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Schlagwort: rad lübeck

Fabioooooo!

Vor fast genau einem Jahr noch nach dem Groenewegen-Abdränger bei der Polen-Rundfahrt ins künstliche Koma versetzt und seitdem erst gesund und dann immer stärker geworden: Heute wird das „mentale Kraftwunder“ Fabio Jakobsen 25 Jahre alt – und eine Sprintetappe bei der Vuelta steht an. Zwei davon hat er ja schon gewonnen… Klingt nach einem perfekten Setting!!
Gefeliciteerd zum ersten schon jetzt, mal sehen, was in Santillana de Mar nachher auf der Anzeigentafel steht…

Morgen und übermorgen stehen dann zwei echte Bretter an: Es geht durch die Picos de Europa und damit durch eines der wunderschönsten, aber auch bergziegig anspruchsvollsten Gebiete des Kontinents.
Mal sehen, ob Moviestar auch ohne Don Valverde (beste Besserung!), aber eben mit Miguel Ángel Superman López und Enric Langzeit-Hoffnung Mas weiter so erfolgreich den wiedererstarkten Primoz Roglic ärgern kann.

Scott Scale 940: Cross the Country

Elegant, dieses 2021er-Hardtail aus der Schweizer Schmiede: Das „Scott Scale 940“ steht losfahrbegierig im Laden und wetzt schon mal die hellen Flanken…

  • Farbe: Granite Black
  • Rahmen: aus Carbon
  • Laufradgröße: 29 Zoll
  • Gabel: RockShox Judy, 100mm
  • Schaltung: SRAM NX Eagle, 12-Speed
  • Bremsen: Shimano MT200-Scheibenbremsen
  • mit Steckachsen  
  • Reifen: Schwalbe Rapid Rob Active Line mit hellen Flanken
  • Gewicht: 12.4 kg
  • kostet 1.698 Euro

Refugees welcome

Der vielbeschworene olympische Gedanke (übrigens: Felicidades, Richard Carapaz! Und morgen früüüüüh ab 6 Uhr folgt das Straßenrennen der Frauen!) ist rund um allgegenwärtige Kommerzialisierung und allerlei IOC-Misslichkeiten längst ein eher mies beleumdeter geworden, in Zeiten der Geisterspiele von Tokio umso mehr. Aber: Es startet immerhin nach der Rio-Premiere nun schon zum zweiten Mal ein Refugee Olympic Team, und mit etwas bitter nötigem Optimismus lässt sich dieses ja auch als Lorbeerkranz statt als Feigenblatt begreifen!
Insgesamt 29 Athlet:innen sind dabei – auf dem Rennrad sind das Masomah Ali Zada aus Afghanistan (im NOK Frankreich) und Ahmad Badreddin Wais aus Syrien (im NOK Schweiz). Beide starten beim Einzel-Zeitfahren am Mittwoch (28. Juli). Beginn der Frauen-Konkurrenz zur mitteleuropäischen Wolfsstunde: um 4:30 Uhr. Die Männer lassen sich dann mit dem ersten Frühstückskaffee beobachten, ab 7 Uhr.

Großes Tourtamtam und leise Zweifel

Tjaaaaa und hmmmmm: Soll man Tadej Pogacar nun feiern und ihn als „Dominator“ anerkennen? Oder sich angesichts seiner eher unheimlichen One-Man-Show auf allen Terrains eher Sorgen machen, aufs falsche, geradezu trojanische Pferd zu setzen? Welche Ergebnisse bringt die Razzia beim Team „Bahrain Victorious“, deren Fahrer Matej Mohoric bei seinem Etappensieg der ganzen Welt so selbstbewusst den Schweigefuchs zeigte? Und werden die Gerüchte über „surrende Störgeräusche“ bei immerhin 4 Teams tatsächlich dazu führen, dass eine neue Form des Technik-Dopings publik wird? Der heutige Dopingjäger und frühere „Festina“-Betreuer Antoine Vayer zweifelt an der Pogacar-Dominaz und stellt ansonsten ganz nüchtern fest, dass „90 Prozent“ des Pelotons wohl sauber unterwegs seien. Reicht das? Oder: Was wäre wohl beim Kannibalen Eddy Merckx ans Licht gekommen, unter Ausnutzung heutiger Probenauswertung??? Schon schwer, den Rennrad-Größen zu glauben, ob alt oder neu, und so dürstend wir doch alle nach Held:innen sind und so heroisch das auch immer aussieht – und so spannend und landschaftlich atemberaubend schön und halt tour-de-francig famos sie eben auch 2021 wieder war, diese Frankreichrundfahrt…

Zwanzigzweiundzwanzig!

Wie aufregend: Das erste 2022er-Modell steht im Laden!!! Und dann auch noch von Kona!!! Und ein Rove!! DL!! Von Kona zum Adventure-Ready Drop Bar Bike gekrönt – aber in majestätischem Gloss Azure auch „nur“ als Gravelbike eine Wolke.

  • Kona Rove DL 2022
  • mit Chromoly Butted Stahl-Rahmen
  • Gabel: Kona Project Two Cromoly Disc
  • Schaltung: SRAM Rival 1×11
  • Bremsen: TRP HDC711C Mechanisch/Hydraulisch  
  • Felgen: WTB Asym i23 TCS  
  • Bereifung: WTB Venture 650x47c  
  • wiegt pedallos gaaanz knapp über 12kg  
  • kostet 1.799 Euro

She did it again

Anna van der Breggen: Großes Rennen, großer Glückwunsch! Wie er insgesamt so war, der Giro d’Italia Donne, und was wir daraus lernen, nicht zuletzt fürs nächste Jahr und den wackelnden UCI Gold-Standard: die letzte Etappe.

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Andiamo!

Morgen startet der Giro d’Italia Donne – 10 Tage lang geht es durch die norditalienische Botanik, beginnend mit einem 26,7km-Teamzeitfahren in Fossano. Hier gibt es das komplette Roadbook; es heißt Anita und ist analog zum Garibaldi beim Männer-Giro benannt, der dem Gedenken an Giuseppe Garibaldi gewidmet ist, der in Italien als Freiheitskämpfer verehrt und Einer der Nation gefeiert wird. Ana Maria „Anita“ war seine Frau, aber nicht nur das: Sie kämpfte als gebürtige Brasilianerin bei der Farrapen-Revolution, lernte dort 1839 Giuseppe kennen, ging mit ihm nach Italien und revolutionierte erfolgreich weiter, bis sie 1849 auf der Flucht starb, an Malaria. Seitdem ist sie als Heroine zweier Welten ähnlich populär wie ihr Mann.
Aber zurück zum Sport: Weil Journalistin und Ex-Rennradcrack Kirsten Frattini alles viel besser weiß als ich, kommt hier ein Link zu ihrer Vorschau.

Kirsten weiß auch, dass der „Wir übertragen den Giro der Frauen, damit wir in 2022 wieder zur UCI Women’s World Tour gehören“-Deal nach hinten raus ein eher kläglicher geworden ist… Schlappe 60 Minuten der Etappen-Finalstücke werden live gezeigt. Hört sich ja fast noch okay an, wüsste man nicht, dass in dieser Spanne auch Interviews mit den Siegerinnen enthalten sein müssen. Pffff. Reicht dann für die letzten 15 Kilometer. Oder so.
Bereitgestellt werden die Live-Bilder vom Sponsor, u.a. auf dessen Website und auf Youtube, auch die offizielle Website Giro d’Italia Donne wird wohl Bilder zeigen. Start jeweils zwischen 14.15h und 15.15h, abhängig von der jeweiligen Etappenplanung.
Freuen wir uns also etwas grummeligen Herzens auf das Spektakel, das es wohl werden wird – am allerliebsten mit ohne Sturz-Unglück (das gerade die Männer-Tour begleitet), das ja ausschlaggebend für Eigentlich-Favoritin Annemiek Van Vleuten für ihre Giro-Absage war. Schon Anfang Juni hatte sie angekündigt, sich ohne das renntypische Sturz-Risiko auf die Olympischen Spiele in Tokio vorbereiten zu wollen. 2020 hatte sie nämlich als souveräne Rosa-Trägerin zwei Tage vor Schluss mit einem gebrochenen Handgelenk aufgeben müssen. Weshalb erst Anna van der Breggen triumphieren konnte.

Tada: die Tour!

Morgen geht es los: Die Große Schleife startet in der Bretagne – kamman neidisch werden, ist nämlich ein ganz besonders wunderbar schöner Fall von Gegend.

Die Strecke sieht einen Ausflug nach Andorra vor und macht mal wieder Halt in Saint-Gaudens: Heimstatt einst von „Sunn“, einer unserer Allerlieblingsfahrradmacher aus alten Tagen. Dabei sind diese 184 Rennfahrer aus 23 Teams.

Und wer nu gar nicht mehr warten kann, möge sich schon mal an der gestrigen Teampräsentation ergötzen: mit BMX-HipHop-Show, viel Trara, Geigen und Quetschkommoden – und jetzt neu sogar auch echten Sportlern!!!