Während etliche Fahrer im Krankenhaus liegen, statt sich auf all die Höhepunkte des Radsportkalenders zu freuen (beste Besserung!) und über Straßenschäden im Baskischen und die zu aggressive Fahrweise von Jung-Profis diskutiert wird, goes the show on: Es ist Paris–Roubaix!!
Am Samstag starten die Frauen, am Sonntag die Männer. Ein ganzes Wochenende im Zeichen des Kopfsteinpflasters also: Möge Maschin, aber weniger Mensch kaputtgehen… Bonne chance!!
Wer jemals in Frankreich oder Italien am Samstag oder Sonntag auf kleineren oder kleinsten Straßen unterwegs gewesen ist, wird sich für immer an die Grüppchen älterer und sehr alter Menschen auf älteren oder sehr neuen Rennrädern erinnern, die in angewetzten Trikots und mit einem sehr zufriedenen Gesichtsausdruck, zuweilen parlierend, aber meist hoch konzentriert und mit einem heiligen Ernst Hügel und Windkanten bezwingen. Am späteren Nachmittag sind die örtlichen Cafés voll von diesen vielleicht müden, aber unermüdlich in sich ruhenden cyclistes oder ciclisti, die vor einem vin blanc oder caffè sitzend die Plastiktische umrunden und darunter mit ihren Schuhen rumklickern. Und alle haben ihre eigene Geschichte. Manchen muss vom Rad oder wieder rauf geholfen werden, aber fahren tun sie alle noch. Und das tut auch Benjamin Piovesan, der Ende 2023 seinen 90. Geburtstag feierte. Und weil sein Enkel Florent Dokumentarfilmer ist, lassen die beiden uns teilhaben an Benjamins Leben und seiner spät entdeckten Fahrradleidenschaft: un plaisir simple. Mit viel Würde und in eigenem Rhythmus: einfach wundervoll.
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Und schon 2013, als Benjamin kurz davor war, seinen vierten zwanzigsten Geburtstag zu feiern, entstand ein erster kurzer Film zu ihm von Florent. Irgendwie geht es gar nicht anders, als seinem Großvater die Daumen zu drücken, dass wir 2034 eine nächste Episode zu sehen bekommen. Hach.
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Wer auch immer dieses Video der Zieleinkunft von Milano-Torino am 3. März 1984 gedreht hat (es war sicher die Patentante der hibbeligen Irge-Frau) – auch vor vierzig Jahren war es rund um das Rennende so langweilig-aufregend und dann so rapide vorbei alles, und auch das Fokussieren aufs Wesentliche (Paolo Rosola gewann) fiel schon schwer, wenn da lauter Idole mitfahren oder rumstehen: Francesco Moser, Vorjahressieger, aber ohne Treppchen, sein Antipode Giuseppe Saronni (der 23. wurde und damit eben genau einen Platz hinter Moser landete), dazu Gino Bartali im Zielbereich – undsoweiter. Morgen gibt’s die 105. Austragung dieses offiziell ältesten Eintagesradrennen der Welt, aber eine Leiter erklettern wird der Sieger sicher nicht mehr müssen. Schade.
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So und nicht anders isses. Empowerment auf Kenianisch, mit den Cycling Women von Mama Cycling auf Nairobis Straßen und weit darüber hinaus: Happy International Women’s Day all over the world – share the road and make anything possible!
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On fire: Unsere Helmmarke Giro hat sich einen brandneuen Hut fürs Zeitfahren ausgedacht. Man sehe und staune und sei excited, bei der Tirreno Adriatico!!
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Wie viel Gefühl in allem rund ums und auf dem Fahrrad steckt, wie künstlerisch-handwerklich Reparatur sein kann, wie kraftvoll der Anspruch, mithilfe von Körpersprache und Technik eins mit dem Fahrrad zu werden, anstatt einfach nur drauf zu sitzen und dahinzurollen, und wie wundervoll wow das sowieso ist, dass das eben einfach so geht ohne andere Hilfsmittel als den eigenen Körper – raus auf Straßen, Schotter, Waldwegen, dabei Licht und Schatten und alles drum rum ganz anders erfahren, auch einen Berg, ihn nicht angreifen, sondern bearbeiten. Und tagsüber einen Ort schaffen, wo sich Leute, Technik und Billardtisch begegnen, in Vergangenheit und Zukunft immer auf Fahrrad: Das alles in knapp acht Minuten über Ian, den glücklichen Australier, Fahrradfahrer und Mechaniker. Sein Leitspruch gilt forever: Ride your bike, don’t just romance the idea. Ride!! …auch wenn hier ein unromantischer Warnhinweis angebracht ist: Don’t hochdruckreinige any Fahrradteile like he does, if you love your Lagers (;
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Ein Fahrrad wie ein Ausgehanzug, in live bei uns zum Bewundern: Das Böttcher Evolution Gravel Bike in der Pulverlack-Sonderfarbe „Gradient Sunrise“ – oh yeah, so geht bunt nämlich, zumal in dieser Kreation mit schwarz eloxierten Felgen und der Carbon-Gabel von Ritchey!!! Der Reynolds 853er Rohrsatz aus nahtlos gezogenem Stahl macht den Rahmen zu einem so stabilen wie eigendämpfenden, feinen Freund fürs Leben, abseits des grauen Alltags und Asphalts. Klug abgerundet wird die rennende Kiesel-Grand-Waldweg-Wiesenmatsch-Kopfsteinpflaster-Straßen-Maschine mit der GRX-Gruppe von Shimano – bei uns in der 600er-Version, aber auch konfigurierbar mit GRX 800.
Puuuuuh – was für ein Glück Carmens Böttcher Evolution hat: Solche Aussichten sind rund um Heide eher selten zu haben. Wow.
Und was für ein – selbstgemachtes – Glück Carmen hat: Dass sie diese Südamerika-Tour nicht nur lange wollte und dann geplant hat, sondern sie auch durchzieht. ¡Estupendo!