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Kategorie: Kunde macht Sachen

Lass das mal Speedy machen: Paris-Brest-Paris in 45 Stunden

Nach Feierabend kennt die at-Familie nur eins: Radfahren, Radfahren, Radfahren! Einst war es Webmaster Uwe, der mit spektakulären Aktionen die Radsportwelt aufwirbelte, doch seit er beim Frühjahrsklassiker Parin-Bosau-Parin scheiterte, ist es still um ihn geworden. Heute erobern junge Talente die Titelseiten. Allen voran unser Speedy, der als einziger  die Trainingserfolge der Ostertouren in Weltmeistertitel umsetzen konnte.

Was Uwe in Parin misslang – nämlich die gesamte Strecke in 45 Stunden zurückzulegen – will Speedy jetzt in Paris/Brest umsetzen. Das Höhenprofil ist ähnlich, möglicherweise ist die Strecke mit 1200km etwas länger, aber wir wollen hier keine Erbsen zählen, sondern die Daumen drücken und viel Erfolg wünschen: Brech dir nicht die Ohren und lass dir nicht die Laune verderben!

Alle Einzelheiten zum Vorhaben “1200km in 18 Augenblicken” auf der Homepage des Teams Heinemann Paris-Brest-Paris. Speedys Rad: Scott Addict (Ex-Team Highroad Profimannschaft, nicht im Handel erhältlich), Super Record, SRM-Kurbel, Citec 6000 CX, Lupine Betty 7, Ultremo Schlauchreifen, Bierdosenhalter, Schutzbleche. Gesamtgewicht 8,2 Kilo [Update] Hier geht´s zum Liveticker (Frame Nummer 1665 eingeben). [Update] Hier die Facebook-Seite des Teams mit aktuellen Nachrichten.

Kein Scherz: Speedy ist Weltmeister!

Ihr habt richtig gelesen: Speedy ist Weltmeister. Und zwar im Ultra-Radmarathon. Ab wann ein Radmarathon so richtig schön „ultra“ ist? Ganz einfach: Man erweitert die Distanz erstmal bis in den vierstelligen Bereich (1.025 Kilometer) und verlegt die Strecke dazu noch in die Alpen, damit man auch 15.750 Höhenmeter (ein Dutzend richtige Alpenpässe) bewältigen kann. Das Ganze nennt sich dann Glocknerman und fand Anfang Juni zum 11. Mal statt.

Speedy, in Fußgängerkreisen auch Constantin genannt, ist ein echter Amateur, sprich: Liebhaber. Fahrradfahren macht ihm wirklich Spaß, so lange es nur bergauf geht oder wenigstens kalt und nass ist. Brennende Beine und pfeifende Lungenflügel hält er für normale Symptome beim Radfahren. Obwohl er schon die härtesten Touren mit uns bestritten hat (Ostertour 2006 und 2007) musste er sich für das Projekt Glocknerman ernsthaft vorbereiten. Der Autor erinnert sich leider noch immer an Dialoge wie diesen: Speedy: Wollen wir nachher noch ein paar Stunden Radfahren? Uwe: Es ist schon nach 18:00 Uhr. Speedy: Ich weiss. Uwe: Es ist jetzt schon dunkel und es schneit. Speedy: Ja – ist ja auch Winter. Das waren die Momente, in denen der Autor sich auf dem Sofa ein Bier aufmachte und Speedy seine neue Lupine ausprobierte. Ihr seht also, aus welchem Holz man geschnitzt sein muss, um einen Ultra-Radmarathon anzugehen und zu Ende zu fahren. Das war – ehrlich gesagt – das eigentliche Ziel, das Constantin sich vor dem Start gesetzt hatte. Aber schon nach wenigen hundert Kilometern [sic!] fand sich Speedy ganz weit vorne im Feld wieder und hatte auch schon einen Mitstreiter gefunden. Zusammen mit Achim Heinze bewältigte er den Großteil der Strecke und später dann – in Führung liegend – einigte man sich auf eine gemeinsame Zielankuft. Somit gibt es im Jahr 2009 gleich zwei Weltmeister. Die at-Familie ist stolz wie Oskar und gratuliert inbrünstig. Übriggebliebene Stichworte: Lightweights, Flüssignahrung, 43 Std. 47 Min, Knieschmerzen, nächtlicher Regen.

Hofsee Triathlon 2009

Große Aufregung in der at-Familie – der Hofsee Triathlon (Beidendorf) ist angesagt! Seit Wochen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren – schließlich ist Jens Dank einer Wildcard des Veranstalters als Teilnehmer aufgestellt. Seine Strategie: Sich vorm Sport zu drücken und trotzdem beim Triathlon glänzen. Sein Drei-Stufen-Plan zur Konfliktlösung: Ablenken, Ausreden, Ausgleichen!

Die Ablenkung: Um von den eigenen sportlichen Unzulänglichkeiten abzulenken, schicken wir einfach einen richtigen Triathleten ins Rennen. Und zwar nicht irgendeinen, sondern das schnellste Petz der Welt! Leider verliert Petz schon beim Schwimmen eine Minute, aber auf dem Rad beginnt seine spektakuläre Aufholjagd und nach dem Laufen ist er schon in der Top Ten (Zeit: 01:10:12).  Extrem Schulterklopfing!

Die Ausrede: Vor dem Erfolg steht die Arbeit – ganz klare Sache. Also musste eine richtig gute Ausrede gefunden werden. Ein Leichtes für Märchenonkel Uwe. Er kombinierte den Klassiker „Sportverletzung“ mit eisenharten Beweisen (Fotos von der Ostertour) zu einer glaubhaften Story und schon konnte Jens einem halbwegs entspannten Triathlon entgegensehen. Wäre da nicht die Sache mit dem Ausgleich.

Der Ausgleich: Um dennoch aktiv am Hofsee Triathlon teilzunehmen, konnte Jens seine technischen Fertigkeiten einbringen. Dazu wurde kurzerhand der gesamte Inhalt des Fahrradladens unter zuhilfenahme eines Radladers in unser Servicemobil verfrachtet und nach Beidendorf transferiert. Sehr spektakulär übrigens – schließlich handelt es sich dabei um einen Peugeot-Bus von 1961. In unserer Fantasie hat Hellboy, wie wir das Auto liebevoll nennen, schon als Besenfahrzeug bei der Tour die Pygmäen Pyrenäen überquert.

Und so wurden dann Bremsen eingestellt, Schaltungen für die Jugend begrenzt (Achtung: Wir suchen noch eine Tabelle mit den Übersetzungen. Wer eine hat -> eMail.), Räder aufgepumpt und so weiter und sofort. Nachdem alle Räder auf der Strecke waren, konnten wir wieder aufbrechen – schließlich fand noch das Rennen des RST im City-Park statt. Hier wollten wir eigentlich starten, wäre da nicht unser Service-Auftrag in Beidendorf gewesen … ;-)