ronde van Brugge, ehem. Classic Brugge-De Panne (M)
  • 26. März: Ronde van Brugge, ehem. Classic Brugge-De Panne (F)
  • 29. März: In Flanders Fields – From Middelkerke to Wevelgem (F & M),
    ehem. Gent–Wevelgem
  • 01. April: Dwars door Vlaanderen (F & M)
  • 05. April: Flandern-Rundfahrt (F & M)
  • 12. April: Paris–Roubaix (F & M)
  • 17. April: De Brabantse Pijl (F & M)
  • 19. April: Amstel Gold Race (F & M)
  • 22. April: La Flèche Wallonne (F & M)
  • 26. April: Liège–Bastogne–Liège (F & M)
  • 01. Mai: Eschborn–Frankfurt (M)

Frohes Fest

Obacht:
Wir verlängern die Weihnachtspause!
Wir schließen…
…an Heiligabend
…am Samstag, 27.12.25
…an Silvester

Zwischen den Jahren haben wir also am 29. und 30.12. geöffnet
und am 2. Januar 2026 steigen wir fresh ein in das neue Jahr!
Macht es Euch gemütlich und bleibt beweglich.
Schöne Feiertage und einen fulminanten Rutsch in alles!

E? Eher nee!

Puuuuh, aus Versehen nur ein paar Minuten der noch immer online stehenden Live-Übertragung der Cycling-E-Sports-WM von neulich in einer Mehrzweckhalle in Abu Dhabi geguckt, wo auch Pensionär Peter Sagan vorbeischaute (Antiwerbung Hilfsausdruck), weil die Süddeutsche mir den Seriensieger/-podiumserkletterer Jason Osborne näherbrachte – das ist ja wirklich g.r.a.u.s.e.l.i.g. Also Respekt und Sport bestimmt auch und alles, aber ganz ehrlich. Indoor-Cycling vorm Blue Screen mit Avataren auf Monitoren, und dann gucken da Leute zu und drumrum lockt Saudi-Arabien mit ohne Radfahrende??
Schnell damit beruhigt, dass am Wochende endlich der Cyclocross-Weltcup losgeht, mit wirklich draußen und mühseligem Gelände, ein bisschen No-Pro-Atmo öfter wegen all der verfrorenen Quatschfans, die viel schlechtes Bier trinken und sich mit schiefen Gesängen und Quatschselfies warmhalten – und das alles in einer echten Welt und zum Anfassen. Und das war früher schon besser! Toll.

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