Geschlossen wir öffnen heute um 10 Uhr

Kategorie: Rennrad

We love Schulterblick

Oh wow – wenn ich rechtmäßig auf dem Straßen-Fahrradweg unterwegs bin, jemand ohne Rücksicht die Autotür öffnet, ich chancenlos bin und hineinfahre und mich dabei womöglich lebensgefährlich verletze, bin ich nicht selbst Schuld!
Unfassbar, dass so etwas ernsthaft erst von einem Gericht bestätigt werden muss. Und schade, dass im Spiegel-Artikel dazu nicht ein Hauch Empörung rauszulesen ist…

Eine Lösung wäre der „niederländische Griff“, bei dem die Autotür immer mit der jeweils entfernteren Hand geöffnet wird. Das empfiehlt auch der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR), denn so dreht man den Oberkörper und blickt automatisch über die Schulter zurück – „Dooring“ wird verhindert.
Der DVR machte schon im letzten Jahr darauf aufmerksam, dass satte 13 Prozent der Autofahrenden beim Aussteigen „selten“ oder sogar „nie“ daran denken, dass ein Rad von hinten angerauscht kommen könnte. Eine Forsa-Umfrage im DVR-Auftrag zeigte denn auch, dass jede*r 17. auf dem Rad schon einen „Dooring“-Unfall hatte und rund 45 Prozent der befragten Radmenschen schon mindestens einmal beinahe einen solchen Unfall erlebt haben. Voll ätzend einfach.

Anderen beim Schwitzen zusehen

Heute geht es los in München: Die European Championships 2022 stehen an, mit einem sportiven Potpourri aus Klettern, Tischtennis, Beachvolleyball, Turnen, Rudern und Leichtathletik, aber eben auch diversen Fahrraddisziplinen. Heute schon Bahn-Rennen und BMX, bis zum 21. August noch Straßenrennen, Cross-Country und Triathlon. Nach einem ausgeklügelten Zeitplan natürlich.
Falls also in der Hitze das kühle Sofa lockt: perfetto!

Schlappe neun Jahre später…

2013 war Marianne Vos noch eine von vier Profi-Radsportlerinnen (neben Emma Pooley, Kathryn Bertine und Chrissie Wellington), die in einer Petition die Tour-Orga ASO (Amaury Sport Organisation) und Tour-Direktor Christian Prudhomme aufforderten, 2014 eine Tour de France für Frauen zu ermöglichen. Damals unterstützten immerhin 96.325 Menschen dieses Begehr.
Und seit genau heute fährt Vos in Gelb – genau da, wo sie hinwollte. Mit nun eben 35 statt 27 Jahren…
Um mal eine gute Nachricht in diesen allzu schlechten Zeiten zu verbreiten.

Von der Seine bis zur Super Planche

Und zack sind nu auch die Femmes am Start bei der Tour de France – nur 8 Tage lang, aber mit Live-Übertragungen und los geht’s im Vorfeld des Männer-Abschlusses für etwas mehr Aufmerksamkeit von Anfang an. Jippie!! Bonne Route!!

Das Gelbe Trikot in schwarz-weiß

Nu ist sie also vorbei am Sonntag, diese Männer-Tour anno 2022 – Zeit für einen Blick zurück. Dramenreich ging es zu, mit mehr Emo und Lebendigkeit irgendwie. Etwas nahbarer als in den letzten Jahren, so wirkt das alles.
1925 war natürlich noch mehr Bodenständigkeit angesagt, als Ottavio Bottecchia, il muratore del Friuli (der „Maurer von Friaul“ also), seinen Gesamtsieg wiederholen konnte. Und das Wasser wurde nicht angereicht, sondern kam aus dem Brunnen…

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Tada: Tadej – und gute Besserung…

…allen Sturzopfern bei der Kopfsteinpflaster-Tour! Vielleicht muntert diese musikalische Perle des unambitionierten Sprechgesangs etwas auf? Tadej Pogacar auf der Showtreppe! Endlich mal ein Rapper mit Kinesio-Tape!

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Italia in bicicletta

Am Donnerstag geht es los: auf Sardinien, mit einem Zeitfahren auf einem 4,8-Kilometer-Kurs – der Giro d’Italia Donne 2022. Erst am 10. Juli werden wir wissen, wer von den 144 Starterinnen das Maglia Rosa bis zur Titelverteidigung im Schrank hängen haben wird. Und das Tour-Buch L’Anita verrät alles, was Il Garibaldi sonst beim Männer-Giro zu erzählen hat.
Hoffen wir auf weniger Hitze!!

Giro Donne 2022: schwesterlich

Symbolpolitik, stimmt. Aber in gut! Ab dem 30. Juni fährt das Maglia Rosa beim Giro Donne im Namen des United Nations High Commissioner for Refugees durch Italia.
Pace!

Ich glaube, dass der Sport von Natur aus wichtige Signale für Frieden, Gastfreundschaft und weltweite Brüderlichkeit setzen kann und muss. Wir sind sicher, dass selbst die Athleten, die das Glück haben, es zu tragen, dasselbe Gefühl von Ehre und Stolz empfinden werden.“

Roberto Ruini, Direktor des Giro Donne und Gründer von PMG Sport / Starlight