Archiv für die Kategorie „Infrastruktur“

Freie Fahrt! Also bald! Bestimmt vielleicht!

Bis 2030 will Andreas Scheuer aus Deutsch- ein Fahrradland machen. Viel Glück wünscht „Der Spiegel“, gewohnt wohltemperiert abgewogen schreibt zeit.de drüber – etliche Zweifel hat die SZ. Und wer nur will ihr das verdenken??? Sicher nicht die taz – O-Ton: „Gut gebrüllt, Scheuer!“. Wir sind gespannt aufs Echo.

Wo nochma sind da genau all die Räder der Zukunft eingeplant??? (Bild von Valentin Baciu auf Pixabay)

Und es geht doch: Einen unter Schalke! Oder: Willst Du Lübeck oben sehen…

…lies nicht die neue Fahrradklima-Umfrage und ihre Ergebnisse bei Städten zwischen 200.000 und 500.000 Leuten:

Screenshot der Studie von https://fahrradklima-test.adfc.de (Link zum Städte-Ranking)

Der ADFC hat im letzten Spätherbst und Frühwinter 2020 nach zwei Jahren wieder die Fahrradfahrsituation abgefragt; diesmal bei insgesamt 230.000 Menschen in 1.024 Städten und Gemeinden. Die dabei ermittelte „Fahrradfreundlichkeit“ wurde in einer Spanne von 1 bis 6 bewertet und liegt deutschlandweit bei 3,9 – genau wie 2018. Keine Verbesserung also und weiterhin knapp vor „ausreichend“.

Lübeck steht mit einer 4,30 sogar noch schlechter da als der Durchschnitt. Und das sind die Fragen, die hier von 1.238 Leuten beantwortet wurden:

Screenshot der Studie von https://fahrradklima-test.adfc.de (Link zum pdf, S. 34)

Und so sehen die konkreten Durchschnittsbewertungen für Lübeck aus:

Screenshot der Studie von https://fahrradklima-test.adfc.de (Link zum pdf, S. 1)


Schneller durch die Stadt…

…auf Strecken zwischen einem und 4,5 Kilometern: nur mit dem Rad! Weil das Umweltbundesamt halt Bescheid weiß (:

https://www.umweltbundesamt.de/bild/wegevergleich-von-tuer-zu-tuer-im-stadtverkehr

Wir sind viele, und wir brauchen das Geld!!!

Was hat „Spiegel online“ neulich gefeiert: „Bund gibt Hunderte Millionen für bessere Fahrradwege frei“ – klingt ja auch erst mal prima, dass Scheuers Ministerium nach eigenen Angaben bis 2023 „knapp 1,5 Milliarden Euro“ (in echt sind es eher 1,46) für den Radverkehr über verschiedene Fördertöpfe bereitstellen wird. „Geld vom Bund ist jetzt reichlich da“, hieß es vom ADFC, der Scheuers Förderprogramm lobte. Indes: Ob das viele Geld bei näherer Betrachtung noch so viel ist, angesichts der vielen baufälligen Fahrwege und der erst anzulegenden Radelmöglichkeiten bundesweit? Und vor allem: Ob dieses Geld auch wirklich benutzt und verbaut werden wird?

Komfortzone Fahrradweg (Photo by eudyptula on Wunderstock: Licence)

Schon im letzten Jahr machte die „taz“ öffentlich, dass im Verkehrs-Ministerium ganze 11,9 Planstellen dafür vorgesehen sind, die hehr klingenden Ziele des „Nationalen Radverkehrsplans“ umzusetzen. Zwei sollten in 2020 dazukommen, aber auch 2021 noch gilt: „Geld ausgeben schwer gemacht“
Auch in den Ländern und Kommunen sieht es personell mager aus, wie jetzt die SZ recherchierte. Ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt: Aus den bereitgestellten Töpfen wurde immer nur ein Teil abgerufen. Wie der „Tagesspiegel“ herausfand, wurden 2019 sogar zwölf Millionen Euro, die für den Bau von Radwegen gedacht waren, ausgerechnet für Bundesstraßen und den Kauf dazugehöriger Autos genutzt. Rasend gute Idee.

Radfahren macht eben auch Arbeit. Und – bitte!!! – wenn dann irgendwann mal tatsächlich mehr Leute eingestellt werden sollten: Auch „Schneeräumung der Fahrradwege im Winter“ einplanen! Auf Eiskanten und in Matschrillen lässt es sich nämlich so gar nicht komfortabel unterwegs sein – und macht sauer, beim Blick auf die perfekt geräumte Straße daneben. Grrrmpfff.

Jede Fahrt ein Abenteuer?! (Bild von holzijue auf Pixabay)

Heute: Pizza! Auf drei Rädern!

Jetzt wird’s wissenschaftlich

Da der Herr Scheuer ja in echt gar nicht nur für Maut-Triumphe und StVO-Formfehler Autos zuständig ist und auch in seinem Ministerium inzwischen der Begriff „Verkehrswende“ durch die Flure hallt, hat er etlich Geld aus der Portokasse genommen, um insgesamt sieben Professuren für Radverkehrsmanagement stiftend zu fördern. Weil: „Wir denken den Radverkehr damit ganzheitlich, von den Grundlagen der Ausbildung bis zur konkreten Praxis, die für die Radfahrenden erlebbar wird.“ Ja, genau! Aber immerhin ist deshalb heute der erste Arbeitstag der ersten Professorin für Radverkehrsmanagement ever, an der Ostfalia in Salzgitter – herzlichen Glückwunsch, Prof. Dr. Jana Kühl!

Jana Kühl auf Kiels Veloroute 10, mit Lastenrad mobil (Quelle: Ostfalia)

Die Mobilitätsfachfrau hat bisher in Kiel geforscht und ist nun mit ihren fünf Rädern für alle Gelegenheiten ins nördliche Harzvorland umgezogen. Einen eigenen Radverkehrs-Master wird man auch an der Ostfalia noch nicht machen können, aber in Wirtschaftsingenieurswesen, Mobilität und Verkehr oder Tourismus soll es ab jetzt verstärkt um die Frage gehen, wie das Fahrradfahren mitgedacht und weiterentwickelt werden kann. Hört sich so einfach wie selbstverständlich an, aber auch Prof. Kühl weiß um die täglichen Verteilungskämpfe: „Generell ist Verkehr vielfach noch eine sehr emotionale Aushandlung zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern, wer wieviel Raum beanspruchen kann. Hier müssen wir als Gesellschaft zu einer anderen Wahrnehmung von Radfahrenden kommen und ihnen mehr Raum gewähren.“ Und das wäre doch schon mal was!

Geschenkidee – Teil 1

Immer diese Frage nach den eigenen Wünschen vor Weihnachten… Mir persönlich geht es meistens so: Was ich brauche oder gerne hätte, das besorge ich mir. Was ich gerne hätte, mir aber zu teuer ist das kann ich mir auch nicht von anderen wünschen. Insofern löst die Wunschfrage bei mir den meisten Weihnachtsstreß aus. Das Problem ist kaum lösbar. Ich kann aber vielleicht anderen helfen und starte daher eine Mini-Serie mit Fahrradbezogenen Anregungen zum Fest. Hier also Teil 1:

Wer sich für Stadtplanung, Architektur, Landschaftsarchitektur und ganz allgemein fürs Fahrrad interessiert, für den könnte folgendes Buch interessant sein:

„Fahr Rad – Die Rückeroberung der Stadt“

Dieses Buch ist begleitend zur Ausstellung des Deutschen Architekturmuseums entstanden. Mit 49€ kein Schnapper, aber sicher sehr interessant!

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http://www.arno-adler.de

Der BER ist fertig!

Zumindest aus der Perspektive des Radsportlers. Für den ist das BER-Gelände, in seiner jetzigen Form, das ideale Trainingsgelände. Breite, gut erhaltene Straßen, so gut wie kein Verkehr, Steigungen, Windkanten und beliebige Variationsmöglichkeiten. Gelassen lehnt irgendwo eine viel zu große Total-Tankstelle am Wegesrand und fast überall herrscht Tempo 30 – und sorgt damit bei allen Leistungsklassen für eine gewisse Disziplin. Es ist perfekt, und ich hoffe es bleibt so. Für immer.

Auch ohne den Blick durch die Radbrille ist der BER reine Poesie. Eine Liebeserklärung an alles Unfertige. Jeder bekommt mal was nicht gebacken, und das ist okay!

Für alle Nichtberliner hier eine kleine Liebeserklärung in Bildern. Es ist zwar etwas neblig gewesen heute aber so ist es nunmal. Und, Hand auf Herz: Wie lieben wir unsere Liebsten wirklich? Verschlafen, unfrisiert und mit Shirt auf Links oder aufgebrezelt und in Schale geworfen?

Ride of Silence 2018

Gestern erinnerten Radfahrer weltweit beim Ride of Silence an die verunglückten Radfahrer der letzten Jahre. Ein Artikel auf Bento befragt ein paar Hamburger Radfahrer, zu ihren täglichen Erfahrungen im Straßenverkehr. Und, wer hätte das gedacht? Eine bestimmte, unbekannte, Rahmen bauende Person ist mit von der Partie…

Rad & Tat

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