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Kategorie: Freizeittipp

La Vuelta: Klettern, klettern, klettern

Gigantismus Hilfsausdruck: Die letzte Grand Tour dieses Jahres steht an, und diese Vuelta a España wurde sicher nicht von einem Sprinter entworfen – rund 58.000 Höhenmeter auf 3.275 Kilometern in 21 Tagen, und das zu Beginn in Monaco und dem französischen Südwesten mit Andorra-Abstecher, bevor es von Spaniens Osten immer weiter gen Südwesten geht, wo es all die bergigen Karggegenden zu bewältigen gilt, in denen noch dazu die Temperaturen den Bergziegen und Classement-Spezis gleichermaßen die schnellen Beine und besten Taktiktricks zu dehydrieren drohen…

La Vuelta a España startet in Monaco und windet sich sehr bergereich durch den Süden und Südosten Spaniens mit Ausflügen nach Frankreich und Andorra
La Vuelta a España 2026: nix Norden! (© Bild: https://www.lavuelta.es/en/overall-route)

Das große Klettern potenziert sich nochmal an den letzten beiden Tagen: La etapa reina in der Sierra Nevada am 12. September – und el gran final am letzten Tag hat sich den Namen redlich verdient: Rauf zur majestätischen Alhambra über die Anstiege der Altstadt Granadas, bis dann beim río Genil flussendlich Schluss ist. Wer auch immer dann immer noch dabei sein sollte, zumal ganz vorne: ¡Felicidades!

La Vuelta de España endet 2026 in Granada und erklettert dabei auch die majestätische Alhambra, die über der Stadt thront
Blick von der Alhambra über Granada: El gran final am 13. September (Bild: Francisco Rodriguez, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons)

Alle Etappen mit Kurzbeschreibungen finden sich bei radsport-news.com – und Eurosport, wo es wieder Livebilder auch mit ohne Bezahlen gibt, lässt uns jeden Tag per Animation nachvollziehen:

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Rasender Reporter

Die Königinetappe steht an – Zeit für eine Erkundungsfahrt!

Nachdem letztes Jahr schon Mario K. den Mont Ventoux erkletterte, nahm auch Webmaster Christoph gerade die Strapazen der kahlen Rampen der Provence auf sich, die heute den Profi-Femmes blühen: Die wird ja langsam zur at-internen Hausstrecke! Für Christoph ging es abends von Malaucène aus in den Sonnenuntergang, und dann in aller Frühe von Bedoin und von Sault…

…bis zur letzten Auffahrt komplett alleine – wow Hilfsausdruck – bis die beiden Mitradlerinnen kamen und ihn den Anstieg von Sault „begleiteten“. Eine immer voraus, dann etwas wartend, ihre Freundin locker gut 200 Meter wieder an ihm vorbeischiebend. Dieses Spiel lief dann in Dauerschleife die gesamten 20km bis zum Gipfel, selbst die 20% an der finalen Rampe…

…was heute bei den Profis sicher nicht so laufen wird. Das war dem glückshormongefluteten Christoph aber piepe: „Ein echtes Highlight meiner zügig verblassenden Radsportkarriere“. Letzteres ist sicher übertrieben, aber Ersteres zuuu schön! Noch ist hier gar nichts vorbei, das ist anderen vorbehalten…

Mon Dieu, le Mont Ventoux!

Nächste Premiere bei der Tour de France Femmes, die heute endlich beginnt: auf der 7. Etappe am 7. August geht es erstmals hinauf auf den kahlen Riesen der Provence.

Erstmal aber ein flacherer Einstieg in die Große Schleife 2026 nach dem Grand Départ heute in Lausanne. Die ARD (mit Handy-Kalender zur Tour!) steigt gegen 15.55 Uhr mit der Live-Übertragung ein und wird zumindest auch die „wichtigsten Etappen“ in Echtzeit senden. Bei Eurosport gibt’s alle Livebilder. Geht doch!

Während unklar ist, wo da womöglich noch Brände lodern auf einzelnen Etappen, freuen sich Fahrerinnen und Expert*innen auf die beste Frauen-Tour ever. Die Liste der Favoritinnen ist länger als je zuvor, die mediale Aufmerksamkeit so groß wie selten. Und die Freude erstmal auf 9 Tage von Lausanne nach Nizza, mit nahezu 19.000 Höhenmetern inclusive.

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Und so sehen die neun Renn-Tage aus:

1. August: 1. Etappe | flach
Lausanne -> Lausanne / 138 km
2. August: 2. Etappe | flach
Aigle -> Genf / 147.9 km
3. August: 3. Etappe | wellig
Genf -> Poligny / 156.5 km
4. August:  4. Etappe | Einzelzeitfahren
Gevrey-Chambertin -> Dijon / 21 km
5. August: 5. Etappe | wellig
Mâcon -> Belleville-en-Beaujolais / 140 km
6. August: 6. Etappe | wellig
Montbrison -> Tournon-sur-Rhône / 153.4 km
7. August: 7. Etappe | Bergetappe
La Voulte-sur-Rhône -> Mont Ventoux / 146.8 km
8. August: 8. Etappe | flach
Sisteron -> Nizza / 171.9 km
9. August: 9. Etappe | Bergetappe
Nizza -> Nizza / 99.2 km

Brest oder Barcelona – Hauptsache Grand Départ!

Man stelle sich vor, die Rennradprofis von heute würden sich am Samstag im Overtourism-Hotspot Barcelona unters Festivitäten-Volk beim Grand Départ der Tour de France mischen und den Klängen der katalanischen Gaitas lauschen und dabei so rilassante und gentile drein- und ausschauen wie noch Fausto Coppi und Gino Bartali es taten beim Tour-Start am 27. Juni 1952 in Brest. Undenkbar, ganz einfach.

Aber selbst im zufallsminimierten 2026, in ihrer so übermenschlich technisierten, keimfreien, ernährungs- und trainingsplanerisch perfektionierten und aufs Höchste überraschungsärmeren Version ist und bleibt die Tour de France nun mal …äh… die Tour de France. Punktum!
Vom 4. bis 26. Juli geht es also diesmal für die Männer in 21 Etappen über insgesamt 3.333 Kilometer und 54.450 Höhenmeter von Barcelona bis nach Paris. Mann inne Tünn! Obwohl: Im Jahre 1952 bei Coppis Gesamtsieg und Bartalis 4. Platz waren es 4.898 Kilometer in 23 Etappen – und die allerletzte am 19. Juli führte von Vichy nach Paris. Über 354 Kilometer. Unfassbar, ganz einfach.


Und dennoch: Ärgern wir uns nicht über all die Stunden, die wir in den drei Wochen ab Samstag vor dem Fernseher statt im Freibad verbringen werden, gefangen zwischen Faszination und Widerwillen angesichts einer Show, von der wir zu Recht argwöhnen, sie werfe leistungsmedizinsportlich hergerichtete Menschen dem Spektakel zum Fressen vor. Mit einer Streckenführung, die zwar nicht mehr viel mit den überlangen Etappen von 1952 zu tun hat, aber dennoch strotzt vor Zumutungen: Ganz zum Schluss nochmal der doppelte Alpe d’Huez samt Galibier?! Da hätte selbst Alpe-d’Huez-Tour-Etappen-1952er-Premiere-Obsieger Coppi sanft das weise Haupt zu einem tadelnden Schütteln geneigt. Na gut, und dann wäre er vermutlich trotzdem los- und raufgefahren, mit wessen Hilfe auch immer.

Calabria magica

Was für Aussichten für den Giro d’Italia 2026: Nach schon vielen Küstenkilometern gestern startet die 5. Etappe heute im kalabrischen Praia a Mare direkt am Thyrrhenischen Meer. Wunderwunderschön nicht nur von Süden

…sondern auch von Norden gesehen ein Traum von monti e mare, fast unwirklich wie gemalt, ob nun auf dem Fahrrad oder im bagno. Einfach nur seufz.

Aus Rot wird Rosa

Während heute die Vuelta Femenina in die asturischen Berge fährt, wo sich morgen schon entscheiden wird, wie lang die 12 Sekunden Rückstand von Franziska Koch auf Lotte Kopecky im roten Trikot letztlich wirklich sind…

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…geht es schon los mit dem nächsten spettacolo: Der 109. Giro d’Italia startet heute! Diesmal in Bulgarien, bis es nach 3 Etappen und einem Reiseruhetag am Dienstag im kalabrischen Catanzaro einheimisch wird. Noch bis zum 31. Mai regiert dann also wieder Rosa: Lo adoriamo!!!

Doppel-Höllen-Sonntag

Die erst sechste Ausgabe des Frauen-Rennens Paris–Roubaix Femmes startet endlich erstmals auch am traditionellen Sonntag, und es gibt gleich mehrere Favoritinnen, die das Fehlen von Flandern-Königin Demi Vollering als Beflügelung über die anstehenden, anstrengenden Kopfsteinpflasterpassagen nutzen wollen. Nicht zuletzt Lucinda Brand, die schlechtes cyclocrossiges Geläuf wahrlich so gewohnt ist wie Marianne Vos

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Bei den Männern tun alle so, als ginge es nur um Mathieu van der Poel, der als Erster vier Mal in Reihe die „Hölle des Nordens“ auf Platz Eins überstehen will, und um Tadej Pogacar, dem ausgerechnet Paris-Roubaix noch fehlt auf seinem Monumente-Bingozettel… Aber van Aert ahne man da mal mit!

Zu bestaunen sind beide Rennen am Sonntag im Frei-Fernsehen bei Eurosport 1: Die Männer in live ab 10.30h (Rennstart 10.50h in Compiègne, Ankunft gegen 16.30h), bei den Frauen (Rennstart 14.35h in Denian) steigen wir um 17h live ein und sehen immerhin das Finale (Übertragung bis 18.45h). Das wird lang! Und wohl etwas weniger matschig, zumindest für den Sonntag selbst sind nämlich eher so 13 Grad und vor allem keine Schauer angesagt.

Die Hauptsache allerdings, mal abgesehen von Gewittern, Gewinnen und diesdas: dass die Strecke löcherlos präpariert wird. Euer Ernst?? Perkele!!

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Vom Cyclocross direktemang in den Frühling

Aus ist es mit der Cyclocross-Saison 2025/2026, schluchz! Nun müssen wir uns also nach dem Internationale Sluitingsprijs Oostmalle vom Samstag (Glückwunsch an Niels Vandeputte und Inge van der Heyden!) denn auch für viele Monate von einem Urtypus des Radsportfans verabschieden: the „belgian cyclocross fan“. Genauso schlicht wie umfassend nennt sich dieses Bild der tausend Worte

Aber bevor wir die sommerliche Kurve zum Garnelenbrötchen-Edelevent der Tour de France kriegen…

…steht ja erstmal als Eröffnung der Frühlingseintagesklassiker der Omloop Nieuwsblad an: am 28. Februar. Und auch da und beim Rest des illustren bis monumentalen Frühjahrsprogramms werden statt der Wohnmobil-Crémant-Fraktion an den Alpenhängen wieder jede Menge zwar bierselige, aber bei aller handfesten Art offensichtlich eher offenherzig mitjubelnde Belgien-Tifosi dabei sein, wenn es wieder heißt: „Opgepast, de renners zijn in aantocht!“.

Und damit hier nix verpasst wird oder die Anreise geplant werden kann:
Hier die ganze lange Liste!
Allein schon diese Namen, sie zergehen im Munde!

Frühjahrsklassiker & Monumente, ob für Frauen (F) oder Männer (M)

  • 28. Februar: Omloop Nieuwsblad (F & M)
  • 07. März: Strade Bianche (F & M)
  • 15. März: Trofeo Alfredo Binda (F)
  • 21. März: Mailand-Sanremo (F & M)
  • 25. März: Ronde van Brugge, ehem. Classic Brugge-De Panne (M)
  • 26. März: Ronde van Brugge, ehem. Classic Brugge-De Panne (F)
  • 29. März: In Flanders Fields – From Middelkerke to Wevelgem (F & M),
    ehem. Gent–Wevelgem
  • 01. April: Dwars door Vlaanderen (F & M)
  • 05. April: Flandern-Rundfahrt (F & M)
  • 12. April: Paris–Roubaix (F & M)
  • 17. April: De Brabantse Pijl (F & M)
  • 19. April: Amstel Gold Race (F & M)
  • 22. April: La Flèche Wallonne (F & M)
  • 26. April: Liège–Bastogne–Liège (F & M)
  • 01. Mai: Eschborn–Frankfurt (M)

E? Eher nee!

Puuuuh, aus Versehen nur ein paar Minuten der noch immer online stehenden Live-Übertragung der Cycling-E-Sports-WM von neulich in einer Mehrzweckhalle in Abu Dhabi geguckt, wo auch Pensionär Peter Sagan vorbeischaute (Antiwerbung Hilfsausdruck), weil die Süddeutsche mir den Seriensieger/-podiumserkletterer Jason Osborne näherbrachte – das ist ja wirklich g.r.a.u.s.e.l.i.g. Also Respekt und Sport bestimmt auch und alles, aber ganz ehrlich. Indoor-Cycling vorm Blue Screen mit Avataren auf Monitoren, und dann gucken da Leute zu und drumrum lockt Saudi-Arabien mit ohne Radfahrende??
Schnell damit beruhigt, dass am Wochende endlich der Cyclocross-Weltcup losgeht, mit wirklich draußen und mühseligem Gelände, ein bisschen No-Pro-Atmo öfter wegen all der verfrorenen Quatschfans, die viel schlechtes Bier trinken und sich mit schiefen Gesängen und Quatschselfies warmhalten – und das alles in einer echten Welt und zum Anfassen. Und das war früher schon besser! Toll.

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Nach der Tour ist bei der Tour

Es ist Tour de France Femmes 2025
bis zum 3. August!!

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Bei der ARD täglich im Livestream ab Samstagmittag –
und im Feature mit Rick „Schnubbihipster“ Zabel und Clara Koppenburg,
die für Cofidis auf Look dabei ist:

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