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Rasend!
Aus dem Windkanal directamente auf la strada: Das Scott Foil RC 10 ist als brandneu designtes Aero-Bike aus Scotts großer Rennrad-Familie auch das schnellste Familienmitglied. Und eines mit eigenwilliger Anmutung dazu: So bullig und kompakt, so leicht und fragil, so roh und Carbon, so aus einem Guss, so industrial wie Komodowaran – stark und schnell, agil und doch mit bester Steifigkeit, gierig und komfortabel.

Aero Bike: Rennrad Scott Foil RC 10
- Carbon-Rahmen FOIL Disc HMX
in Renn-Geometrie
standardmäßig für 28mm-Reifen, bietet Platz für bis zu 30mm
mit interner Kabelführung
mit austauschbaren Ausfallenden - Carbon-Gabel FOIL Disc HMX
- Carbon-Lenker Syncros Creston 1.0 Aero
- elektronische Schaltung Shimano Ultegra Di2 RD-8150 (mit 24 Gängen)
- hydraulische Scheibenbremsen Shimano BR-R8170
- Carbon-Laufräder Syncros Capital 1.0 Aero 60mm
- Bereifung: Schwalbe PRO ONE Aero TL
- wiegt knapp unter 8kg
- kostet 6.599 Euro




Bye-bye, Bardet!
Romain hat Feierabend: Seit heute darf er auf vierzehn Jahre World Tour zurückblicken und sich neben dem sicheren Fernsehkommentatorenmotorradmitfahrjob anderen, womöglich weniger beschwerlichen Dingen widmen. Seinem Sohn etwa, der bei der letzten Tour schon sein Potenzial (und das des Publikums) aufblitzen ließ…
…oder er geht in die Politik und macht Ernst mit Liberté, Fraternité und Ègalité, oder er züchtet Gardenien aus dem E-Drucker oder macht einen Pétanque-Kurs und steht mit auf dem Rücken gekreuzten Armen auf staubigen Bouleplätzen rum und sinniert nur noch über Effet, Einfalls- und Ausfallswinkel statt über Höhenmeter, Reststrecke, Trainingspläne und Ernährungs-Hightech. Bonne chance!

Bleib lebendig und genieße alles,
lieber Romain Bardet!!
Sagt auch dein Team:
Addicted to bunt: das Scott Addict Gravel 20
Hui yeah, nicht nur in seriös zurückhaltendem Petrol Black ist das aktuelle Scott Addict Gravel 20 zu haben – und in diesem Anruf-aus-den-Neunzigern-Gewand nimmt es sich ja auch noch viel, viel angriffslustiger aus!! Und ausgehfreudiger sowieso, was Scott übersetzt mit „deine Eintrittskarte in die Natur“. Oder so ähnlich. Für die Farbenstatistik bitte notieren: Es handelt sich um die kulörige Kombination von Narwal Grey & Fade Purple, da wird jede Ballonseidenraupe gelb vor Neid. Aber Kalauer beiseite: Dieses Gravel-Rad ist nicht nur aus Carbon, mit neuester Technik ausgestattet, leicht, schnell, gegen Ermüdung konzipiert, ausufernd bepackbar, auch auf längere Strecke kommod und außerstraßentauglich, sondern einfach auch s.c.h.ö.n.
- Addict Gravel HMF Carbon-Rahmen
- konstruiert in Gravel-Geometrie
- pfeilschnellschlicht durch interne Kabelführung
- mit austauschbarem Schaltauge
- Syncros fender kit ready
- HMF Carbon-Gabel
- elektronische Schaltung mit 24 Gängen: SRAM RIVAL eTap AXS
- Carbon-Laufräder Syncros Capital X40
- Bereifung: Schwalbe G-One Bite Performance Reifen (Größe: 700x45C)
- hydraulische Scheibenbremsen: SRAM RIVAL eTap AXS
- wiegt etwas über 9 Kilo
- kostet 4.299 Euro





Maglia Bianca statt Maglia Rosa
Was für ein Giro 2025! Simon Yates fährt sich heimlich, still und leise und ohne einen einzigen Tagessieg erst mit der vorletzten Etappe ins Maglia Rosa, und der gerade mal 21jährige Isaac Del Toro verliert es eben erst dann, nach 11 langen Tagen als Gesamtführender. Weil er entweder seinen eigenen Colle-delle-Finestre-Moment erlebte, den Yates 2018 so schmachvoll im Duell mit Froome durchmachen musste, und eben einfach nicht mehr in den Beinen hatte – oder weil er denn doch zu unerfahren/begriffsstutzig/stolz/stur war, um sich mit Richard Carapaz abzusprechen, mit dem er Yates womöglich noch hätte einholen können, statt mehr als fünf Minuten nach ihm anzukommen am 31. Mai. Für Eurosport „eine in dieser Form selten gesehene taktische Fehlleistung“. Autsch.
Aber irgendwie auch toll, weil doch dieser Radsport immer berechenbarer und durchstrategierter scheint, das trägt ja schon maschinisierte Züge. Jedenfalls: Immerhin bester Nachwuchsfahrer wurde der Isaac! Und viel Freude werden wir noch haben an ihm! Also zumindest bei den Gelegenheiten, wo sein Über-Boss Tadej Pogacar nicht mitmischt…
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Giro oder Köln – Hauptsache Rund um!
Wer von der ganz großen Bühne des Giro d’Italia gerade genug hat: Es gibt ja noch andere traditionsreiche Rennrad-Events – wenn sie auch auf Fotos manchmal eher an die provinzielleren Seiten des Radsports erinnern…

Morgen nämlich läuft zum 107. Mal „Rund um Köln“, das nunmehr deutschlandweit älteste noch ausgetragene Eintagesrennen für Männer, Erstaustragung anno 1908. Vorjahressieger Casper van Uden triumphierte ja gerade bei der 4. Giro-Etappe in Lecce, kann aber aus eben diesem Grund seinen Titel heuer nicht verteidigen. Das erhöht die Chancen nicht nur vom 2022er-Sieger Nils Politt (der als Mitglied vom „National Team Germany“ antritt), sondern auch jene von Biniam Girmay, der 2024 als Zweiter im Ziel war…

…und dem es sicher zugutekommt, dass die Strecke mit 181 Kilometern so kurz und sprintergenehm wie nie ist, wenn auch der Agathaberg 372 Meter über dem Meeresspiegel gleich zweimal bezwungen werden muss…

Wipperfürth statt Siena also, und statt Übertragung im Fernsehen immerhin ein Livestream der Sportschau, auch mit Sprinterlegende Marcel Wüst am Mikrofon. Sonntagsvergnügen!
Vuelta, Baby!
Noch zwei Tage…
THE ??????? WILL BE ???? LA ???????? SERÁ ÉPICA #LaVueltaFemenina ??04-10/05
— La Vuelta Femenina by Carrefour.es (@lavueltafem.bsky.social) 1. Mai 2025 um 13:08
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Hohes C
Unser brandneues Colnago V4 jetzt noch V4 Mal schöner aufgebaut. Mit Carbon-Laufrädern und Tubeless-ready-Reifen:
Will nochmal mehr rennen: das Colnago V4
- jetzt mit Carbon-Laufrädern: Zipp 303 S
- Reifen: Vittoria Corsa N.EXT Tubeless-ready mit Anti-Puncture Belt
- kostet 6.499 €



Jetzt im Kino: „Sie nannten in Rollsplitt“
Mit freundlicher Genehmigung von „Cat Fahrräder“: Bruce Lees Todeskralle nix dagegen. Einfach nur hundsgemein!!!
Wir haben die Wahl
Freitags ist Fahrrad-Zeit bei detektor fm, dem Leipziger Internet-Radio und Podcaster. Und letzte Woche ging es im „Antritt“-Podcast um die anstehende Bundestagswahl: Was haben die Parteien fahrradmäßig vor? Dazu erzählte Redakteurin Esther Stephan, was die einzelnen Parteiprogramme dazu hergeben: Klimaschutz? Verkehrswende? Fahrrad vor? Hier nachzuhören, wer und wie.
Und morgen: Wählen fahren!!

I just Cant get enough
Nein, liebes Recherche-Team der „Sportschau“: Mathieu van der Poel stellte auch mit seinem aktuell 7. WM-Titel im Cyclocross mitnichten „den“ Rekord (von Erik De Vlaeminck aus dem Jahre 1973) ein – die echte Bestmarke bei Cyclocross-WMs an sich hält immer noch Marianne Vos, mit nämlich 8 Titeln.
Eine, die auch über die noch immer ungleiche Beachtung viel erzählen kann, ist die 34jährige Cyclocross-Legende und Nun-Ruheständlerin Sanne Cant – hier mit ihren Dauerrivalinnen Marianne Vos und Daphny van den Brand noch sparsam blickend auf Platz 3 bei der WM 2012:

Nach zwei Jahrzehnten im Cyclocross hat Cant sich nun am Sonntag bei ihrem Heimat-Rennen in Lille verabschieden lassen, denn jetzt ist Schluss. Leider mit unglücklichstem Platz Nummer 4, aber dafür trugen nicht nur ihre Fans am Streckenrand, sondern auch die drei lustigen Vier auf dem Podium Cants Masken-Konterfei beim Feiern: Lucinda Brand, Inge van der Heijden und Manon Bakker…
Nothing like having a bad cold to catch up on all the #cyclocross action!
— mark adams (@markja.bsky.social) 10. Februar 2025 um 20:22
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Dreimal gewann Cant die Cyclocross-WM, dreimal den CX-Weltcup, dreimal die EM, und gleich 15 Mal wurde sie belgische Meisterin im Cyclocross – hintereinander! Das waren ganz genau alle Titel seit 2010, erst im Januar 2025 fuhr (in Abwesenheit von Cant, die garantieren wollte, dass das Trikolore-Trikot auch im Winter noch bei Rennen präsent ist) erstmals eine andere nach ganz oben: Marion Norbert-Riberolle. Und die ließ sich jetzt ebenso gerne von Cants Team einspannen wie Marianne Vos, Mathieu van der Poel und Puck Pieterse: für eine semiprofessionelle gesangliche Hommage an Sanne Cant, im gemütlichsten Flämisch, das sich wenig um Takt-Ende und überbleibende Silben schert, als neu betextete Version des 1989er-„Clouseau“-Hits „Anne“ (wer kennt ihn nicht?!). Belgien reine Liebe!
Und weil sich seit der ersten Cyclocross-WM der Frauen vor genau 25 Jahren (die Männer feierten ihre Premiere anno 1950 ma sagen) immerhin einiges getan hat und die Prämie zum Beispiel nicht mehr 27 Euro beträgt, wie Cant letztes Jahr in einem Interview erzählte, oder in einem Männer-Fahrrad in Männer-Rahmenhöhe besteht, wie es Daphny van den Brand noch 1999 passierte, mischen – wenn auch mit ersichtlichen Teleprompter-Moves – nun auch Lucinda Brand und ihre kanadische Kollegin Maghalie Rochette angenehm selbstironisch mit ihren „Dirty Talks“ bei der Podcast-Rallye mit. Und hatten soeben in der 10. Ausgabe Sanne Cant zu Gast, die erzählte, was im und um den Matsch herum alles so dazugehörte und wie sie sich die toekomst ohne modder und trappen, fietsen, sturen so vorstellt.
Letztes Jahr zog Cant ein bitteres Resümee: „I don’t think Pieterse and Van Empel can even imagine the conditions I had to race in during my early years. You could say I was born too early“ – aber niemand mag sich vorstellen, wie lange das alles ohne die kämpferische Sanne Cant gedauert hätte. Ist ja wohl bester Trost! Bedankt!




