Auch in böse noch sanft, nur mit ohne Grip halt (Bild: N. Kossel)
Für Stefan Bogner zählt nur „soulful driving“ – und das geht in Kurven nun mal am besten, ob hinterm Lenkrad oder aufm Sattel. Der Blattmacher lebt mit seinem Magazin „Curves“ seit Jahren in der Nische und zeigte dem Spiegel gerade seine Lieblingskehren. Träum! Toll!
Heute noch einmal und aber richtig in die Berge, auf einer fulminanten Etappe über den Passo San Bernardino und alles. 4000 Höhenmeter auf knapp 165 Kilometern… Rosa-Mann Egan Bernal kann sich zurück- und die Handvoll Konkurrenten im Auge behalten – schließlich rechnet er selbst damit, dass zweieinhalb Minuten Vorsprung im abschließenden Zeitfahren selbst von ihm nicht mehr verpulvert werden können. Hm. Mal sehen, was Simon Yates (+2’29 Minuten) und Damiano Caruso (+2’49) für heute planen. Oder João Almeida. Oderoderoder. Spannend!!!!
Sankt Bernhard. Oben drauf. Hui! (Foto: Adrian Michael auf Wikimedia Commons -> License)
Morgen dann also wird nach genau 3.410,9 Kilometern alles vorbei sein: Drei wirklich dramatische Wochen Giro mit unerwartet viel Regen, Kälte, Ausreißer-Spektakel und allerlei folgenreichen Massenstürzen. In Mailand geht es über rund 30 laaaaange Kilometer (und im TV von 15-18 Uhr) gegen die Uhr. Und für Bernal darum, nicht am letzten Wochenende alles zu verspielen.
In Schlangenlinien bezwang Ausreißer Jan Tratnik gestern zwar nicht den wie von allen Sinnen entfesselt kletternden Etappensieger Lorenzo Fortunato, aber die letzten 3.000 Meter am Monte Zoncolan – the longest 3 k in his life ma sagen… Und weil das kurze Interview direkt danach trotz Schnee drum rum so herzerwärmend war: hier die schimpfwortfreien Passagen (ab Sekunde 10). Ob der in echt so furchtbar nett und schelmisch ist? Das wäre einfach toll. Und überhaupt: Lang leben die Zweiten!
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Heute gilt es wohl beim Giro: Wer sich Hoffnungen auf das Gesamtklassement erhalten möchte, sollte die insgesamt 205 Kilometer auf der 14. Etappe von Cittadella (48 Meter über dem Meeresspiegel) auf den 1.730-Meter-Gipfel des Monte Zoncolan nicht nur irgendwie durchstehen (im Gegensatz zu Rempel-Rowdy Groenewegen, der als Sprinter pünktlich gestern abend seine Giro-Abreise bekanntgab), sondern vor allem auf dem letzten Teilstück so schnell und verbissen wie vermutlich mindestens Egan Bernal da rauf. Zwar geht es bis zum Final-Anstieg größtenteils flach gen Nordosten, aber so viel Vorsprung kann wohl kein Ausreißer der Welt rausholen, dass es reichen könnte: Die letzten langen 14,1 Kilometer weisen eine Durchschnittssteigung von 8,1% auf. Ähem. Und auf den letzten 3.000 Metern werden einige Passagen mit mehr als 20% serviert – im Durchschnitt sind es da nahezu 15%. Das wird schon vom Sofa aus mordsmäßig anstrengend genug…
In der Giro-Historie unter „leichterer Anstieg von Osten her“ abgelegt und dennoch mit Quäl-dich-du-Sau-Potenzial: die letzten 14,1 Kilometer rauf auf den Monte Zoncolan (Grafik von Vomer bei Wikimedia Commons -> License)
Bevor es am Mittwoch in Perugia mit dem Giro weiter- und über Schotterpisten in der Brunello-Legende Montalcino romantisch zuendegeht, steht erstmal ein Ruhe-Dienstag an. Zeit, um all die Stürze zu verdauen – und die Tatsache, dass Peter Sagan eben doch noch allen anderen davonsprinten kann!!
Schaufensterbummelentdeckung am Lago Maggiore: vor fast genau 112 Jahren war Perugia schon einmal Etappenort – bei der allerersten Amore Infinito (Bild: N. Kossel)
Als Vorbereitung auf alles Weitere gibt es von Daniel Hagens radsport-seite.de-Seiten einen Etappenplaner mit den jeweiligen Highlights; auch alle Berge des 2021er-Giros gilt es zu bestaunen. Ein Dank dafür geht raus nach Duisburg!
Wie wahr: große Worte noch auf der kleinsten Straße… (Bild: N. Kossel)
Weiter gilt außerdem, maximaler Rück- und Vorsicht wegen: Ein Mensch pro 10 Quadratmeter Ladenfläche –> Bedeutet bei uns: nur drei Kund*innen drinnen, wenn wir alle vier arbeiten, ansonsten entsprechend mehr; die Nächsten müssen leider draußen warten. Wir werden aber weiterhin versuchen, so viel wie möglich vor der Tür zu bedienen, schnacken, helfen, klären, verkaufen Abstandsregeln und Maskenpflicht auch draußen beim Warten –> Darauf sei der Vollständigkeit halber hingewiesen, läuft ja ohnehin prima
Weder wurde die nominierte Anna van der Breggen bei den „Laureus Worlds Sports Awards“ World Sportswoman of the Year (das schaffte Tennis-Superstar Naomi Osaka), noch gewann Kandidat Tadej Pogacar den Titel World Breakthrough of the Year (den bekam Quarterback Patrick Mahomes) – aber einmal hat sich das Fahrradfahren eben doch durchgesetzt, wenn auch nur zu einem Drittel quasi… Im November schrieb Der Spiegel über ihn und seinen Finishing-Erfolg, Anfang des Jahres wurde bekannt, dass der 21-Jährige am 9. Oktober bei der IRONMAN World Championship in Kona (ein doppeltes Yeeeaaah!) starten wird – und nun gab es für Chris Nikic, den „1%-better“-Ironman einen Laureus Award, für den Sporting Moment of the Year. Glückwunsch!! Diversity rules!!
Pandemie dies das, es ist Mai. Also: Giro-Time. Kann losgehen, schon zum 104. Mal diesmal!
Isso! Ecco! (Bild: N. Kossel)
Rick Zabel muss zwar stattdessen die Andalusien-Rundfahrt mitstrampeln, das Starterfeld ist ansonsten aber reichlich illuster (komplette Liste hier zu finden), und Tour-Verzichter Buchmann will aufs Podium.
Vorher aber erwarten ihn und die 183 anderen folgende 21 Etappen:
Turin – Turin
Stupinigi – Novara
Biella – Canale
Piacenza – Sestola
Modena – Cattolica
Grotte di Frasassi – San Giacomo
Notaresco – Termoli
Foggia – Guardia Sanframondi
Castel di Sangro – Campo Felice
L’Aquila – Foligno
Perugia – Montalcino
Siena – Bagno di Romagna
Ravenna – Verona
Cittadella – Monte Zoncolan
Grado – Gorizia
Sacile – Cortina d’Ampezzo
Canazei – Sega di Ala
Rovereto – Stradella
Abbiategrasso – Alpe di Mera
Verbania – Alpe Motta
Senago – Mailand
Und so wird sich die rosa Schlange als Blase ab heute und bis zum 30. Mai als Amore Ifinito der Männer quer durch den (eher oberen) Stiefel winden. Mit unfassbar vielen Bergen und einer unverantwortlich schweren höchst anspruchsvollen letzten Rennwoche.
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Alle Kletterer jubilieren, aber auch sie müssen eben alle 3.479,9 Kilometer überstehen, die neben 6 Bergetappen auch 6 flache Teilstücke, 7 hügeligere Strecken und 2 Zeitfahren umfassen. Mit einem solchen geht es gleich los: 8,9 Kilometer in und durch Turin. Zur Planung des Samstages: Il primo corridore a partire nella crono di domani sarà Filippo Tagliani (Androni Giocattoli – Sidermec) alle ore 14:00. L’ultimo, Dries De Bondt (Alpecin-Fenix), partirà alle 17:03. Weiße Bescheid?!
Alle Etappen des Giro d’Italia werden von Eurosport in voller Länge übertragen. Die Startzeit ist zwar abhängig von den jeweiligen Tagesplanungen, meist aber geht es zwischen 12:00 Uhr und 13:00 Uhr los. Co-kommentieren werden die verrentete Bergziege Rolf Aldag und der Ausreiß-Titan i.R. Jens Voigt.
Apropos Übertragung: Weil beim Giro Rosa 2020 nicht genügend Live-Bilder von den Veranstaltern zur Verfügung gestellt wurden, flog der Frauen-Giro aus der Women’s WorldTour und wird diesmal in der 2. Kategorie ausgetragen. Pfffff. Aber: Alles soll besser werden, und das Starterinnenfeld verspricht Spannung und Weltklasse. Vom 2. bis 11. Juli 2021 findet die Schleife unter ihrem neuen Namen statt:
Auf zehn Etappen wird wohl die komplette Fahrerinnen-Elite um das Maglia Rosa kämpfen; alle 9 Women’s WorldTeams sind am Start und hoffen auf eine ähnlich professionelle Organisation der Rennleitung auf – zum Beispiel – brauchbareren Straßen. Live-Bilder wird es vermutlich dennoch nur im Pay-TV geben – hoffen wir auf 2022…
Ein gutes Ende nahm immerhin die Geschichte eines gewissen zerschmatterschmetterten Handgelenks. Deshalb als Abschluss die erlösenden Worte, die der Miezekatzenmittwochskatzenhai von Messina vor fünf Tagen sprach: Schöne Reha, so mit fast 50.000 Höhenkilometren in 3 Wochen (; Hau rein!!
Auch wenn sie wieder wackelt, die 50 – aufgrund der stabilen Unterschreitung der magischen Grenze des Lübecker Inzidenzwertes in den letzten Tagen wird ab heute auch im Einzelhandel gelockert. Heißt:
Einkaufen im Laden jetzt wieder ohne Besuchstermin und ohne Kontaktdatendokumentation!!
Weiter gilt, maximaler Rück- und Vorsicht wegen: Ein Mensch pro 10 Quadratmeter Ladenfläche –> Bedeutet bei uns: nur drei Kund*innen drinnen, wenn wir alle vier arbeiten, ansonsten entsprechend mehr; die Nächsten müssen leider draußen warten. Wir werden aber weiterhin versuchen, so viel wie möglich vor der Tür zu bedienen, schnacken, helfen, klären, verkaufen Abstandsregeln und Maskenpflicht auch draußen beim Warten –> Darauf sei der Vollständigkeit halber hingewiesen, läuft ja ohnehin prima