Eine knappe Woche, nachdem die Tour de France Hommes am 25. Juli 2027 in Paris zu Ende gegangen sein wird, startet die Frauen-Tour am 30. Juli in Leeds – und wird am 7. August majestätisch beendet: in der vulkanischen Auvergne. Auf dem Puy de Dôme. Dingdong!!
Willkommen in 2027 – mit dem redesignten Rennrad Scott Addict 25. Alle Neuerungen lassen sich im Detail hier nachlesen, am wichtigsten ist: Der Carbon-Rahmen (mit austauschbarer UDH-Schaltwerkhalterung, interner Kabelführung und integriertem Stauraum) ist jetzt noch leichter, dazu sind auch Lenker und Gabel aus Carbon. Und die Fulcrum Wind 42 Laufräder aus Carbon kratzen an der magischen 1500-Gramm-Grenze, sodass das gesamte Rad (ohne Pedalen) nur etwas mehr als 8 Kilo auf die Waage bringt. Wer das Leichtgewicht als ausgesprochenes Trainingsgerät nutzt, kann mit dem in der Kurbel integrierten Powermeter von Quarq die getretene Watt-Leistung als Parameter im Blick haben. Und Semiprofessionellere werden den Komfort auch auf längeren Strecken goutieren, die dank der 34-mm-Bereifung nicht immer über perfekt geglättetes Terrain führen müssen. Falls mal was ist: Der Stauraum im Rahmen hat Platz für eigene Werkzeuge, und das im Lenker integrierte Syncros handlebar tool enthält neben einem T25-Schlüssel einen H6-Schlüssel und einen Steckachsenhebel. Et voilà: ausfahrfertig, auch im Herbst!
Sehr viele Menschen mit sehr viel Fahrradsachverstand behaupten regelmäßig, die Farbe eines Fahrrades sei doch nun wirklich zweitrangig, gemessen an der Bedeutung von Material, Ausstattung, Gesamtidee. Und natürlich stimmt das alles und ist rein rational unmöglich zu kontern – aber andererseits: Dass ich heute noch weiße Fahrräder liebe, hat viel mit dem tief empfundenen, frühen Neid auf den Nachbarsjungen mit den Wuschelhaaren zu tun, dessen Name mir längst entfiel, dessen weißes Fahrrad mit den grünen Applikationen und den Puscheln am Lenker ich aber nie vergessen werde. Emotionen, Baby! Die frappante Ad-hoc-Wirkung von Colorität! Die universelle Sprache der Farbe! Unmittelbarer kann ein Fahrrad doch an allem Sachverstand vorbeigefühlt nicht wirken. Deshalb sei hier mal die breite Palette an Farben von „Böttcher“ gewürdigt. Allein schon, was die aufpreislosen Varianten angeht, in matt oder glänzend – die reine Vielfalt:
Und deshalb sei hier außerdem mal ein aktuelles Edelmetall-Exemplar gewürdigt, das wir gerade zusammenstellten: Ein Trekkingrad in Anglaise-Form, das Böttcher Safari in reinem Lichtgold, mit silberergänzender Ausstattung in strahlendem Zusammenspiel:
Das Safari ist wie immer bei Böttcher nicht nur konfigurierbar, was die Farbe des Stahlrahmens angeht, sondern auch hinsichtlich aller Komponenten. Und das ist hier gesamteindrücklich glänzend gelungen!
Zweimal Scotts Allround-Urban-Fahrrad „Vitess“ in Trapezform – zweimal leichter Alu-Rahmenmit starrer Alu-Gabel, zweimal wendiges und quicklebendiges Fahren samt aufrechterem, bequemem Sitzen mit anpassbarer Position durch den verstellbaren Vorbau, dazu straßen- und tourentauglich mit Schutzblechen und plietschem Gepäckträger mit Snapit-System für komplikationslos Korb rauf und runter. Und der leichtläufigere Nabendynamo sorgt auch an nun kürzer werdenden Tagen auch im Stand noch für satteBeleuchtung. Beim Antrieb gehen die Vitess-Schwestern ihren eigenen Weg: Das Vitess 15 ist mit einer Shimano-Nexus-Nabenschaltung (mit 8 Gängen) unterwegs, die mit einem Gates-Riemen angetrieben wird – gut gegen Witterung und Verschleiß geschützt und damit reich an Wartungsarmut.
LED-Beleuchtung mit Nabendynamo und Standlichtfunktion -> vorne: Trelock LS805ST mit 60 Lux -> hinten: AXA Juno Steady
Racktime-Gepäckträger SNAPIT 2.0 (Traglast: 25 kg)
Schwalbe Marathon Performance-Reifen GreenGuard
kostet 1.399 Euro
Beim Vitess 25 bietet die Shimano Acera mit 2×8 Gängen etliche und feinere Abstufungenmehr, ist jedoch eine klassische Kettenschaltung. Die Beleuchtung vorne ist auf 45 Lux begrenzt (statt 60 wie beim Vitess 15) und die Bereifung ist keine Marathon-Ausführung – das zusammen sorgt dann eben auch für einen aparten Preis bei so viel Allround-Komfort.
Van harte gefeliciteerdzum 32. Geburtstag! Und zu zwei Vuelta-Etappensiegen! Und zum offiziellen grünen Sprinttrikot! Und zum Gewinn vom informellen, aber heiß begehrten Premio a la combatividad! Und überhaupt: Love is in the air für den 15. September!
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Der neue Streich aus der Klassikerschmiede: Das Colnago V4aus 2026, designt vom selben Team, das auch die V4Rs-Modelle für den Profirennradsport entwickelt hat. Mit einem Monocoque-Rahmen, desse Carbon-Layup und Geometrie noch einmal aerodynamisch und fahrpraktisch verbessert wurde. Das kürzere Steuerrohr und die dafür längere Gabel machen diesen Allrounder noch intuitiver fahrbar. Ein Rad, das raus will, statt dekorativ an der Wand zu hängen. Das war als 2025er in Himmelhellblau ja schon schön – aber jetzt allein schon dieses Rot: einfach anspringend. Auffordernd. Ansteckend. Blaumachen is nich!
Gigantismus Hilfsausdruck: Die letzte Grand Tour dieses Jahres steht an, und diese Vuelta a España wurde sicher nicht von einem Sprinter entworfen – rund 58.000 Höhenmeter auf 3.275 Kilometern in 21 Tagen, und das zu Beginn in Monaco und dem französischen Südwesten mit Andorra-Abstecher, bevor es von Spaniens Osten immer weiter gen Südwesten geht, wo es all die bergigen Karggegenden zu bewältigen gilt, in denen noch dazu die Temperaturen den Bergziegen und Classement-Spezis gleichermaßen die schnellen Beine und besten Taktiktricks zu dehydrieren drohen…
Das große Klettern potenziert sich nochmal an den letzten beiden Tagen: La etapa reina in der Sierra Nevada am 12. September – und el gran final am letzten Tag hat sich den Namen redlich verdient: Rauf zur majestätischen Alhambra über die Anstiege der Altstadt Granadas, bis dann beim río Genil flussendlich Schluss ist. Wer auch immer dann immer noch dabei sein sollte, zumal ganz vorne: ¡Felicidades!
Blick von der Alhambra über Granada: El gran final am 13. September (Bild: Francisco Rodriguez, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons)
Alle Etappen mit Kurzbeschreibungen finden sich bei radsport-news.com – und Eurosport, wo es wieder Livebilder auch mit ohne Bezahlen gibt, lässt uns jeden Tag per Animation nachvollziehen:
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Da seufzen Oldschooler zu Recht, dass die erst ein paar Jahre alte Kategorie „Gravelbike“ gerade noch weiter ausdifferenziert wird: Soll es Adventure sein? Oder doch lieber mehr Race? Offroad oder Asphalt? Baumwurzelholprig oder teerglatt? Basso lässt sich von solchen Branchen-Hypes wenig nervös machen. Denn Basso hat das Palta! Und das ist in der nunmehr dritten Generation noch authentisch universeller graveliger, als es schon das Palta II war.
Der in Italien handgefertigte Carbon-Rahmen ist nochmal leichter geworden (unter 1 Kilo in Größe M) und hat nun ein integriertes Stauchfach mit Carbon-Abdeckung im Unterrohr, die Reifenfreiheit wurde auf bis zu 52 mm vorne und 50 mm hinten erweitert, und das UDH-Schaltauge macht nicht nur das Ersatzteilbeschaffen und das Umrüsten auf andere Schaltkomponenten leichter, sondern ist so konzipiert, dass es sich bei Malaisen nach hinten wegdreht. Was Diversifizier-Spezis als „von allem ein bisschen“ vorkommt, ist bei Bassos Palta III gut durchdachte Methode: Wer sich für ein Gravel-Rad entscheidet, soll nicht dazu gezwungen werden, in Extremen zu denken.
Wer sich aufs Graveln einlässt, will gerade für längere Touren mehr Gepäck-Lösungen als bei einem klassischen Rennrad und auch in unwegsamerem Gelände nicht auf Komfort und Bodenfreiheit verzichten – aber möchte eben auch auf Straßenpassagen schneller unterwegs sein, als es ein dafür konzipiertes Offroad-Hardtail erlauben würde. Mit der aerodynamischen Optimierung des Palta-III-Rahmens hat Basso zwar den Renn-Gedanken ausgebaut, aber dabei Ausflüge ins Abenteuer abseits best ausgebauter Radreisestrecken mitgedacht. Wo andere sich in eine hoch spezialisierte Nische reinkonzipieren, sagt Basso: als ob! Fahr los, probiere aus, konfiguriere individuell – tu es einfach!
Nachdem letztes Jahr schon Mario K. den Mont Ventoux erkletterte, nahm auch Webmaster Christoph gerade die Strapazen der kahlen Rampen der Provence auf sich, die heute den Profi-Femmes blühen: Die wird ja langsam zur at-internen Hausstrecke! Für Christoph ging es abends von Malaucène aus in den Sonnenuntergang, und dann in aller Frühe von Bedoin und von Sault…
…bis zur letzten Auffahrt komplett alleine – wow Hilfsausdruck – bis die beiden Mitradlerinnen kamen und ihn den Anstieg von Sault „begleiteten“. Eine immer voraus, dann etwas wartend, ihre Freundin locker gut 200 Meter wieder an ihm vorbeischiebend. Dieses Spiel lief dann in Dauerschleife die gesamten 20km bis zum Gipfel, selbst die 20% an der finalen Rampe…
…was heute bei den Profis sicher nicht so laufen wird. Das war dem glückshormongefluteten Christoph aber piepe: „Ein echtes Highlight meiner zügig verblassenden Radsportkarriere“. Letzteres ist sicher übertrieben, aber Ersteres zuuu schön! Noch ist hier gar nichts vorbei, das ist anderen vorbehalten…
Was für ein Glück, dass gerade Tour de France Femmes ist, wo Lorena Wiebes zwei Tage lang alles in Grund und Boden sprintete, um dann heute 18 Minuten nach der Überraschungssiegerin Sigrid Haugset ins Ziel zu rollen, die (schwierige Zahl:) 88 Kilometer lang solo fuhr und sogar Verfolgerin Lotte Kopecky keine Aufholchance ließ. Hjertelig til lykke zum Maillot Jaune nach Norwegen! Was für suspensereiche Aussichten auf die letzten 6 Etappen, denn die ganze Range an all den großen Favoritinnen hat nun rund 2 Minuten Rückstand, liegt aber ganz nah beieinander.