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Das dreckige Dutzend…
….könnte Marianne Vos am Samstag zwar noch nicht vollmachen – aber sollte sie sich den World-Champion-Titel im Cyclocross in Fayetteville/USA holen, wäre das immerhin schon Nummer 8. Wobei: Meine Daumen sind gedrückt für Lieblings-Lucinda Brand (Rotterdamse Sportvrouw van het jaar 2021 – yo), die als Titelverteidigerin und Weltcup-Gewinnerin auch nicht gerade unfavorisiert ins Matsch-Rennen geht.
Bei den Männers fehlen nicht nur der noch amtierende Weltmeister Mathieu van der Poel (hat Rücken), sondern auch Wunderradler Wout Van Aert (will sich auf die kommenden Straßenrennen konzentrieren). Wird also spannend! Auf der offiziellen Entry-Liste finden sich reichlich Anwärter auf den neu zu besetzenden Thron, nicht zuletzt die belgischen Weltcup-Triumphierer Isebyt, Vanthourenhout und Aerts. Und bei den Frauen scharren Betsema und Worst schon vernehmlich genug mit den Hufen, um die (etwas) Ältergedienten nerviös zu machen.
So jedenfalls sieht das Wochenende-Programm aus:

Wo aber kriegen wir nu live was davon mit, falls wir nicht gerade weltenbummelnd in Arkansas unterwegs sind? Hmmm. Eurosport 2 überträgt live, kostet aber, und bei Eurosport 1 gibt’s nur Sonntagabend um 23.30h ne Zusammenfassung. Letzte Hoffnung: den Youtube-Kanal der UCI checken…
Obacht: Ferien + Inventur

Sowohl an Heiligabend als auch an Silvester machen wir eine kleine Pause. Vom 27.-30. Dezember haben wir aber ganz normal geöffnet.
Am Montag, den 3. Januar, bleibt der Laden geschlossen – wir machen Inventur!
Wir sind also im neuen Jahr ab Dienstag, den
4. Januar, wieder für Euch und Sie da.
Allen eine gute, gesunde, hoffnungsvolle Festzeit!
Ab jetzt: Mittagspause + halber Dienstag
Montags bis freitags machen wir nun eine Mittagspause: von 14 bis 14.30 Uhr.
Außerdem bleibt der Laden am Dienstagnachmittag geschlossen, ist also dienstags nur bis 14 Uhr geöffnet.
neue Öffnungs-
zeiten seit 1.11.21
Alles andere bleibt, wie es ist!
La Reine im Regen?!
Heute ist es ganz in echt soweit: Zum ersten Mal wird sich ein Frauen-Peloton von Denain im Département Nord (also: „Paris“) aus auf den Weg nach Roubaix machen – 125 Jahre, nachdem das 1. Männer-Rennen startete. Und: dann auch gleich mit mindestens Nieselregen! Ab 15.10h zeigt Eurosport 2 Stunden lang, wie sich die 129 Fahrerinnen dabei schlagen werden. Eine veritable Schlammschlacht wie 2002 wird es hoffentlich nicht werden – aber mit 2-3 Defekten und glitschigen Passagen müssen sie sich schon herumschlagen bei der La Reine des Classiques…
Beide frisch gekürten Weltmeisterinnen sind dabei, und mit Anna van der Breggen sitzt ein Star sogar im Teamfahrzeug, einige Tage, nachdem sie ihre beeindruckende Aktiv-Karriere beendet hat. Sie wird miterleben, was auf den 116,4 km und insbesondere auf den 17 Pavé-Abschnitten (insgesamt über 29.2 km) so geht. Und ob sich die niederländischen Topfahrerinnen heute über das eher enttäuschende Straßen-WM-Erlebnis hinwegtrösten können.

Morgen gibt es dann die 118. Männer-Edition von L’Enfer du Nord – mit einer Masse Favoriten, einem trotz des Sturzes neulich ambitionierten John Degenkolb (der mit dem letzten deutschen Sieg, vor sechs Jahren) und natürlich dem 2019er-Vizeplatzverteidiger Nils Politt. Andererseits: Falls das mit dem Regen ernst wird, könnten die Crosser wie Wout van Aert (heißester Tipp übrigens, meine Meinung) oder Mathieu van der Poel triumphieren. Ab 10.55h live im TV zu verfolgen, vom gemütlichen Sofa aus, satte sechseinhalb Stunden lang.
Wahlfreiheit
Was haben sie gelacht über die Lastenradbezuschussungsdebatte und sie schon zum Veggie-Day-Desaster hochgeschrieben, die Polit- und Glossen-Profis… Aber was, wenn die Zukunft des Fahrrades denn doch kein Gedöns, sondern für manche sogar eine auch wahlentscheidende Frage ist?

Dann lohnt für Sonntag eben auch ein Blick auf das, was sich die aktuell im Bundestag vertretenen Parteien so Konkretes für den individuellen Verkehr auf 2 bis 4 Rädern vorstellen: beim Spiegel.
Tada: die Tour!
Morgen geht es los: Die Große Schleife startet in der Bretagne – kamman neidisch werden, ist nämlich ein ganz besonders wunderbar schöner Fall von Gegend.

Die Strecke sieht einen Ausflug nach Andorra vor und macht mal wieder Halt in Saint-Gaudens: Heimstatt einst von „Sunn“, einer unserer Allerlieblingsfahrradmacher aus alten Tagen. Dabei sind diese 184 Rennfahrer aus 23 Teams.

Und wer nu gar nicht mehr warten kann, möge sich schon mal an der gestrigen Teampräsentation ergötzen: mit BMX-HipHop-Show, viel Trara, Geigen und Quetschkommoden – und jetzt neu sogar auch echten Sportlern!!!
Willkommen im 21. Jahrhundert
Sensation: die Tour de France jetzt auch (wieder) für F.r.a.u.e.n – crazy shit. Und nur noch ein Jahr hin! Dann werden es ja auch nur zwölf Jahre ohne La Tour de France Femmes gewesen sein… Nun ja, wat soll et – ich zitiere: Einfach mal glücklich sein.
Finale grande: buon appetito!
Heute noch einmal und aber richtig in die Berge, auf einer fulminanten Etappe über den Passo San Bernardino und alles. 4000 Höhenmeter auf knapp 165 Kilometern…
Rosa-Mann Egan Bernal kann sich zurück- und die Handvoll Konkurrenten im Auge behalten – schließlich rechnet er selbst damit, dass zweieinhalb Minuten Vorsprung im abschließenden Zeitfahren selbst von ihm nicht mehr verpulvert werden können. Hm. Mal sehen, was Simon Yates (+2’29 Minuten) und Damiano Caruso (+2’49) für heute planen. Oder João Almeida. Oderoderoder. Spannend!!!!

(Foto: Adrian Michael auf Wikimedia Commons -> License)
Morgen dann also wird nach genau 3.410,9 Kilometern alles vorbei sein: Drei wirklich dramatische Wochen Giro mit unerwartet viel Regen, Kälte, Ausreißer-Spektakel und allerlei folgenreichen Massenstürzen. In Mailand geht es über rund 30 laaaaange Kilometer (und im TV von 15-18 Uhr) gegen die Uhr. Und für Bernal darum, nicht am letzten Wochenende alles zu verspielen.
Hoch hinaus oder steil bergab
Heute gilt es wohl beim Giro: Wer sich Hoffnungen auf das Gesamtklassement erhalten möchte, sollte die insgesamt 205 Kilometer auf der 14. Etappe von Cittadella (48 Meter über dem Meeresspiegel) auf den 1.730-Meter-Gipfel des Monte Zoncolan nicht nur irgendwie durchstehen (im Gegensatz zu Rempel-Rowdy Groenewegen, der als Sprinter pünktlich gestern abend seine Giro-Abreise bekanntgab), sondern vor allem auf dem letzten Teilstück so schnell und verbissen wie vermutlich mindestens Egan Bernal da rauf.
Zwar geht es bis zum Final-Anstieg größtenteils flach gen Nordosten, aber so viel Vorsprung kann wohl kein Ausreißer der Welt rausholen, dass es reichen könnte: Die letzten langen 14,1 Kilometer weisen eine Durchschnittssteigung von 8,1% auf. Ähem. Und auf den letzten 3.000 Metern werden einige Passagen mit mehr als 20% serviert – im Durchschnitt sind es da nahezu 15%. Das wird schon vom Sofa aus mordsmäßig anstrengend genug…

Pausentee
Bevor es am Mittwoch in Perugia mit dem Giro weiter- und über Schotterpisten in der Brunello-Legende Montalcino romantisch zuendegeht, steht erstmal ein Ruhe-Dienstag an. Zeit, um all die Stürze zu verdauen – und die Tatsache, dass Peter Sagan eben doch noch allen anderen davonsprinten kann!!

(Bild: N. Kossel)
Als Vorbereitung auf alles Weitere gibt es von Daniel Hagens radsport-seite.de-Seiten einen Etappenplaner mit den jeweiligen Highlights; auch alle Berge des 2021er-Giros gilt es zu bestaunen. Ein Dank dafür geht raus nach Duisburg!





