Archiv für die Kategorie „Radreisen“

Alter Schwede

Gustaf Håkansson war zwar kein Eisenmann, aber ein „Stahl-Opa“. Und er kannte schon vor 70 Jahren den Weg zum Flow: „Ich halte mein Blut durch ständige Körperbewegung in einem gleichmäßigen und schnellen Kreislauf“ – klingt so einfach wie frappant.

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Tour de Modellregion

Inzwischen fangen ja nicht nur Hasardeure an, sich langsam an realistische Planungen für Ausflüge oder sogar längere Touren per Rad zu machen – endlich!! In den Tagen vor und an Pfingsten selbst aber hieß es ja noch: Wenn überhaupt über Nacht irgendwohin, dann in eine der raren Modellregionen.
Zum Glück gehörte Nordfriesland dazu, und zum Glück ergatterten wir einen Campingplatzplatz in Friedrichstadt, und zum Glück nahmen wir nicht nur ein Wohnmobil, sondern auch unsere Räder mit!!!

Rund um Friedrichstadt gibt es: Schafe, Rinder, Windmühlen, Treene, Sorge, Eider. Sogar mit Stauwerk! Und die Nordsee dichte bi! Und Brücken, Panzerplatten, Lachmöwenkolonien, Felder. In Friedrichstadt selbst dann die erste Sensation: Der Besuch einer gastronomischen Außen-Einrichtung!! Nach sieben langen Monaten mal wieder irgendwo hinsetzen, Pizza bestellen und essen, ein großes Fass-Jever trinken. War jetzt nicht das italienische Pendant von Roy Petermann, aber eine echte Ristorante-Restauration.
Und ja, wir mussten uns alle zwei, später drei Tage testen lassen. Aber diese Erlebnisse im Haus der dänischen Minderheit waren so gut organisiert wie kicherig aufregend. Und nochmal ja, wir mussten uns überall dank Smudos verpflichtender Luca-App den Angriffen feindlich gesinnter Hacker aussetzen – aber dafür durften wir sitzen, in aller Öffentlichkeit. Ob nu auf Ausflugslokalschemeln oder eben im Sattel, ob unter dramatischem Himmel oder in ein paar wie gemalten Sonnenstunden am Meer, mit regionalen Spezialitäten und kurioser Aussicht auf ein paar einheimisch Geborene, die sich in die 12-Grad-Fluten schwangen…

So ging es etliche Tage auf zwei Rädern durch die Botanik: Das „Böttcher Dakkar“ durfte endlich wieder heimatliche Luft schnuppern, und das elektrisierte „Scott Silence“ half der eher versehrteren Besitzerin, mit dem austrainierten Pedalierer mitzuhalten. In der Tat schafften wir denn auch alle drei hiesigen Must-Sees: Eiderstauwerk, Husums Nordseeufer, die Eiderschleife.
Dass wir mehrere Krähenkolonien um unseren Schlafplatz herum ertragen mussten, die jeweils nur für ein paar nächtliche Stunden den Schnabel hielten, ließ sich angesichts der neu gewonnenen Freiheit wegstecken (und später halt auch abputzen ma sagen).

Sogar ein Tapetenwechsel war noch drin: Von Nordfriesland in den Südosten, ganz neu nun mit einem „Basso Diamante“ aufm Dach. Lord Helmchen und sein „Wechsel“ erwarteten uns im brauereireichen Oberfranken-Hotspot Aufsess – auch da eine reine Punktlandung, weil mit erster Tag Außengastronomie. Begrüßt von „Kathi Bräu“ und dem gewohnten Sonne-Wolken-Mix bei 14 Grad, gefolgt von zwei blitzsauberen Fast-Hundertern mit ordentlich Höhenmetern: das reinste Trainingslager. Aber eben in geschmeidig.

Wie ungewohnt und einfach unersetzlich das alles: unterwegs sein! Draußenluft! Himmel! Menschen! Möge dieser Sommer ein würdiger Nachfolger dieses zart erblühenden Frühlings werden!!!!

Bye-bye, Supertuck!

Ab Donnerstag ist der Supertuck UCI-offiziell verboten. Weil er nämlich in echt gefährlich ist. Und es gibt einen Trost: Wie eine Studie unter Federführung der Eindhoven University of Technology und der Leuven University schon 2017 ermittelte, ist die durch den Sieg von „Don’t-Try-This-at-Home“-Froome bei der 8. Tour-Etappe anno 2016 zu bescheidener Berühmtheit gelangte Abfahrts-Position irgendwo zwischen Lenker, Rahmen und Vorderrad in echt mitnichten die schnellste Art, sich einen Berg hinunterzuwerfen. Pantanis Körperbrett mit Boppes hinterm Sattel schnitt einige Prozente besser ab!

Zur Info: This project was led by Bert Blocken of the Eindhoven University of Technology in the Netherlands and KU Leuven (Leuven University) in Belgium, and performed together with Thijs van Druenen and Yasin Toparlar of the Eindhoven University of Technology, the University of Liège in Belgium (Thomas Andrianne) and ANSYS International (Thierry Marchal).

Ehrlich gesagt habe ich die Studie nicht gänzlich gelesen und verstanden – es reichte mir die Erkenntnis, dass Pantani irgendwie schlauer war als Froome…
Hier die 4 Kern-Erkenntnisse:
1. Froome did not win because his descent position was aerodynamically superior.
2. „Top tube safe” position is faster and safer.
3. Even considering pedaling, position “Froome” is not superior.
4. Do not take risks for no gain
Und außerdem ist das die perfekte Gelegenheit, um sich etliche Minuten lang bei der berauschenden (und ungleich schneller als die mitlaufenden km/h-Angaben wirkenden) Abfahrt des „Kings of Supertuck“ in sonnigere, steilere, weiter entfernte Fahrradgegenden zu träumen:

Fernweh: Diesmal Kirgistan

Wenn Webmaster so langsam in ihrem Büro dick werden, dann packt sie gerne mal das Fernweh. Für mich immer der Zeitpunkt, in Gedanken an den Abenteuern teilzunehmen, die andere machen. Heute hat mich die Reise durch Kirgistan von Marcus Stitz in Beschlag genommen. Es gibt einen tollen Artikel mit beeindruckenden Bildern, und für Lesemuffel auch einen Film:

Tour-Tipp: Styggevatn Stausee (Norwegen)

Helmchens Liveschalte aus dem Urlaub: Gestern einfach mal drauflos geradelt um vor dem Abendessen ein paar Höhenmeter einzusammeln. Hat geklappt (1100HM auf 23km) – und dabei zufällig eine der schönsten Auffahrten entdeckt, die ich bisher gefahren bin…


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Dubai Klaus empfiehlt…

into the wild

Der Frühling zickt noch etwas rum. Es ist also eine gute Zeit, um das nächste Abenteuer zu planen. Alex Howes von EF hat mal zusammengestellt, was man von seiner Warte aus beachten sollte :-)

32000km auf halbe Sicht gesegelt…

Als Sven Marx vor 11 Jahren künstlich beatmet an den Schläuchen hing hätte keiner Geld darauf gesetzt, dass er am kommenden Samstag  am Brandenburger Tor seine Weltreise per Rad beenden wird.

Damals hatte ihn ein Hirntumor außer Gefecht gesetzt, und er musst alles von Grund auf wieder lernen. Laufen ist immer noch nicht so prima, aber Radfahren geht anscheinend. Und: die Sicht ist noch etwas eingeschränkt, so dass er Untergründe schwer einordnen kann – das Vorderrad fungiert quasi als Blindenstock….

Wer mag, kann Sven am Samstag um 12:30h am Brandenburger Tor empfangen, und mit ihm dann die letzten Meter seiner ~32.000km Reise bis zum Ludwig-Jahn-Sportpark zurücklegen. Der Webmaster wäre gerne dabei, muss sich aber, im Auftrag von at und nur für euch, durch die Tschechei schinden

 

Im Selbsttest: USB-Werk von Busch+Müller

In Zeiten von Komoot und Strava fährt man gerne mit dem Smartphone als Radcomputer. Wenn da nicht das ewige Problem mit der Stromversorgung wäre! Für Touren unter drei Stunden klappt es ja auch so, aber wehe man ist länger unterwegs, oder schon mit 50% Akkuladung losgefahren… Wer keinen Nabendynamo am Rad hat, der muss auf die Versorgung per Power-Bank setzen. Das wiederum bringt nervige Verkabelung und mangelnde Befestigungsmöglichkeiten mit sich. Wer wiederum auf Nabendynamos setzt ist auch noch nicht am Ziel! Erstens benötigen Smartphones eine stabile Spannungsversorgung damit sie nicht immer zwischen ‚laden‘ und ’nicht laden‘ schwanken, und zweitens muss die Zeit an der Ampel oder Kreuzung vernünftig überbrückt werden.

Dieses Problem löst das USB-Werk von Busch+Müller. Es fungiert als Pufferakku zwischen Smartphone und Nabendynamo. In der Praxis sieht das so aus: Man läd zunächst den Pufferakku auf, indem man die ersten 15min der Tour (ohne Licht) Energie in den Akku pumpt. Dann kann man das Handy anstecken und bekommt regelmäßig Strom aufs Gerät. Kleine Stopps bis 2 Minuten kann der Pufferakku überbrücken. Je nachdem welches Lampenset man fährt kann man selbst bei angeschaltetem Licht das Telefon noch laden solange dieses stromsparend eingestellt ist. In meiner Versuchsanordnung mit iPhone 6, SONdeluxe und IQ-X funktioniert das einwandfrei. Ist man in schwierigem Gelände unterwegs, oder hat viele kleine Stopps in der Stadt, dann hilft es, den Stromverbrauch per Flugmodus zu reduzieren. bei längeren Touren läd man problemlos das Handy auf bzw. verzögert das Entladen bei Nachtfahrten.

Für mich ist das Teil auf langen Fahrten eine echte Hilfe. Ein Problem weniger über das man nachdenken muss. Und natürlich läd das USB-Werk nicht nur Smartphones sondern alles, was man per USB anschließen kann. Garmins, Wahoos you name it…

Für Weltreisen: Stahlrahmen

Wer überlegt, mit dem Rad auf Weltreise zu gehen, der sollte Stahl (gerne von Hagen Wechsel) nehmen! Die Vorteile: Selbst in tiefster Tundra findet sich ein Schweißgerät zur notdürftigen Reparatur. Zudem demonstriert untenstehendes Video, dass Stahl selbst bei kleineren Kaltverformungen noch fahrtüchtig bleibt…

Link zum Video

Anschrift

at Fahrräder
Beckergrube 63
23552 Lübeck

Tel. : 04 51 – 798 22 68

Öffnungszeiten

Beratung, Reparatur, Verkauf zu den gewohnten Zeiten:

Mo. – Fr. 10.00 – 19.00 Uhr

Samstag 10.00 – 14.00 Uhr

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