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Runter ist das neue Rauf
Nach 16 Jahren als Fahrradkurier fand Brian Wagner aka Safa Brian heraus, was ihm am meisten liegt: Abfahrten. Sehr, sehr schnelle Abfahrten. Und so finden sich in seinem YouTube-Kanal etliche Videos, die teilweise das Blut in jeder einzelnen Ader gefrieren lassen – wenn nicht wegen der eingestreuten Bunny Hops, so wegen der unfassbar außerirdischen Art von Landschaften, Wolkenformationen, Straßenführung, Einsamkeit. Für Puristische ist Safas Descent-Disciples-Ding zu wenig klassisches Fahrradfahren und seine Aura halt more punk rock than World Tour, „Scott“ aber stieg als Sponsor ein. Was für ein Glück! Sonst wäre der Welt Safas Nachtfahrt durch die Berge Alabamas auf dem 2022er-Scott Addict Gravelbike entgangen. Puuuuuuh und uiiiiiiii!
Ab jetzt: Mittagspause + halber Dienstag
Montags bis freitags machen wir nun eine Mittagspause: von 14 bis 14.30 Uhr.
Außerdem bleibt der Laden am Dienstagnachmittag geschlossen, ist also dienstags nur bis 14 Uhr geöffnet.
neue Öffnungs-
zeiten seit 1.11.21
Alles andere bleibt, wie es ist!
Es ist ein steiniger Weg
Nun kennt die Welt also die Pläne für die Tour de France 2022: Nach drei Wochen Männer-Rundfahrt ab dem 1. Juli startet am Tag der Finaletappe auch die Tour de France Femmes zur Wiederauflage nach 2009 – auch in Paris. An diesem 24. Juli geht es los: 8 Tage lang Richtung Osten, in die Vogesen. Die Schlussakkorde erklingen dort am 31. Juli.
Die Tour de France Femmes kommt ganz ohne Zeitfahren aus, hat dafür eine Gravel-Etappe zu bieten und etliche Hochkaräter wie den Grand Ballon und das Berfinale in La Planche des Belles Filles. Im Gegensatz zu den Männern dürfen wir uns also auf eine Entscheidung am letzten Tag gefasst machen.
Und auf eine, die nicht den klassischen Anhängsel-Charakter hat – wie etwa bei der Frauen-Vuelta, wie Bahnrad-Olympiasiegerin Mieke Kröger dem Deutschlandfunk schilderte: „Dieses Jahres hatten wir unser Finish auch in Santiago de Compostela am selben Tag wie die Männer, sind aber kurz vor der Kathedrale noch links abgebogen, zu einer Bushaltestelle. Da war unser Finish“. Qué barbaridad!
Bei den Männern, deren Rundfahrt die 109. sein wird, stehen insgesamt 21 Etappen auf dem vollen Programm. Keine Bretagne, kein Südwest-Atlantik diesmal, dafür der Start in Kopenhagen, ein Kopfsteinpflaster-Teilstück und zwei Einzelzeitfahren – eines ganz zum Schluss sogar. Und der good old Alpe d’Huez ist dabei!
Diese Frauen-Tour ist das erste große Rennen, das ein beachtlicheres Preisgeld auszahlt: immerhin 250.000 Euro, davon ein Fünftel für die Siegerin. Ja, gut, okay: Bei den Männern (die – fair geht vor – knapp 2,5 Mal so lange unterwegs sind) ist das die Hälfte der halben Million Euro, die allein der Sieger einstreichen wird (also zehn Mal so viel für sagen wir… Pogacar als zum Beispiel… van Vleuten, o ja!); 2,3 Millionen Euro an Prämien werden da aufgerufen.
Aber trotz allem: Die Zeiten, von denen Mieke Kröger noch erzählen kann, sind hoffentlich endgültig vorbei: „300 Euro für den Sieg und das teilt man dann noch durch sechs Fahrerinnen und zehn Prozent gehen noch ab für den Staff“…
Nummer 5 lebt
Als letztes der 5 Monumente startet am Samstag Il Lombardia, die Rundfahrt durch die Lombardei – zumindest für Männer. Es ist nicht nur das letzte große Spektakel des Fahrradjahres, sondern neben Mailand–Sanremo auch das inzwischen einzige mit ohne Frauen. Kleiner „Fun“-Fact dazu: Während Lizzie Deignan für ihren historischen Sieg beim ersten Paris-Roubaix Femmes am letzten Samstag 1.535 Euro überwiesen bekam, durfte sich Gewinner Sonny Colbrelli tags darauf über rund 30.000 freuen. Warten wir also auf gerechtere Zeiten – und vertreiben uns die Millionen Stunden bis dahin zum Beispiel mit den rund 4.500 Höhenmetern, die am Samstag gemeistert werden, auf etlichen iconic climbs bei der 115. classica delle foglie morte von Como nach Bergamo, 239 Kilometer lang!
Wenn dein Kind sagt: Ich will Radprofi werden…
…und du an die 2021er-Edition von Paris–Roubaix denkst und bis ins Mark zusammenzuckst: What the Hell of the North ist so schlecht an Feuerwehrfrau und Busfahrer?????
?? Friday marked D-100 to Paris-Roubaix (Apr 13) ?? #ParisRoubaix | (? granfondoguide / 2021 edition)
— ammattipyöräily (@ammattipyoraily.bsky.social) 4. Januar 2025 um 00:03
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Das war ein wahrhaft episches Wochenende – aber auch ein wahrhaft schmerzensreiches!!! Beste Besserung an all die Sturzopfer. Boah.
La Reine im Regen?!
Heute ist es ganz in echt soweit: Zum ersten Mal wird sich ein Frauen-Peloton von Denain im Département Nord (also: „Paris“) aus auf den Weg nach Roubaix machen – 125 Jahre, nachdem das 1. Männer-Rennen startete. Und: dann auch gleich mit mindestens Nieselregen! Ab 15.10h zeigt Eurosport 2 Stunden lang, wie sich die 129 Fahrerinnen dabei schlagen werden. Eine veritable Schlammschlacht wie 2002 wird es hoffentlich nicht werden – aber mit 2-3 Defekten und glitschigen Passagen müssen sie sich schon herumschlagen bei der La Reine des Classiques…
Beide frisch gekürten Weltmeisterinnen sind dabei, und mit Anna van der Breggen sitzt ein Star sogar im Teamfahrzeug, einige Tage, nachdem sie ihre beeindruckende Aktiv-Karriere beendet hat. Sie wird miterleben, was auf den 116,4 km und insbesondere auf den 17 Pavé-Abschnitten (insgesamt über 29.2 km) so geht. Und ob sich die niederländischen Topfahrerinnen heute über das eher enttäuschende Straßen-WM-Erlebnis hinwegtrösten können.

Morgen gibt es dann die 118. Männer-Edition von L’Enfer du Nord – mit einer Masse Favoriten, einem trotz des Sturzes neulich ambitionierten John Degenkolb (der mit dem letzten deutschen Sieg, vor sechs Jahren) und natürlich dem 2019er-Vizeplatzverteidiger Nils Politt. Andererseits: Falls das mit dem Regen ernst wird, könnten die Crosser wie Wout van Aert (heißester Tipp übrigens, meine Meinung) oder Mathieu van der Poel triumphieren. Ab 10.55h live im TV zu verfolgen, vom gemütlichen Sofa aus, satte sechseinhalb Stunden lang.
Wahlfreiheit
Was haben sie gelacht über die Lastenradbezuschussungsdebatte und sie schon zum Veggie-Day-Desaster hochgeschrieben, die Polit- und Glossen-Profis… Aber was, wenn die Zukunft des Fahrrades denn doch kein Gedöns, sondern für manche sogar eine auch wahlentscheidende Frage ist?

Dann lohnt für Sonntag eben auch ein Blick auf das, was sich die aktuell im Bundestag vertretenen Parteien so Konkretes für den individuellen Verkehr auf 2 bis 4 Rädern vorstellen: beim Spiegel.
Das schwächt mich!
Es ist Miezekatzenmittwoch. Diesmal: mit Bolts Hundeweisheit.
Bravo, Basso!
Ein wunderschönes Leichtgewicht aus Italien: Das Basso Venta Disc Rival in antrachite – zwanzig Jahre nach der Erstausführung ganz neu aufgelegt. Zitat: „Basso ist stolz darauf, die glorreiche Vergangenheit und Gegenwart dieses Modells zu präsentieren und ein völlig neues Design einzuführen, das sowohl technisch als auch schön ist.“ Isso! Mit in Italien handgefertigtem Rahmen!
Yummy. Und bei uns in echt zu sehen:
Basso Venta Disc Rival 2021
Rahmenmaterial: Carbon
Laufräder: Microtech MCT Disc
Gabel: Basso Venta Disc
Schaltung: Sram Rival 2×11
Scheibenbremsen: Sram Rival 160mm
Preis: 2.649 Euro
Galicia in vier Tagen…
Sie mausert sich, die Vuelta der Frauen: 2015 als Eintagesrundrennen gestartet, gab es nun nach drei Jahren mit zwei Etappen die Aufstockung auf immerhin 4 Renntage. Ab heute geht’s parallel zur Männer-Vuelta quer durchs erst südliche, dann nördliche Galicien – gestartet wird jeweils morgens, mit Ankunft am frühen Nachmittag. Dadurch erhoffen sich nicht nur die Fahrerinnen selbst ein bisschen mehr Aufmerksamkeit als gewöhnlich, denn so besteht die Möglichkeit, ein paar Live-Bilder in die Welt zu schicken, bevor alle Kameras wieder auf die jeweilige Männer-Etappe blicken.
Bei Eurosport gibt’s ab morgen immer mal eine Stunde gegen Mittag.
Die Streckenkreationen sind naturgemäß viel abwechslungsreicher als in früheren Jahren:
- 1. Etappe am 2.9.21:
118,7 bergige Kilometer mit 14,5km-Anstieg über rund 800 Höhenmeter
—> Cabeza de Manzaneda Ski Resort – A Rúa - 2. Etappe am 3.9.21:
7,3 Kilometer Bergzeitfahren in Cabeza de Manzaneda Ski Resort - 3. Etappe am 4.9.21:
107,9 Kilometer als stetes Auf und Ab
—> Cabeza de Manzaneda Ski Resort – Pereiro de Aguiar - 4. Etappe am 5.9.21:
17,4 halbbergige Kilometer
—> As Pontes – Santiago de Compostela
Lisa Brennauer gewann die letzten beiden Ausgaben der „Ceratizit Challenge by La Vuelta“, wie’s nun offiziell heißt, und hätte vermutlich nix gegen das dritte Mal in Folge. Das aber wird sehrsehr schwer – zu bergelastig das Terrain, und wohl auch zu groß ist die Konkurrenz, die sich diese anspruchsvolle Schleife na klar nicht nehmen lässt als Vorbereitung für die Weltmeisterschaften in knapp zwei Wochen. Vielleicht hilft ja das Tokio-Bahn-Gold als Beschleunigung???

Am Sonntag ist dann für alle Vueltistas Schluss im malerischen Santiago de Compostela – schon mittags wird die Siegerin feststehen, das Zeitfahren der Männer wird nachmittags den Gesamtsieger ermitteln. Sollte Brennauer das Ding klarmachen und Roglic nachziehen, gäbe es 2021 also ein doppeltes Triple. Aber trotz Tippglücks mit Fabiooo Jakobsen am Dienstag: Sooo weit lehne ich mich jetzt mal nicht aus dem Fenster…










