Archiv für die Kategorie „Freizeittipp“
Calabria magica
Was für Aussichten für den Giro d’Italia 2026: Nach schon vielen Küstenkilometern gestern startet die 5. Etappe heute im kalabrischen Praia a Mare direkt am Thyrrhenischen Meer. Wunderwunderschön nicht nur von Süden…

…sondern auch von Norden gesehen ein Traum von monti e mare, fast unwirklich wie gemalt, ob nun auf dem Fahrrad oder im bagno. Einfach nur seufz.

Aus Rot wird Rosa
Während heute die Vuelta Femenina in die asturischen Berge fährt, wo sich morgen schon entscheiden wird, wie lang die 12 Sekunden Rückstand von Franziska Koch auf Lotte Kopecky im roten Trikot letztlich wirklich sind…
? ¿Teníais ganas? Etapa de montaña en #LaVueltaFemenina para la primera gran batalla entre las favoritas. ¿Quién se la llevará? ? We know you missed this! A mountain stage in #LaVueltaFemenina for the first major showdown between the favourites. Who will come out on top?
— La Vuelta Femenina by Carrefour.es (@lavueltafem.bsky.social) 8. Mai 2026 um 09:50
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…geht es schon los mit dem nächsten spettacolo: Der 109. Giro d’Italia startet heute! Diesmal in Bulgarien, bis es nach 3 Etappen und einem Reiseruhetag am Dienstag im kalabrischen Catanzaro einheimisch wird. Noch bis zum 31. Mai regiert dann also wieder Rosa: Lo adoriamo!!!

Doppel-Höllen-Sonntag
Die erst sechste Ausgabe des Frauen-Rennens Paris–Roubaix Femmes startet endlich erstmals auch am traditionellen Sonntag, und es gibt gleich mehrere Favoritinnen, die das Fehlen von Flandern-Königin Demi Vollering als Beflügelung über die anstehenden, anstrengenden Kopfsteinpflasterpassagen nutzen wollen. Nicht zuletzt Lucinda Brand, die schlechtes cyclocrossiges Geläuf wahrlich so gewohnt ist wie Marianne Vos…
Paris-Roubaix women 2026 preview | Question marks around Visma | LaB could change everything #ParisRoubaix #WomenCycling #CyclingNews #WomensSports #CyclingLife
— IDL Procycling (@idlprocycling.bsky.social) 9. April 2026 um 12:45
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Bei den Männern tun alle so, als ginge es nur um Mathieu van der Poel, der als Erster vier Mal in Reihe die „Hölle des Nordens“ auf Platz Eins überstehen will, und um Tadej Pogacar, dem ausgerechnet Paris-Roubaix noch fehlt auf seinem Monumente-Bingozettel… Aber van Aert ahne man da mal mit!
Zu bestaunen sind beide Rennen am Sonntag im Frei-Fernsehen bei Eurosport 1: Die Männer in live ab 10.30h (Rennstart 10.50h in Compiègne, Ankunft gegen 16.30h), bei den Frauen (Rennstart 14.35h in Denian) steigen wir um 17h live ein und sehen immerhin das Finale (Übertragung bis 18.45h). Das wird lang! Und wohl etwas weniger matschig, zumindest für den Sonntag selbst sind nämlich eher so 13 Grad und vor allem keine Schauer angesagt.
Die Hauptsache allerdings, mal abgesehen von Gewittern, Gewinnen und diesdas: dass die Strecke löcherlos präpariert wird. Euer Ernst?? Perkele!!
Cobblestones stolen from Arenberg and Carrefour de l'Arbre: 'Can be life-threatening' #ParisRoubaix #Cycling #CyclingLife #HellOfTheNorth #Cobblestones
— IDL Procycling (@idlprocycling.bsky.social) 9. April 2026 um 10:51
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Vom Cyclocross direktemang in den Frühling
Aus ist es mit der Cyclocross-Saison 2025/2026, schluchz! Nun müssen wir uns also nach dem Internationale Sluitingsprijs Oostmalle vom Samstag (Glückwunsch an Niels Vandeputte und Inge van der Heyden!) denn auch für viele Monate von einem Urtypus des Radsportfans verabschieden: the „belgian cyclocross fan“. Genauso schlicht wie umfassend nennt sich dieses Bild der tausend Worte…

Aber bevor wir die sommerliche Kurve zum Garnelenbrötchen-Edelevent der Tour de France kriegen…

…steht ja erstmal als Eröffnung der Frühlingseintagesklassiker der Omloop Nieuwsblad an: am 28. Februar. Und auch da und beim Rest des illustren bis monumentalen Frühjahrsprogramms werden statt der Wohnmobil-Crémant-Fraktion an den Alpenhängen wieder jede Menge zwar bierselige, aber bei aller handfesten Art offensichtlich eher offenherzig mitjubelnde Belgien-Tifosi dabei sein, wenn es wieder heißt: „Opgepast, de renners zijn in aantocht!“.

Und damit hier nix verpasst wird oder die Anreise geplant werden kann:
Hier die ganze lange Liste!
Allein schon diese Namen, sie zergehen im Munde!
Frühjahrsklassiker & Monumente, ob für Frauen (F) oder Männer (M)
- 28. Februar: Omloop Nieuwsblad (F & M)
- 07. März: Strade Bianche (F & M)
- 15. März: Trofeo Alfredo Binda (F)
- 21. März: Mailand-Sanremo (F & M)
- 25. März: Ronde van Brugge, ehem. Classic Brugge-De Panne (M)
- 26. März: Ronde van Brugge, ehem. Classic Brugge-De Panne (F)
- 29. März: In Flanders Fields – From Middelkerke to Wevelgem (F & M),
ehem. Gent–Wevelgem - 01. April: Dwars door Vlaanderen (F & M)
- 05. April: Flandern-Rundfahrt (F & M)
- 12. April: Paris–Roubaix (F & M)
- 17. April: De Brabantse Pijl (F & M)
- 19. April: Amstel Gold Race (F & M)
- 22. April: La Flèche Wallonne (F & M)
- 26. April: Liège–Bastogne–Liège (F & M)
- 01. Mai: Eschborn–Frankfurt (M)
E? Eher nee!
Puuuuh, aus Versehen nur ein paar Minuten der noch immer online stehenden Live-Übertragung der Cycling-E-Sports-WM von neulich in einer Mehrzweckhalle in Abu Dhabi geguckt, wo auch Pensionär Peter Sagan vorbeischaute (Antiwerbung Hilfsausdruck), weil die Süddeutsche mir den Seriensieger/-podiumserkletterer Jason Osborne näherbrachte – das ist ja wirklich g.r.a.u.s.e.l.i.g. Also Respekt und Sport bestimmt auch und alles, aber ganz ehrlich. Indoor-Cycling vorm Blue Screen mit Avataren auf Monitoren, und dann gucken da Leute zu und drumrum lockt Saudi-Arabien mit ohne Radfahrende??
Schnell damit beruhigt, dass am Wochende endlich der Cyclocross-Weltcup losgeht, mit wirklich draußen und mühseligem Gelände, ein bisschen No-Pro-Atmo öfter wegen all der verfrorenen Quatschfans, die viel schlechtes Bier trinken und sich mit schiefen Gesängen und Quatschselfies warmhalten – und das alles in einer echten Welt und zum Anfassen. Und das war früher schon besser! Toll.
ICYMI: Ready for racing? Grab our simple PRINTABLE cyclocross schedule now that the 2025-2026 season is underway! Which races are you looking forward to watching? ?? cyclingscoop.com/pros/cyclocr… #cyclocross #cx #procycling #cycling #couchpeloton
— ?? CyclingScoop (@cyclingscoop.bsky.social) 15. November 2025 um 15:27
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Nach der Tour ist bei der Tour
Es ist Tour de France Femmes 2025 –
bis zum 3. August!!
154 riders at the start of the #TDFF2025! ???? Choose your rider ?
— Tour de France (@letourfr.bsky.social) 25. Juli 2025 um 19:36
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Bei der ARD täglich im Livestream ab Samstagmittag –
und im Feature mit Rick „Schnubbihipster“ Zabel und Clara Koppenburg,
die für Cofidis auf Look dabei ist:
Parallelwelten
Ja, meine Damen und Herren, auch wenn es untergeht im Männer-Tour-Buhei: Seit gestern läuft der Giro d’Italia Women 2025!! Ein maximal bescheuerter Termin. Einen Tag nach Tour-Start. Live-Bilder gibt es nur über den Bezahl-Sender Discovery Plus, bei Eurosport dann am frühen Abend eine Zusammenfassung. Und so werden wenige(re) beobachten, wie Tour-de-Suisse-Siegerin Marlen Reusser nach dem gestrigen Triumph beim Auftakt-Zeitfahren in Bergamo versuchen wird, das Maglia Rosa über die anstehenden 7 weiteren Etappen zu verteidigen – und wie Elisa Longo Borghini danach trachtet, ihren Giro-Sieg vom letzten Mal zu wiederholen. Als recht frischgebackene italienische Meisterin übrigens:
Elisa Longo Borghini volgt zichzelf op als Italiaans kampioene, verrassende winnares in Frankrijk
— Wielerflits (@wielerflits.bsky.social) 28. Juni 2025 um 18:11
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Immerhin: Die RCS MediaGroup, die unter anderem eben auch den Männer-Giro organisiert, ist seit letztem Jahr für die Giro-Frauen zuständig und hat angekündigt, den schon traditionellen Juli-Termin in 2026 auf Ende Mai vorzuverlegen und – ähnlich wie schon bei anderen Grands Tours der Frauen – im Anschluss ans Männer-Event starten zu lassen. Bleibt zu hoffen, dass die Aufmerksamkeit damit steigen wird.

Dabei gibt es Spannung genug: Ohne Demi Vollering eröffnen sich ganz andere Rangeleien um Rosa. Neben Reusser und Longo-Borghini muss dann nicht nur mit aufstrebenden Jung-Fahrerinnen gerechnet werden, sondern auch mit so alten Hasen wie Marianne Vos, die mit 37 auf immerhin 32 Giro-Etappensiege zurückblickt und weiter nach vorne guckt, und auch Anna van der Breggen, die 2022 als Sportliche Leiterin ihres Teams SD Worx die Seiten gewechselt hatte, greift nach dem Rücktritt vom Rücktritt mit 35 doch nochmal an. Und – Achtung: Spoiler! – unterstrich ihre Ambitionen gestern mit einem vierten Platz. Und auch die Zeitfahr-Zweite Lotte Kopecky hat wie immer Lust auf mehr.
Heute geht es auf der zweiten von insgesamt 8 Etappen von Clusone nach Aprica, mit einer ersten, wenn auch nicht maximal schweren Bergankunft. Über die einzelnen Etappen informiert die Sonderseite von radsport-news.de – und vom offiziellen Veranstalter gibt es regelmäßige Highlight-Videos. Wie dieses (wenn auch energielos kommentierte) vom gestrigen Zeitfahren:
Nach insgesamt 936,9 Kilometern ist am 13. Juli Schluss mit dem Giro d’Italia Women 2025 – und da die parallel laufende 9. Tour-Etappe der Männer eine flachere mit voraussichtlicher Sprint-Ankunft sein wird, sei wenigstens an diesem Schluss-Tag bisschen mehr los im Medienzirkus. In bocca al lupo!
Giro oder Köln – Hauptsache Rund um!
Wer von der ganz großen Bühne des Giro d’Italia gerade genug hat: Es gibt ja noch andere traditionsreiche Rennrad-Events – wenn sie auch auf Fotos manchmal eher an die provinzielleren Seiten des Radsports erinnern…

Morgen nämlich läuft zum 107. Mal „Rund um Köln“, das nunmehr deutschlandweit älteste noch ausgetragene Eintagesrennen für Männer, Erstaustragung anno 1908. Vorjahressieger Casper van Uden triumphierte ja gerade bei der 4. Giro-Etappe in Lecce, kann aber aus eben diesem Grund seinen Titel heuer nicht verteidigen. Das erhöht die Chancen nicht nur vom 2022er-Sieger Nils Politt (der als Mitglied vom „National Team Germany“ antritt), sondern auch jene von Biniam Girmay, der 2024 als Zweiter im Ziel war…

…und dem es sicher zugutekommt, dass die Strecke mit 181 Kilometern so kurz und sprintergenehm wie nie ist, wenn auch der Agathaberg 372 Meter über dem Meeresspiegel gleich zweimal bezwungen werden muss…

Wipperfürth statt Siena also, und statt Übertragung im Fernsehen immerhin ein Livestream der Sportschau, auch mit Sprinterlegende Marcel Wüst am Mikrofon. Sonntagsvergnügen!
Von Durrës bis nach Roma: Go, Giro!
Und morgen dürfen auch die Männer die nächste Grand Tour angehen: Der 108. Giro d’Italia startet! Bis zum 1. Juni ist der Kalender voll…

Berlin oder Bristol – Hauptsache BMX!
Im Deutschen Technikmuseum zu Berlin läuft bis September 2025 eine brandneue Ausstellung – und obwohl sie wenig funky „Rückenwind“ heißt, sei ihr Besuch hiermit erwogen. Nicht nur, weil es eben ums Fahrrad in allerlei Facetten geht, sondern allein schon, weil die Berliner BMX-Cross- und Freestyle-Szene von 1984 gefeatured wird. Große Lifestyle-Attitude auf zwei ziemlich kleinen Rädern!
And of course there was the BMX Flyer handheld game… @themonk1967 Vintage Littlewoods Catalogue pages from 1984.
— Old UK Catalogues (@oldukcatalogues.bsky.social) 15. Oktober 2023 um 18:48
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Kaufen konnte man die begehrten Race- oder Freestyle-Sportgeräte damals natürlich auch schon, und in UK lief die Lifestyle-Welle so richtig an. Was zu ebenjener Zeit in Bristol – sehrsehrsehr lange, bevor uns von dort ein Julius geschenkt wurde – los war, zeigt diese entzückende Doku: Teenies in behelmter Weltraumkleidung, die sich gegen Racing und für die seltsame Schönheit von kraftvoll balancierender Schwerkraftverhöhnung namens Freestyle entschieden haben und ihre Tricks bei Bristols Bicycle Show 1984 präsentieren und um nice rosettes konkurrieren. Mit original Videokassetten-Filmmaterial, das schreit „Wir hatten ja nix!“ – und so war es wohl auch. Really exciting und nur wenig mehr als ein Dutzend Jahre, bevor at-Fahrräder mit Bikes, Boards and Clothes die Beckergrube ähnlich bescheiden und mit maximalem Freestyle enternte.